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Real Madrid v Club Atletico de Madrid - UEFA Champions League Final
Real Madrid ist der amtierende Champions-League-Sieger. Nun will die UEFA den Wettbewerb wohl reformieren. © Getty Images

München - Künftig könnten Klubs wie der FC Bayern oder Real Madrid eine Startplatzgarantie für die Champions League bekommen. So könnte die neue Königsklasse aussehen.

Stell dir vor, es ist Champions League – und der FC Bayern München ist nicht dabei. Undenkbar? Momentan bestimmt, der deutsche Rekordmeister scheint einfach zu stark.

Andererseits: Manchester United wird nun schon zum zweiten Mal hintereinander in der UEFA Europa League spielen, der AC Milan war zuletzt 2013/2014 in der Königsklasse vertreten.

Künftig soll so etwas nicht mehr passieren. Laut der Gazzetta dello Sport plant die UEFA eine kleine Regel-Revolution für die Champions League.

Vier Startplätze für die großen Ligen

Demnächst sollen die großen Ligen – Bundesliga, Premier League, Primera Division und Serie A – garantiert vier Startplätze für die Königsklasse erhalten.

Die ersten drei sollen sich dabei wie gehabt auf sportlichem Wege automatisch qualifizieren, der vierte Teilnehmer bekommt eine Art Wildcard. Um diese zu erhalten, soll die UEFA künftig verschiedene Faktoren wie den Erfolg der letzten Jahre, die wirtschaftlichen Möglichkeiten, Tradition und das Fanaufkommen der Klubs betrachten wollen.

Sollten der FC Bayern oder Borussia Dortmund also in den nächsten Jahren einmal die Qualifikation auf sportlichem Wege verpassen, dürften sie per Wildcard trotzdem teilnehmen.

Wildcard für Gladbach oder Schalke?

Wenn sie sich qualifizieren, würde der vierte deutsche Platz momentan wohl entweder an Borussia Mönchengladbach, Leverkusen oder Schalke 04 gehen.

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In  England dürften sich dagegen wohl Manchester United oder Liverpool über eine Wildcard freuen (oder eben Chelsea und Arsenal, sollten sie sich einmal nicht sportlich qualifizieren), in Italien könnte der vierte Startplatz an Milan oder Inter Mailand gehen, in Spanien an den FC Sevilla.

Sollte die Revolution kommen, dürfte die vor einigen Monaten unter anderem von Karl-Heinz Rummenigge ins Gespräch gebrachte Superliga vom Tisch sein.

Superliga in England nicht gewünscht

Die nach dem Vorbild der NBA erdachte exklusive Luxusliga ohne Abstieg war vor allem bei den englischen Klubs auf nur wenig Gegenliebe gestoßen - in der Premier League können sie momentan einfach mehr verdienen.

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Leidtragende der nun ins Gespräch gebrachten Super-Champions-League wären die kleineren Verbände.

Während die mittelstarken Ligen wie die französische Ligue 1, die portugiesische Primeira Liga und vielleicht auch die russische Premjer-Liga zwei Startplätze bekommen könnten und die Schweizer Super-League dank Abo-Meister und Dauer-Champions-League-Teilnehmer FC Basel und die Türkei immerhin noch einen, müssten die restlichen Klubs durch das Nadelöhr der Playoffs.

Fünf weitere Plätze für Qualifikanten

Rund 50 Klubs würden darin laut Gazzetta dello Sport fünf weitere Startplätze für die insgesamt 32 Teilnehmer umfassende Champions League ausspielen.

Ab der Saison 2018/2019 könnte es soweit sein, die UEFA hat sich zu der Enthüllung der italienischen Sport-Tageszeitung noch nicht geäußert.

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