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München - Offiziell bestätigt: Shield-Gründungsmitglied Dean Ambrose verlässt WWE nach WrestleMania 35. Zieht es ihn zum neuen Rivalen AEW?

Seine Fans hatten noch bis zum Schluss gehofft, doch er hat es durchgezogen.

Der Topstar und frühere WWE-Champion Dean Ambrose hat seinen Vertrag mit der Liga auslaufen lassen und sich in Brooklyn bei der TV-Show Monday Night RAW nach WrestleMania 35 von den Zuschauern verabschiedet - genau so, wie es schon im Januar nach dem Royal Rumble 2019 durchgesickert war.

Einen entsprechenden Bericht des Pro Wrestling Torch hatte WWE damals auf ihrer Homepage bestätigt, ihm Glück gewünscht und gehofft, dass er "eines Tages zurückkehrt".

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Der angebliche Grund für Ambroses Abgang: Er soll unzufrieden über die Ausrichtung seines Charakters sein, auch die Aussicht auf eine Gehaltserhöhung habe ihn laut Torch nicht umstimmen können. Ob es ihn zu AEW zieht, ist ungewiss, liegt aber nahe: Ambrose passt perfekt in deren Konzept.

Verlust würde WWE hart treffen

Sollte Ambrose sich der Liga von Cody Rhodes und den Young Bucks anschließen, wäre das der wohl bislang schmerzhafteste Schlag für WWE im noch jungen Konkurrenzkampf mit dem neuen Mitbewerber.

Anders als der 48 Jahre alte Chris Jericho ist Ambrose mit 33 im besten Wrestler-Alter, anders als Kenny Omega wäre er nicht nur ein Gewinn für AEW, sondern ist auch ein unmittelbarer Verlust für WWE.

Und die für die Liga von Vince McMahon vielleicht bitterste Pille: Ambrose war Gründungsmitglied der erfolgreichen Gruppierung The Shield mit Roman Reigns und Seth Rollins. Ohne Ambrose gibt es keine Möglichkeit zur Reunion des Original-Shield mehr, eine sprudelnde Merchandise-Quelle versiegt. Zu Ambroses Abschied hatte sich The Shield nochmal für ein letztes Match bei Fastlane vereint, Reigns und Rollins waren auch bei seiner Abschiedsrede in Brooklyn dabei.

Kongenialer Partner von Roman Reigns und Seth Rollins

Der in Cincinnati geborene Ambrose (bürgerlich: Jonathan David Good) unterschrieb 2011 bei WWE, vorher war er in der Independent-Szene als Jon Moxley bekannt.

Im WWE-Hauptkader kam er 2012 mit The Shield groß raus, 2016 gewann er das Money-in-the-Bank-Leitermatch und wurde danach auch zum ersten und einzigen Mal WWE-Champion. Im Jahr 2018 warfen ihn eine Armverletzung und eine lebensgefährliche Infektion zurück, im Sommer kam er zurück und bekam einen neuen Charakter als Bösewicht: Er wandte sich am Tag, an dem sein Shield-Partner Roman Reigns seine Leukämie-Erkrankung bekannt gab, gegen Rollins und attackierte ihn.

Dass Ambrose (verheiratet mit WWE-Kommentatorin Renee Young) latent unzufrieden sein soll, ist in der Szene ein offenes Geheimnis. Der Torch zitiert eine Quelle mit den Worten, dass Ambrose "hokey shit" ("künstlichen Scheiß") nicht möge und dass das in der von Drehbuchautoren durchchoreographierten WWE-Welt immer ein Problem sei.

Auch andere Medien berichten, dass es Ambrose immer ein Dorn im Auge war, fremdgesteuert zu werden und dass seine Redesegmente für ihn geskriptet worden seien.

AEW - eine glückliche Fügung?

Die neue Karriere-Option AEW wirkt da aus Ambroses Sicht wie eine glückliche Fügung: Sein früherer WWE-Kollege Rhodes hat nach seinem Abgang 2016 ähnliche Kritik formuliert.

In seiner neuen Rolle als ausführender Vizepräsident von AEW hat Rhodes schon angekündigt, dass er den Einfluss externer Drehbuchautoren in seiner Liga auf ein Minimum reduzieren und es den Wrestlern selbst überlassen will, ihre Auftritte zu gestalten.

Und auch wenn Geld nicht Ambroses Antrieb sein soll: Dass AEW im Fall Chris Jericho gezeigt hat, dass es für Topstars Millionengehälter zu zahlen bereit ist, wird ihm auch entgegenkommen.

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