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FC Bayern: Goretzka hat überhaupt nichts falsch gemacht - Kommentar von SPORT1-Chefreporter Kerry Hau

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FC Bayern: Goretzka hat überhaupt nichts falsch gemacht - Kommentar von SPORT1-Chefreporter Kerry Hau

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Goretzka wird unrecht getan

Goretzka wird unrecht getan

Dass Leon Goretzka seine Stammplatzambitionen öffentlich kundtut, ist nicht falsch. Dass er dafür kritisiert und als Unruhestifter ausgemacht wird, schon. Ein Kommentar von SPORT1-Chefreporter Kerry Hau.
Nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Barcelona stellt sich die Frage, ob dieser überhaupt verdient war oder man sich eher glücklich schätzen darf.
Kerry Hau
Kerry Hau

Ein Satz, der dem Nationalspieler um die Ohren flog – in den Medien, aber auch an der Säbener Straße. Sogar ein paar Mitspieler sollen alles andere als begeistert darüber gewesen sein, wie deutlich ihr Kollege seine Stammplatz-Ambitionen kundtat.

Dabei hat Goretzka überhaupt nichts falsch gemacht! Im Gegenteil. Der 27-Jährige ist mittlerweile ein Führungsspieler, nicht ohne Grund seit dieser Saison auch Teil des Mannschaftsrats.

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Und von Führungsspielern wünscht man sich, dass sie auf dem Platz mit Leistung vorangehen, was Goretzka nach seiner Einwechslung am Dienstagabend gegen den FC Barcelona zweifellos tat. Und eben auch, dass sie eine klare Meinung vertreten – hinter den Kulissen, aber auch vor laufenden Kameras. (EINZELKRITIK: Die Noten der Bayern-Spieler)

Spieler im „Beamtenstatus“, die ein Blatt vor den Mund nehmen, gibt es in diesem Geschäft genug. Was hätte Goretzka auch sonst auf die Frage antworten sollen, ob es trotz der gewachsenen Konkurrenz auf seiner Position sein Anspruch sei, zwei Monate vor dem Start der WM immer zu spielen? Ihn deshalb plötzlich als Unruhestifter darzustellen? Ungerecht!

Goretzkas Ärger nachvollziehbar

Deshalb ist Goretzkas Ärger über die Kritik an ihm in den vergangenen Tagen auch nachvollziehbar – obwohl sein Startelf-Statement nicht DER Auslöser für die Berichte über das „Kabinen-Brodeln“ bei den Bayern war. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League).

Dass sich zuletzt mehrere Spieler nicht zufrieden mit ihren Rollen und der Kommunikation vonseiten des Trainerteams zeigten, das ließ nach Hasan Salihamidzic im STAHLWERK-Doppelpass auch Oliver Kahn am Rande des Triumphs über den FC Barcelona durchblicken.

Der FC Bayern München schlägt den FC Barcelona mit 2:0. Vor allem zwei Spieler bekommen von Sportvorstand Hasan Salihamidzic Sonderlob.
00:38
Champions League: Hasan Salihamidzic nach Barca-Sieg mit Sonderlob für Spieler

„Wenn wir ehrlich sind“, meinte der Vorstandsboss, „war das beim FC Bayern doch schon immer so. Für die, die nicht spielen, ist es natürlich schwierig. Aber da muss man auch mal ins Bett beißen, die Entscheidung des Trainers respektieren, weitermachen und auf seine Chance lauern. Die wird sowieso für alle kommen. Wir brauchen jeden einzelnen Spieler!“

Konkurrenz belebt das Geschäft

Vor allem brauchen die Bayern Goretzka in dieser Verfassung! Bringt er so wie gegen Barca seine Leistung, steht es ihm ohnehin zu, sich zu äußern wie vergangene Woche in Mailand.

Was keineswegs heißen soll, dass der plötzliche Gewinner Marcel Sabitzer es nicht auch verdient von Beginn an neben Joshua Kimmich zu spielen. Oder Ryan Gravenberch, der allein aufgrund seiner überzeugenden Trainingsleistungen mehr als 218 Pflichtspielminuten auf seinem Konto haben müsste. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League).

Am Ende liegt es an Julian Nagelsmann, diesen Konkurrenzkampf geschickt zu moderieren und von Spiel zu Spiel abwägen, was das Beste für sein Team ist. Gegen das feinfüßige Barca-Mittelfeld war es zweifellos Goretzka, der mit seiner Wu(ch)t zum „Gamechanger“ wurde. Ein Auftritt, der zeigte: Konkurrenz belebt das Geschäft! (SERVICE: So bitter lief die Lewy-Rückkehr)

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