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München - Aus Deutschland sind mit dem FC Bayern und dem BVB noch zwei Teams in der Champions League vertreten – doch zählen sie auch zu den Favoriten? Das SPORT1-Powerranking

Nach dem Achtelfinale treffen in der Champions League im April die verbleibenden acht Teams aufeinander.

Ausgelost werden die Paarungen am 19. März. Davor lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Leistungsstand der einzelnen Mannschaften. (Service: Ergebnisse der Champions League)

Im Achtelfinale haben sich mit Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig gleich zwei deutsche Teilnehmer aus dem Wettbewerb verabschiedet. Wie aber steht es um die beiden verbleibenden Bundesligaklubs, Borussia Dortmund und den FC Bayern München?

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Im Powerranking von SPORT1 ist ein Topteam aus England ganz vorne, doch die Bayern mischen unter den Favoriten mit. (Service: Tabellen der Champions League)

8. FC PORTO

Der FC Porto wurde in seiner Gruppe Zweiter und sicherte sich schon vorzeitig den Einzug in die K.o.-Phase. Im Achtelfinale führten die Portugiesen ihre erfolgreiche CL-Saison fort.

Gegen den kriselnden Spitzenklub Juventus Turin gelang Porto ein regelrechter Coup. Nach einem 2:1-Hinspielsieg retteten sie im Rückspiel in der Verlängerung ein 2:3 und kegelten damit dank der Auswärtstorregel die Italiener um Cristiano Ronaldo aus dem Wettbewerb. In der derzeitigen Form kann der FC Porto auch im Viertelfinale für eine Überraschung sorgen, bleibt jedoch trotzdem der klare Außenseiter.

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7. BORUSSIA DORTMUND

Der BVB hat sich zuletzt unter Trainer Edin Terzic wieder stabilisiert, die Qualifikationsplätze in der Bundesliga zur Königklasse sind näher gerückt. Trotz des Weiterkommens gegen den FC Sevilla zählen die Schwarz-Gelben in diesem Jahr nicht zu den Favoriten.

Hauptproblem: Die Dortmunder sind zu sehr abhängig von Erling Haalands Toren. So schoss der Norweger den BVB gegen die Spanier quasi im Alleingang ins Viertelfinale, mit jeweils Doppelpacks im Hin- und Rückspiel. Sollte der begehrte Stürmer einmal nicht treffen, dürfte es sehr eng für die Borussen in der nächsten Runde werden.

Erling Haaland hat für seine 20 CL-Tore gerade mal 14 Einsätze gebraucht
Erling Haaland hat für seine 20 CL-Tore gerade mal 14 Einsätze gebraucht © Imago

6. REAL MADRID

Die Königlichen treten in dieser Spielzeit nicht mit der gewohnten Souveränität auf, in der Gruppenphase verloren die Spanier beide Spiele gegen Donezk. Trotzdem stellte Atalanta Bergamo das Team von Trainer Zinedine Zidane in der letzten Runde nicht vor allzu große Probleme.

Knüpft Real an diesen Auftritt an und findet zu alter Siegermentalität zurück, dann kann die Mannschaft auch ins Halbfinale einziehen. Die nötige Erfahrung besitzen die Spieler. Dennoch ist den Madrilenen in diesem Jahr nicht unbedingt der ganz große Wurf zuzutrauen. In der Liga steht das Team um Toni Kroos auf dem dritten Rang, hinter dem FC Barcelona, der sich bereits gegen PSG aus der Königklasse verabschiedet hat.

5. FC LIVERPOOL

Nach dem Titel in der Champions League 2019 und der englischen Meisterschaft in der vergangenen Saison erlebt der FC Liverpool unter Trainer Jürgen Klopp gerade eine außergewöhnliche Schwächephase. Allerdings nur in der Premier League.

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Dort verloren die Reds seit Anfang Februar sechs von acht Partien. In der Königsklasse hingegen ist Liverpool voll auf Kurs. Auf den souveränen Gruppensieg folgte nun ein 4:0-Erfolg aus Hin- und Rückspiel über RB Leipzig.

Genau diese Top-Leistungen müssen die Engländer in der nächste Runde abrufen, dann ist auch für sie der Einzug ins Halbfinale realistisch.

4. PARIS SAINT-GERMAIN

Der Finalist des letzten Jahres will endlich den angestrebten CL-Titel gewinnen. Der Albtraum von vor vier Jahren gegen Barcelona ist überwunden. Gegen schwächelnde Spanier erzielte PSG auch ohne den verletzten Neymar fünf Tore, vier allein durch Kylian Mbappé.

Das Starensemble scheint wieder einmal auf dem richtigen Kurs zu sein, auch wenn in der Ligue 1 Tabellenführer Lille aktuell drei Punkte mehr auf dem Konto hat. Für Paris gilt: in dieser CL-Saison ist alles möglich.

Kylian Mbappé traf im Hinspiel gegen Barcelona gleich dreifach
Kylian Mbappé traf im Hinspiel gegen Barcelona gleich dreifach © Imago

3. FC CHELSEA 

Der FC Chelsea zählt in diesem Jahr wieder zu den Favoriten. Nach einer durchwachsenen ersten Saisonhälfte unter Trainer Frank Lampard hat nun Thomas Tuchel das Ruder erfolgreich übernommen. Der "neue Tüftler", wie ihn die Daily Mail bezeichnete, hat mit den Blues noch kein Spiel seit seinem Amtsantritt verloren.

Die vielen Spielerwechsel unter dem Neutrainer haben den Klub von der Stamford Bridge in der Liga wieder in die Spitzengruppe geführt. Unter "Wunderheiler" Tuchel finden auch Kai Havertz und Timo Werner wieder zu alter Form zurück. Bestes Beispiel: beide waren an der Entstehung des Führungstores im Achtelfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid beteiligt. Beim 2:0 wurde einmal mehr die neue Stärke unter Tuchel offensichtlich. Seit nunmehr sechs Pflichtspielen haben die Blues kein Gegentor mehr kassiert.

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Bleibt Chelsea in der Königsklasse auch weiterhin so stabil, kann Tuchel die Londoner an die europäische Spitze führen.

2. FC BAYERN München

Als aktueller Titelträger sind die Münchner auch in dieser Saison noch ohne Niederlage in der Champions League - und damit einer der großen Favoriten. Allein in den Achtelfinal-Spielen gegen Lazio Rom stellte der Bayern-Angriff mit sechs erzielten Treffern seine Offensivpower unter Beweis.

Und nicht nur das: Mit 19 Teilnahmen am Viertelfinale der Königsklasse stellten die Münchner in dieser Hinsicht einen Rekord auf.

Trotzdem sind sie in dieser Spielzeit nicht so dominant wie in der vergangenen Saison. 35 Gegentore in der Bundesliga sind bei den üblichen Ansprüchen klar zu viel. Bekommt Trainer Hansi Flick diese Probleme im Saisonendspurt in den Griff, ist der FCB nur schwer zu stoppen - national und international.

1. MANCHESTER CITY

Auch wenn es zu erwarten war, dass Gladbach in der aktuellen Form für Manchester City nicht zum Problem werden sollte, gilt das Team von Trainer Pep Guardiola spätestens nach dem dominanten 4:0 aus Hin- und Rückspiel als Top-Favorit.

Seit 706 Minuten kassierten die Citizens in der Königsklasse kein Gegentor mehr. Souverän an der Premier-League-Tabellenspitze haben die Engländer die Möglichkeit, diese Spielzeit mit vier Titeln (Liga, CL, FA Cup, Carabao Cup) zu krönen.

Für den ehemaligen Bayern-Akteur und heutigen TV-Experten Owen Hargreaves steht fest: "Die einzige Mannschaft, die ich sehe, die sie stoppen kann, ist Bayern München." Aber dazu müsse das Team um den aktuell auftrumpfenden Ilkay Gündogan einen schlechten Tag erwischen. Andernfalls scheint es derzeit fast unmöglich, ManCity den Titel streitig zu machen.

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