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Die deutschen Volleyballerinnen stehen bei der EM dicht vor dem Gruppensieg. Auch die Slowakei kann das Team von Trainer Felix Koslowski nicht stoppen.

Die deutschen Volleyballerinnen haben ihren Siegeszug bei der EM fortgesetzt und den vierten Erfolg im vierten Spiel gefeiert.

Einen Tag nach dem Coup gegen Rekordeuropameister Russland (3:2) bezwang die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski auch Gastgeber Slowakei in Bratislava mit 3:1 (25:22, 24:26, 25:18, 25:21)  (Die Volleyball-EM täglich LIVE im TV auf SPORT1).

"Meine Mannschaft hat auf einem konstant guten Niveau gespielt, wir hatten auch die ein oder anderen schwierige Phase dabei. Heute das Spiel war von der Ausgangslage her viel schwerer als das Spiel gegen Russland", sagte Koslowski: "Es war schon sehr beeindruckend, wie cool meine junge Mannschaft das hier runtergespielt hat." 

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Nationalspielerin Jennifer Geerties fügte hinzu, dass man schon gemerkt habe, dass man bereits "ein paar Spiele in den Beinen hat". Am Ende des zweiten und dritten Satzes ging es "ums Überleben", aber "wir haben alles reingehalten und wollten den Sieg unbedingt".

Gruppensieg zum Greifen nahe

Mit einem weiteren Sieg gegen Weißrussland am Mittwoch (ab 19.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) könnte die bereits vorzeitig für das Achtelfinale qualifizierte Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) die Vorrunde als Sieger abschließen. In der Runde der letzten 16 ginge es dann gegen den Vierten der Gruppe B.

Die DVV-Frauen traten in der erstmals gut gefüllten Ondrej-Nepela-Arena selbstbewusst auf und legten gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen Slowakinnen einen sehr guten Start hin.

Im zweiten Satz ging die Konzentration ein wenig verloren, wie schon gegen die Schweiz (3:0) und gegen Spanien (3:1) fremdelte das Koslowski-Team ein wenig mit der Favoritenrolle (DATENCENTER: Der Spielplan der Volleyball-EM)

Geerties: Nicht allzu viele Fans auf unserer Seite

Koslowski sprach nach dem Spiel darüber, wie sich die Stimmung auf das Spiel seiner Mannschaft auswirkte. "Wir haben versucht uns nicht zu sehr von der Stimmung anstecken zu lassen. Im zweiten Satz ist uns das nicht ganz gelungen, aber in Satz drei und vier hat meine Mannschaft das souverän heruntergespielt." 

Auch Geerties zeigte sich von der Stimmung beeindruckt und sprach von einer extra Motivation. "Am Anfang geht alles noch ganz einfach, vor allem durch die Stimmung wird man auch noch ein wenig getragen, auch wenn nicht allzu viele Fans auf unserer Seite sind. Das pusht einen aber nur noch mehr."

Koslowski reagierte und wechselte Ivana Vanjak ein, die Angreiferin vom USC Münster brachte ihr Team wieder heran. In hitziger Atmosphäre, auch begünstigt durch einige fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen, ging der zweite Satz dennoch an die Gastgeberinnen.

Lippmann verwandelt Matchball

Nach etwas nervösem Beginn im dritten Durchgang fand Deutschland wieder zu seinem Spiel und holte sich die 2:1-Führung.

Annahme und Zuspiel stimmten, die Angriffe wurden wieder konsequent durchgespielt. Im entscheidenden Satz war es Louisa Lippman, die den zweiten Matchball verwandelte.

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