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Sergei Grankin peilt mit Berlin im fünften Spiel in Friedrichshafen den Titel an. Der Zuspieler spricht im SPORT1-Interview über die Serie und seine Rolle.

Im Volleyball-Finale der Männer entscheidet das fünfte Spiel über den Meister.

Im Duell zwischen dem VfB Friedrichshafen und den Berlin Recycling Volleys steht es nach dem 3:1-Sieg der Berliner am Mittwoch in der Serie 2:2 (Spielplan und Ergebnisse der Volleyball-Playoffs).

In der fünften Partie (Friedrichshafen - Berlin am Sonntag ab 14.25 Uhr im LIVESTREAM) hat Friedrichshafen Heimrecht, doch Berlin um Sergei Grankin peilt in fremder Halle den Triumph an. Der 34 Jahre alte Zuspieler, der 2012 mit Russland Olympiasieger wurde, spricht im SPORT1-Interview über die Finalserie, seine Rolle und seine Zukunft.

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SPORT1: Herr Grankin, ist diese Finalserie genau der Grund, warum Sie in die Bundesliga gewechselt sind?

Sergei Grankin: Natürlich ist das jetzt das Highlight der Saison. Als ich hierher kam, wusste ich um die hohen Erwartungen und dass alles auf ein Finale zwischen Berlin und Friedrichshafen hinausläuft. Für diese Spiele kommt man hierher. Ich habe mein Abenteuer in Berlin im Hauptrundenmatch gegen Friedrichshafen begonnen und nun treffen wir wieder auf diesen Gegner und versuchen, jetzt auch den Titel zu holen.

Grankin: "Mittwoch war schon verrückt"

SPORT1: Beim letzten Heimspiel waren 8553 Zuschauer zu Gast. Sie haben viel gesehen, ist sowas dennoch auch für Sie ein Highlight?

Grankin: Ja. Mittwoch war schon verrückt. Für uns Spieler ist es wunderbar, vor so einer Kulisse zu spielen. Der Verein macht diesbezüglich, also was in der Arena passiert, wirklich einen tollen Job. Wenn das Spiel so läuft, schießt man den Ball schon mal ans Hallendach (lacht).

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SPORT1: Wie lange hat es gedauert, bis Sie ins Team integriert waren? Wie ist Ihre Rolle definiert?

Grankin: Spielerisch ein paar Wochen, menschlich ging das schnell. Ich hatte Glück, dass mit Egor (Bogachev, Anm. d. Red.) ein junger Deutsch-Russe hier spielt, der mir vieles erklären konnte. Parallel konnte ich mir Englisch wieder in Erinnerung rufen, das ich in der Schule hatte. Die Kommunikation war also nie ein Problem. Die Integration fiel mir nicht schwer, auf dem Feld geht es eh sofort um Volleyball. Inzwischen weiß ich, wie meine Mitspieler die Bälle benötigen, und sie wissen, wie ich ticke. Mit meiner Erfahrung und auf meiner Position habe ich eine Führungsrolle.

Bleibt Grankin? "Die Gespräche laufen"

SPORT1: Wie sieht die Planung für nächstes Jahr aus? Sehen wir Sie noch ein Jahr in der Bundesliga?

Grankin: Noch ist da keine endgültige Entscheidung gefallen, die Gespräche mit dem Verein und Kaweh (Manager Kaweh Niroomand, Anm. d. Red.) laufen. Jetzt spielen wir erstmal das Finale zu Ende, dann fällt eine Entscheidung.

SPORT1: Was ist da der Vorteil von Berlin gegenüber den finanzstarken russischen Teams?

Grankin: Die Atmosphäre hier ist sehr gut. Der Klub arbeitet sehr professionell. Es macht Spaß, vor so vielen Zuschauern zu spielen, weil du von den Fans viel Energie zurückbekommst. In Russland sind die Erwartungen immer hoch, hier auch, aber auf eine andere Weise. Die Stimmung im Team und Verein passt.

Grankin titelsicher

SPORT1: Wie sehen Sie das Niveau in der Bundesliga?

Grankin: Natürlich ist es nicht das Niveau der russischen Liga. In Russland springen die meisten noch etwas höher und schlagen etwas härter. Aber ich war positiv überrascht über das das Level der Topmannschaften. Haching hat uns schon richtig gefordert und auch diese Finalserie ist auf einem guten Niveau. Man sieht, dass sich hier zwei Champions-League-Teilnehmer messen.

SPORT1: Wieso machen Sie am Sonntag den Meistertitel perfekt?

Grankin: Weil wir noch einmal so spielen werden wie zuletzt zuhause.

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