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München - Der FC Liverpool hat wieder einen neuen Helden aus der Stadt. Curtis Jones erinnert mit seiner Technik und seinem Werdegang gleich an mehrere Legenden.

Nein, unter den Torschützen im Kracher der Premier League taucht sein Name nicht auf.

Liverpools Treffer zum 2:1-Erfolg über Tottenham Hotspur markierten Mohamed Salah und Firmino, der in der 90. Minute per Kopf das viel umjubelten Siegtor erzielte. (Spielplan der Premier League)

Zum Man of the Match aber wurde er gewählt: Curtis Jones!

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Wer das Spiel an der Anfield Road nicht live im TV oder per Stream verfolgen konnte, dem wurde spätestens beim Blick in die sozialen Medien klar, warum diese Auszeichnung nur an das 19 Jahre alte Supertalent gehen konnte. (Tabelle der Premier League)

Curtis mit beeindruckenden Werten

Da sind zunächst Zahlen zu lesen, die ein nahezu perfektes Spiel des Mittelfeldakteurs wiedergeben.

106 seiner 113 Pässe kamen bei den Mitspielern an, 16-mal drang er ins letzte Drittel des Gegners ein, er verzeichnete neun Balleroberungen, gewann vier von fünf Kopfballduellen und bereitete zwei Torchancen vor.

Was diese Zahlen aber nicht ausdrücken, ist die Eleganz und die Selbstverständlichkeit, mit der sich der Teenager zwischen den Strafräumen bewegte.

Auf einem Video ist zu sehen, wie er sich mit einem Hackentrick und einem Doppelpass seine Gegner vom Leib hält. Es ist eine Szene, die selbst Diego Maradona oder Lionel Messi nicht besser hätten lösen können.

Ob Andres Iniesta das geschafft hätte, ist ebenfalls zu bezweifeln. Dabei wurden nach dem Aufritt am Mittwochabend schon Vergleiche mit dem legendären Mittelfeldspieler des FC Barcelona und der spanischen Nationalmannschaft gezogen.

Lineker schwärmt von Curtis

Gary Lineker, englischer Ex-Nationalspieler und seit vielen Jahren einflussreicher TV-Experte, frohlockt auf Twitter bereits: "Was für ein entzückender Fußballer. Curtis Jones wird ein verdammt guter Fußballer werden."

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Noch hat Jones kein Länderspiel für England bestritten. Wenn er aber so weitermacht, dürfte sein Debüt für die "Three Lions" nur noch eine Frage der Zeit sein.

Auch bei den Reds steht er schon jetzt vor einer goldenen Zukunft. Er könnte in den nächsten Jahren das Gesicht des Liverpool Football Club werden, auch weil er ein echter "Scouser" ist. So werden Menschen genannt, die in Liverpool geboren und groß geworden sind.

Liverpool-Coach Klopp: "Curtis ist unser Junge"

"Curtis ist unser Junge, Gott sei Dank", schwärmte Reds-Coach Jürgen Klopp nach dem Spiel gegen Tottenham von seinem Youngster, der wohl am meisten von der derzeitigen Verletzungsserie beim LFC profitiert.

"Stellen Sie sich mal vor, man müsste ihn noch verpflichten", richtet Klopp schon jetzt süffisante Grüße an die englische und europäische Konkurrenz aus. "Er ist schon seit vier Jahren bei uns will auch hier bleiben, das ist ein absoluter Top-Spieler."

Dass er tatsächlich den Klub in seinem Herzen trägt, hat Jones schon zu Beginn des Jahres demonstriert, als er im Januar im FA-Cup gegen den Stadtrivalen Everton nach seinem entscheidenden Tor mit dem Finger auf das Wappen auf seiner Brust zeigte.

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Auch in dieser Champions-League-Saison gelang dem 19-Jährigen schon ein wichtiger Treffer. Sein 1:0 am 5. Spieltag gegen Ajax Amsterdam war das Tor das die Reds vorzeitig ins Achtelfinale schickte, wo im Februar und März RB Leipzig wartet.

Gerrard trainierte Jones

Und dann ist da natürlich noch der Vergleich mit der jüngsten von vielen Liverpool-Legenden.

Auch Steven Gerrard, der Liverpool 2005 erstmals seit 21 Jahren wieder zum Triumph in der Königsklasse führte, ist ein "Scouser".

So wie Jones gegen die Spurs beherrschte auch der heute 40-Jährige das Mittelfeld der Reds. Auch Gerrard trug zu Beginn seiner Karriere die Nummer 17 auf dem roten Trikot.

Als der langjährige Kapitän nach seiner aktiven Laufbahn in der Jugend-Akademie des Vereins seine ersten Schritte als Trainer unternahm, kreuzten sich auch die Wege der beiden. Gerrard trainierte in der Saison 2017/18 die U18-Mannschaft der Reds, in der Jones schon zu dieser Zeit auf sich aufmerksam machte.

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Der ehemalige Liverpool-Verteidiger Stephen Warnock erkundigte sich damals bei Gerrard nach Jones, den er noch nicht kannte.

"Ich erinnere mich noch, als ich Steven fragte, wir der Spieler sei, der so elegant an seinen Gegenspielern vorbeizog, bei dem alles so leicht aussah", sagte Warnock bei Sky Sports.

Gerrard habe sich nur umgedreht und gesagt: "Jones hat alles, um ein Top-Star zu werden. Wenn seine Einstellung stimmt, wird er es bis ganz nach oben schaffen."

Wer könnte das besser einschätzen, als Steven Gerrard?

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