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München - Neben Joshua Kimmich fällt auch Corentin Tolisso im Mittelfeldzentrum des FC Bayern aus. Trainer Hansi Flick tüftelt an einer Lösung. Profitiert ein Youngster?

Nach dem Ausfall des lautstarken Antreibers Joshua Kimmich fürchtet Hansi Flick jedenfalls keine Stille.

Schließlich kann sich der Trainer des FC Bayern auch gegen Werder Bremen (Bundesliga: FC Bayern - Werder Bremen, Samstag ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) wieder auf "Radio Müller" verlassen.

"Wenn Thomas in der Mannschaft ist, hat man natürlich Schwierigkeiten, die anderen in der Mannschaft zu hören", sagte Flick schmunzelnd auf SPORT1-Nachfrage auf der Pressekonferenz vor der Partie am Samstag.

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Während Kimmichs Fehlen beim 0:6-Debakel der deutschen Nationalmannschaft in Spanien nicht nur sicht-, sondern vor allem auch hörbar war, glaubt Flick nicht, dass die Bayern bei der Suche nach einem Ersatz für den verbalen Leader ein Problem haben.

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Kimmich-Ersatz? Flick nennt verbale Antreiber

"Das macht der eine oder andere recht gut, auch von hinten heraus: David Alaba ist immer mit dabei, Manuel Neuer auch, Thomas Müller sowieso", nannte Flick die Kandidaten, die für Kimmich in die Bresche springen können.

Der 25-Jährige musste im Kracher bei Borussia Dortmund wegen einer Knieverletzung noch vor der Pause ausgewechselt werden und wird den Bayern erst im Januar wieder zur Verfügung stehen.

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"Wir haben es auch nach der Verletzung in Dortmund sehr gut gemacht. In dem Spiel wurde alles gefordert und die Mannschaft hat gezeigt, was für eine Mentalität und Qualität sie hat. Das erwarte ich natürlich auch morgen", sagte Flick am Freitag.

Auch Tolisso fällt gegen Bremen aus

Da neben Kimmich allerdings auch Corentin Tolisso wegen muskulären Problemen gegen Bremen passen muss, sieht es in der Mittelfeld-Zentrale personell "aktuell enger aus", so Flick.

In Dortmund übernahm nach Kimmichs Aus Routinier Javi Martínez den Part an der Seite des gesetzten Leon Goretzka. "Wie immer habe ich heute schon ein Gedankenspiel", erklärte Flick am Freitag - ließ sich aber zunächst nicht weiter in die Karten blicken.

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Einer der beiden Neuzugänge Marc Roca und Tanguy Nianzou könnte sein Startelfdebüt feiern. Während Roca immerhin schon eine Minute Bundesligaluft schnuppern durfte, war Nianzou aufgrund einer komplizierten Muskelverletzung in der vorderen Oberschenkelmuskulatur seit Anfang September außen vor.

Toptalent Nianzou erstmals im Bayern-Kader

Beide stehen auf jeden Fall im Kader, Nianzou feiert damit seine Premiere. Das 18 Jahre alten Toptalent, von dem zuletzt auch Ralf Rangnick im CHECK24 Doppelpass geschwärmt hatte, lobte Flick explizit.

"Er macht seine Sache gut. Er hat wirklich sehr gewissenhaft gearbeitet an seiner Fitness und seinen Defiziten, die er ohne Frage hatte", sagte Flick über den Defensiv-Allrounder, der vor der Saison von Paris Saint-Germain kam. "Er ist auf einem sehr guten Weg, jetzt schauen wir, wie die nächsten Wochen weiter vor sich gehen."

Auch auf Roca, für den die Bayern im Oktober neun Millionen Euro Ablöse an Espanyol Barcelona zahlten, hält Flick große Stücke.

Startelf-Debüt für Marc Roca? "Warten wir mal ab ..."

Um seine Chancen zu steigern, gab der 23-Jährige in der Länderspielpause besonders Gas. "Es ist Zeit, hart zu arbeiten und sich anzupassen. Und dann wird schon alles so kommen, wie es soll. Ich muss an Intensität und Aggressivität gewinnen", sagte Roca in der Radiosendung "Qué T'hi Jugues" des Senders Cadena SER und fügte hinzu: "Ich bin am besten Ort, an dem ich sein kann, und im besten Team."

Nach seinem Kurzeinsatz am 6. Spieltag in Köln stellte Flick dem 23-Jährigen am Freitag nach guten Trainingsleistungen weitere Einsatzminuten in Aussicht.

"Er hat die zwei Wochen genutzt, um gut zu trainieren", sagte Flick – und ließ mit Blick auf die Startelf gegen Bremen Raum für Spekulationen: "Warten wir mal ab, was mit Marc Roca morgen ist und gucken, ob sich da was tut. Er ist im Kader, das ist mal die Grundvoraussetzung dafür, dass man spielt und Einsatzminuten bekommt. Das hat der zumindest auf jeden Fall inne."

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