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Titelverteidiger Rob Cross lässt in der 3. Runde der Darts-WM einem Spanier keine Chance. Auch Adrian Lewis zeigt seinem Gegner die Grenzen auf.

Rob Cross hat sich in der 3. Runde der Darts-WM in weltmeisterlicher Form präsentiert.

Der Titelverteidiger gewann das letzte Spiel der Darts-WM 2019 vor der dreitägigen Weihnachtspause mit 4:0 gegen einen keinesfalls schwach spielenden Spanier Cristo Reyes mit 4:0.

Nach einem verhaltenen ersten Durchgang drückte "The Voltage" ab Satz zwei aufs Gaspedal und ließ Average und Doppelquote in die Höhe schießen. Am Ende gewann der Engländer mit 102 Punkten im Schnitt und einer Check-Out-Quote von 52 Prozent. Im Achtelfinale erwartet ihn nun der Sieger der Partie Dimitri van den Bergh gegen Luke Humphries. 

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Das Spiel war reich an Höhepunkten. Vor allem im vierten Satz folgte ein Highlight auf das nächste. Zuerst schrammte Reyes nur knapp an einem 9-Darter vorbei, dann spielte Cross ein sagenhaftes 147er-Finish, ehe "The Spartan" mit einem 10-Darter zum 2:2 ausglich.

Da war der Matchdart von Cross in die Doppel-18 zum klaren Sieg der logische Schlusspunkt.

Lewis verpasst Barney-Schreck  "Whitewash"

Auch Adrian Lewis zog nach einer hochkonzentrierten Leistung problemlos in das Achtelfinale ein.

Im ersten Spiel der Abendsession verpasste "Jackpot" Lewis dem Litauer Darius Labanauskas einen Whitewash und siegte mit 4:0.

Labanauskas konnte zu keiner Zeit an seine Leistung aus dem Spiel gegen Raymond van Barneveld anknüpfen. In der 2. Runde hatte der WM-Debütant den fünfmaligen Weltmeister sensationell ausgeschaltet. 

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Lewis ließ von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, wer am Ende die Bühne im Alexandra Palace als Sieger verlassen sollte. Den ersten Satz holte er sich im Schnelldurchgang ohne Legverlust mit einem Drei-Dart-Average von über 100.

Labanauskas gewann sein erstes Leg bei 0:2 im zweiten Satz mit seinem ersten Treffer auf ein Doppel im zehnten Versuch. Die Schwäche auf die Doppel sollte auch der Hauptgrund für seine klare Niederlage werden. Am Ende stand eine Check-Out-Quote von 16,6 Prozent für ihn zu Buche, nur drei von 18 Versuchen landeten im Feld.

Lewis trifft auf MvG

Nach gewonnenem ersten Satz genügte Lewis ein durchschnittliches Spiel zum Sieg. In jedem Satz gönnte er Labanauskas jeweils nur ein Leg, seine Doppelquote von 50 Prozent war beachtlich. 

Der Weltmeister von 2011 und 2012 spielt sich immer mehr in die Rolle eines Geheimfavoriten auf den Titel. In der nächsten Runde steht ihm allerdings mit Michael van Gerwen der Weltranglistenerste gegenüber.

Aspinall wirft Anderson raus

Weiter für Furore sorgt auch Nathan Aspinall. Die Nummer 73 der Order of Merit warf nach "Bad Boy" Gerwyn Price mit Kyle Anderson den nächsten Gesetzten aus dem Turnier und steht überraschend in der Runde der letzten 16.

Aspinall gewann eine auf hohem Niveau stehende Partie mit 4:1. "The Original" Anderson haderte vor allem in den entscheidenden Szenen mit verpassten Chancen auf die Doppelfelder.

Dabei hatte er einen perfekten Start in die Partie und lag schnell 2:0 vorne. Doch Aspinall schlug zurück und sicherte sich den ersten Satz noch mit 3:2. 

Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen ging er auch aus Satz zwei als Sieger hervor. Zu einfach wollte Anderson seinem Gegner es aber nicht machen und verkürzte auf 1:2.

Anderson in "Double Trouble"

Es folgte der vorentscheidende Satz. Nach zwei Breaks hatte Anderson im dritten Leg Anwurf, hatte in diesem am Ende aber mit "Double Trouble" zu kämpfen - Anderson leistete sich sechs Patzer auf die Doppel-12. Diese vorweihnachtlichen Geschenke nahm "The Asp" dankend an, gewann das Leg und anschließend auch den Satz. 

Wie im ersten Satz lag der Engländer dann auch in Satz fünf 0:2 zurück. Mit einem Schanghai-Finish zum 1:2 sorgte er dann für das nächste Highlight, profitierte von weiteren Patzern Andersons und stand wenig später als Sieger fest.

Aspinall wies am Ende einen 97er-Average und eine 35-Prozent-Doppelquote auf. Im Achtelfinale bekommt er es mit dem Sieger der Partie John Henderson gegen Michael Smith zu tun.

Die Spiele am Sonntag

Nachmittagssession 
Vincent van der Voort - Chris Dobey 3:4
Brendan Dolan - Mervyn King 4:2
James Wade - Keegan Brown 4:3

Abendsession 
Adrian Lewis - Darius Labanauskas 4:0
Nathan Aspinall - Kyle Anderson 4:1
Rob Cross - Cristo Reyes 4:0

(SERVICE: Hier zum kompletten Spielplan der Darts-WM 2019)

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