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Liverpool-Trainer Jürgen Klopp schließt einen Karriere-Verlauf wie bei Jupp Heynckes aus. Und sagt seine Meinung zu einem Bayern-Wechsel und Mario Götze.

Trainer Jürgen Klopp vom FC Liverpool kann sich ein relativ frühes Karriere-Ende sehr gut vorstellen. "Ich werde nicht im Alter von Jupp Heynckes noch als Trainer arbeiten. Ich bewundere, was er macht, aber ich werde das nicht tun. Das ist eine ganz klare Entscheidung, da kann auch fragen wer will", sagte der 50-Jährige im Interview bei Sky.

Es sei keineswegs ausgeschlossen, "dass ich deutlich früher als das Trainer normalerweise tun, sage: 'Das war es jetzt'", so Klopp: "Ich spüre, dass es super intensiv ist, und ich habe nicht vor, auf der Trainerbank über die Wupper zu gehen."

Klopp will Pause nach Liverpool machen

Schon nach seiner Zeit in Liverpool werde er "sicher ein Jahr Pause machen, das ist ein klares Agreement mit meiner Familie. Aus heutiger Sicht ist es nicht ausgeschlossen, dass ich dann auch sage: 'Das hat jetzt auch echt Spaß gemacht.'" Klopps Vertrag bei den Reds läuft noch bis 2022.

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Jupp Heynckes war im vergangenen Oktober im Alter von 72 Jahren auf die Trainerbank von Bayern München zurückgekehrt und führte den Klub nach der Entlassung von Carlo Ancelotti zur sechsten Meisterschaft in Folge.

In DFB-Pokal und Champions League sind die Bayern weiterhin vertreten und dürfen damit auf das Triple hoffen. Im Sommer wird Heynckes durch Niko Kovac beerbt, derzeit noch Trainer bei Eintracht Frankfurt.

Berater: "Bayern wurde nie konkret"

Auch Klopp war in den Medien immer wieder lose als Heynckes-Nachfolger gehandelt worden, eine Anfrage gab es allerdings nie wie er betont.

"Wenn Bayern wirklich interessiert gewesen wäre - unabhängig davon, ob ich es gemacht hätte – wäre das ein komplizierter Wechsel gewesen, denn ich stehe hier noch vier Jahre unter Vertrag. Deswegen macht es total Sinn, dass sie nicht angefragt haben."

Ein Thema war der Rekordmeister in der Vergangenheit dennoch immer wieder einmal, wie sein Berater Marc Kosicke zuletzt bei SPORT1 verriet: "Man muss sagen, Bayern war öfter mal ein Thema, weil Jürgen Uli Hoeneß sehr gut kennt. Aber es war nie der richtige Moment, wurde nie konkret."

Damals war Franz Beckenbauer noch Präsident, 2006 stand Jürgen mit ihm gemeinsam auf der Bühne als TV-Experte. "Die verstehen sich heute noch gut und haben Kontakt. Aber Jürgen kann durchaus seine Karriere als Trainer irgendwann beenden, auch ohne den FC Bayern trainiert zu haben", so Kosicke.

Auch wenn "einen der größten Klubs Europas zu trainieren, nichts ist, was nicht reizvoll" sei.

Rückkehr zum BVB möglich

Eine Ausstiegsklausel habe der gebürtige Schwabe demnach "noch nie" in einem seiner Verträge stehen gehabt.

Dennoch scheint eine Rückkehr in die Bundesliga nicht ausgeschlossen, wenn auch nicht unbedingt als Trainer. "Ich hatte in Mainz und Dortmund eine Weltklasse-Zeit - wahrscheinlich gehe ich irgendwann dorthin zurück. Als Trainer muss das aber nicht unbedingt sein", so der 50-Jährige, der betont, dass seine Zeit bei den Schwarzgelben dafür einfach "zu gut" gewesen sei.

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Im gleichen Atemzug spricht der Erfolgstrainer auch das Thema Mario Götze an, der unter ihm den Durchbruch in der Bundesliga schaffte und 2013 per Ausstiegsklausel zum Rekordmeister wechselte : "Es wurde damals die Entscheidung getroffen, dass er zu Bayern München geht. Nicht nur von Mario alleine, sondern von der Familie und den Bayern logischerweise auch. Das hat dann einfach nicht gepasst."

Das Leistungsniveau seines Ex-Schützlings sieht er nach wie vor intakt.

"Jetzt ist Mario wieder topfit – Normalität ist jetzt das, was er braucht. Mario Götze ist heute ein um keinen Deut schlechterer Fußballspieler als er es als junger Spieler war.“

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