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Deutsche Volleyballer Teambild
Die deutsche Volleyballer gewannen bei der EM 2017 Silber © Imago
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München - Am Donnerstag startet die Volleyball-EM der Männer. Bundestrainer Giani und Zuspieler Kampa erklären, worauf es im Turnier ankommen wird.

Nach dem begeisternden EM-Turnier der Schmetterlinge will auch die deutsche Nationalmannschaft der Männer bei den kontinentalen Titelkämpfen (bis 29. September, ausgewählte Spiele LIVE im TV auf SPORT1+ sowie Highlights im TV auf SPORT1) auftrumpfen.

"Es wird extrem wichtig sein, wie wir am Freitag in das Turnier starten", sagte Zuspieler Lukas Kampa, der drei Mal Volleyballer des Jahres wurde, über das erste Spiel gegen Serbien (Volleyball-EM: Serbien - Deutschland, ab 14.55 Uhr LIVE auf SPORT1+ und im LIVETICKER): "Das wird richtungsweisend sein."

Kampa: Möchte Medaille gewinnen

Zwei Jahre nach Silber beim Turnier in Polen erwartet Bundestrainer Andrea Giani, "dass das die schwierigste Europameisterschaft in den letzten 20 Jahren werden könnte, weil mindestens acht Mannschaften dabei sind, die Europameister werden könnten."

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Dazu zählen beim erstmals in vier Ländern ausgetragenen Wettbewerb (Belgien, Frankreich, Niederlande, Slowenien) laut Giani aus der eigenen Gruppe neben Deutschland Belgien sowie Auftaktgegner Serbien, deren Frauen-Nationalmannschaft zuletzt den Titel holte.

Auch Kampa hat große Pläne: "Wenn ich an solchen Meisterschaften teilnehme, dann möchte ich Medaillen gewinnen. Nach der Silbermedaille wäre es seltsam, zu behaupten, dass wir ins Viertelfinale möchten."

Giani erklärt deutschen Plan

Doch was muss für einen erneuten EM-Coup - inklusive eines guten Starts gegen Serbien - passieren? (Spielplan der Volleyball-EM)

"Das Hauptaugenmerk liegt auf der Disziplin und der Qualität auf einer Spielstruktur bei Annahmen. Aus dieser soll möglichst direkt gepunktet werden. Danach soll aus der eigenen Angabe heraus durch das Block-System Druck ausgeübt werden", erklärt Giani die deutschen Tugenden.

Auftaktgegner Serbien besitzt laut Giani "Stärken im Angriff, auf den Außen und bei den Diagonalspielern." Auch die Physis und der Mittelblock seien zu beachten. Kurzum: "Eine Mannschaft auf Weltklasse-Niveau."

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Allerdings glaubt Kampa, dass "die Serben ungern gegen uns spielen. Sie reagieren oft emotional und verzweifeln etwas, wenn wir unser System stur herunterspielen."

Grozer kann Mannschaft verändern

Dazu kommt individuelle Klasse - besonders in Person von Georg Grozer, der im Sommer die Nations League ausließ. (Alle Infos zur Volleyball-EM)

"Er ist einer der wenigen Spieler auf der Welt, der das Potenzial hat, die Art und Weise, wie eine Mannschaft spielt zu verändern", schwärmte Giani vom Anführer.

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Grozer ist zwar, wie Kampa, Moritz Karlitzek, Denis Kaliberda und Moritz Reichert auch, gesundheitlich noch nicht bei 100 Prozent. Dennoch könne der 34-Jährige "das Gesicht der Mannschaft verändern. Er ist deshalb unersetzlich für uns."

Zumal in den Gruppenspielen gegen vermeintlich leichtere Gegner sicherlich die Chance gegeben ist, ein paar der angeschlagenen Akteure zu schonen.

Komplizierter Modus

Zur zusätzlichen Herausforderung könnte die erhöhte Teilnehmeranzahl (24) werden. Fünf Vorrundenspiele fordern viel Kraft. "Aus Spielersicht sind das zu viele Spiele", sagte Kampa schmunzelnd.

Dazu kommt die Regelung, dass die Gastgeberteams im Achtelfinale nicht aufeinandertreffen dürfen.

"Es geht darum, dass es immer davon abhängt, wie weit die ausrichtenden Mannschaften kommen", meinte Giani: "Der Weg durch die EM kann sich so ändern. Man hat den eigenen Weg somit nicht selbst in der Hand."

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