Fußball-Experte Dietmar Hamann hat Englands Mittelfeld-Star Jude Bellingham für sein Auftreten auf dem Platz scharf kritisiert. Besonders sein „Wer sonst?“-Jubel nach seinem Fallrückzieher-Tor im Viertelfinale missfiel dem 50-Jährigen.
These zu Bellingham schlägt Wellen

„Ohne die Kollegen bist du nichts – und wenn er sich dann hinstellt und das sagt, dann würde es mich mal interessieren, was seine Teamkollegen sagen. Außer seinen Toren war er in den ersten vier Spielen nicht zu sehen“, sagte Hamann der Bild.
Dementsprechend spricht Hamann sogar von einem möglichen „Segen“ für den britischen Trainer Gareth Southgate, sollte Bellingham wegen seines obszönen Jubels für das Viertelfinale gegen die Schweiz gesperrt werden. Eine These, die auch in England für Wellen schlägt - beim Online-Auftritt der Daily Mail wurde die Meldung dazu an die höchste Position gesetzt.
EM: Obszöner Bellingham-Jubel
„Die meisten sehen, dass das mit dieser Aufstellung nicht funktioniert. Nur Southgate nicht. Das ist ein schmaler Grat zwischen Loyalität und Sturheit“, analysiert der jahrlange Profi vom FC Liverpool.
Bellingham hatte nach seinem entscheidenden Tor im Spiel gegen die Slowakei seine Hand geküsst und anschließend in seinen Schritt gefasst. Ob der Brite gesperrt wird, entscheidet sich vermutlich erst unmittelbar vor dem Viertelfinale.
Erinnerung an Skandal-Aussage über Zwayer
Hamann erinnert sich in diesem Zusammenhang auch an eine Bellingham-Aktion aus dem Jahr 2021. „Sein Verhalten gefällt mir nicht. Da gab es schon mal seine Aussage vor zweieinhalb Jahren in Dortmund über Schiedsrichter Felix Zwayer, wo er mit einer Geldstrafe davongekommen ist, aber meiner Meinung nach hätte gesperrt werden müssen.“
Der Brite hatte in seiner Zeit bei Borussia Dortmund nach einer 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern München behauptet, dass Zwayer „schon mal Spiele verschoben“ hätte.