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Piräus - In nur vier Tagen verletzt sich die 1A-Innenverteidigung des FC Bayern schwer. Rekord-Neuzugang Lucas Hernández könnte für den Rest des Jahres ausfallen.

Jetzt werden die Abwehr-Sorgen beim FC Bayern noch größer!

Innenverteidiger Niklas Süle riss sich am Samstag in Augsburg das linke vordere Kreuzband und wird nach SPORT1-Informationen mindestens sechs Monate ausfallen. Nun der nächste Schock: Am Dienstagabend in Athen verletzte sich auch Lucas Hernández schwer.

Auf Krücken und mit Schmerzen verließ Hernández das Stadion. Beim Bayern-Bankett in der Nacht fehlte er verständlicherweise. Am Mittwochmittag gaben die Münchner die Diagnose bekannt. Der 85-Millionen-Neuzugang erlitt eine Teilruptur des Innenbandes am rechten Sprunggelenk.

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Am späten Nachmittag gaben die Münchner bekannt, dass Hernández operiert werden muss. SPORT1 hatte bereits zuvor erfahren: Vereinsintern rechnet man beim Franzosen mit einer zweimonatigen Ausfallzeit. Das würde bedeuten, dass Hernández 2019 nicht mehr zum Einsatz kommt. Und stattdessen erst im Wintertrainingslager in Doha/Katar Anfang Januar wieder angreift.

Boateng plötzlich wieder wichtig

Süle und Hernández verletzt, dabei sollten sie bei den Bayern die Innenverteidigung dichthalten. Wer steht für die Wackel-Defensive jetzt noch zur Verfügung, die sich zuletzt fünfmal in Folge je zwei Gegentore einfing?

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Benjamin Pavard. Der Franzose verpasste in dieser Saison noch keine Minute. Deutlich verbessern muss er sich aber im Aufbauspiel, welches beim 3:2-Sieg bei Olympiakos Piräus ausbaufähig war. Pavard zu SPORT1: "Ich hoffe, dass ich noch mehr Verantwortung übernehmen kann."

An seiner Seite wird es nun (auch wieder) auf Jérôme Boateng ankommen. Der Weltmeister von 2014 wollte im Sommer weg, war unter Trainer Niko Kovac zuletzt nur noch Innenverteidiger Nummer vier. In Piräus wurde er für Hernández eingewechselt.

Chance für Bayern-Talent Mai?

Als Backup für die Innenverteidigung hat Kovac dann nur noch Javi Martínez, der in Piräus wegen muskulärer Probleme ausgewechselt wurde. Am Mittwoch gab es zumindest in dieser Personalie Entwarnung: Der Spaniern erlitt erlitt lediglich eine neurogene Muskelverhärtung. Eine Chance könnte nun auch Lars Lukas Mai erhalten, der bislang überwiegend in der U23 zum Einsatz kommt.

"Wir haben schon noch Optionen", sagte Salihamidzic, der dem französischen Verband zumindest eine Teilschuld an der Hernández-Verletzung gab. Der Grund: Die Franzosen nominierten Hernández zuletzt entgegen der Empfehlung von Bayern-Arzt Dr. Müller-Wohlfahrt, der ihn für nicht spielfähig erklärte.

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Bislang galt es als unwahrscheinlich, dass die Bayern im Winter nachrüsten. Auch Präsident Uli Hoeneß schloss das vor dem Abflug nach Griechenland aus, als es um einen möglichen Süle-Ersatz ging.

Vieles wird jetzt vom Genesungsprozess von Hernández abhängen.

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