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München - Nach dem Coup gegen Liverpool fällt Ralph Hasenhüttl weinend auf die Knie. Nur einen Monat später hat sich die Situation in FC Southampton komplett gedreht.

Gut einen Monat ist es erst her, als Ralph Hasenhüttl auf die Knie gesunken war und ihm Freudentränen über die Wangen liefen.

Kurz zuvor hatte der Trainer des FC Southampton in der Premier League mit seinem Team überraschend Titelverteidiger FC Liverpool mit 1:0 bezwungen. (Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Die Bilanz von Southampton in den fünf folgenden Premier-League-Spielen: 0 Punkte, 3:18 Tore. Absturz auf Rang 13. Negativer Höhepunkt war dabei zweifelsohne die 0:9-Klatsche bei Manchester United.

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Kurios: Für Hasenhüttl war es bereits die zweite 0:9-Niederlage in der Premier League mit Southampton innerhalb von anderthalb Jahren. Nicht viele Trainer erleben zwei solche Klatschen beim gleichen Verein.

Southampton so schlecht wie 1998

Aber auch die jüngste Niederlage dürfte sich für Hasenhüttl kaum besser angefühlt haben. Beim 2:3 in Newcastle spielte der Gegner die letzten 18 Minuten sogar in doppelter Unterzahl - doch auch das half Southampton nicht.

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Es war die fünfte Niederlage in Folge, was Southampton zuletzt 1998 passiert ist.

"Wenn du Tore wie wir heute kassierst, hast du ein Problem. Es kann nicht sein, dass jede Chance ein Tor ist. Das ist unmöglich in der Premier League", sagte Hasenhüttl danach: "Wir müssen schnell einen Weg finden, wie wir besser verteidigen. Wenn nicht, wird es sehr schwer Spiele zu gewinnen."

Das wird es wohl sowieso, denn Hasenhüttl fehlen weiterhin zahlreiche Spieler. Bei der 0:9-Klatsche in Manchester war für ihn daher nicht einmal das Ergebnis das Schlimmste: "Am enttäuschendsten für mich ist die zweite Rote Karte. Da verliere ich einen weiteren Spieler, und ich habe keinen mehr. Das tut am meisten weh."

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Southampton-Fans halten zu Hasenhüttl

Die Southampton-Fans wissen um die Verletzungsmisere im Klub und stehen daher in der Mehrzahl weiter klar hinter Hasenhüttl, wie sie auf Social Media reihenweise kundtaten.

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Hasenhüttl zeigte sich gerührt und bedankte sich für die "unglaubliche Unterstützung". "Diese Unterstützung, die ich von außerhalb erhalten habe - ich muss sagen, ich habe so etwas noch nie zuvor in meiner Karriere als Trainer erlebt", sagte der Österreicher bei einem Pressetermin am Donnerstag.

Der 53-Jährige ist sich jedoch bewusst, dass trotz aller Verletzungssorgen bald wieder Erfolge eingefahren werden müssen. Denn sonst rutscht Southampton in absehbarer Zeit in den Tabellenkeller, und auch seine Person könnte in Frage gestellt werden, obwohl er erst im Juni einen Vertrag bis 2024 unterschrieben hatte. (Die Tabelle der Premier League)

Hasenhüttl muss Wende einleiten

Umso wichtiger werden die beiden folgenden Spiele gegen Wolverhampton, erst unter der Woche im FA Cup (FA Cup: Wolverhampton Wanderers - FC Southampton, Do., ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) und schließlich am Wochenende in der Premier League. Gegen einen Gegner auf Augenhöhe sollten dringend Punkte her.

Den Southampton-Fans macht dabei Hoffnung, wie Hasenhüttl die Kurve mit seinem Team nach der ersten 0:9-Klatsche gegen Leicester City im Oktober 2019 bekommen hatte. Nach zwei knappen Niederlagen gegen die starken Teams Manchester City und FC Everton folgten ein Remis beim FC Arsenal und anschließend zwei Siege.

Ähnliches soll auch diesmal gelingen, schließlich haben Hasenhüttl und sein Team einen einzigartigen Bonus. "Wir haben diese Erfahrung in der Premier League schon einmal gemacht. Wir sind einmal aufgestanden und wir werden erneut aufstehen", sagte Southamptons Trainer.

Am besten bereits bei den folgenden beiden Duellen mit Wolverhampton.

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