Ein Comeback mit schönen Grüßen an Thomas Tuchel
Pressechef greift bei City-Frage ein - und Tuchel grinst
Trent Alexander-Arnold gibt sein Comeback in der englischen Nationalmannschaft. Der Rechtsverteidiger überzeugt beim Sieg in Tschechien. Mitspieler Anthony Gordon lässt mit einer vielsagenden Kritik an Nationalcoach Thomas Tuchel aufhorchen.
Trent Alexander-Arnold hat mit seiner Leistung am Dienstagabend eine Bewerbung mit vielen guten Argumenten bei Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel abgegeben, um künftig wieder zum Stammpersonal der Three Lions zu gehören.
Erstmals seit Oktober 2024 und der Weltmeisterschaft, für die er nicht nominiert worden war, stand der Rechtsverteidiger wieder in der Startelf und lieferte prompt den Assist zum wichtigen 1:0 gegen Tschechien.
Lob von Thomas Tuchel nach Torvorlage
In der 47. Minute flankte Alexander-Arnold nach einem tschechischen Fehler im Aufbau aus dem rechten Halbfeld auf den zweiten Pfosten. Dort fand er völlig freistehend Anthony Gordon, der den Ball mit dem Kopf neben den rechten Pfosten ins Tor nickte. Der Bann für das Tuchel-Team war gebrochen. Bayern-Star Harry Kane erzielte in der 69. Minute den 2:0-Endstand.
„Wir haben nie daran gezweifelt, dass er solche Vorlagen liefern kann“, sagte Tuchel nach dem Spiel und fügte hinzu: „Ich glaube, die Position in der zweiten Halbzeit – etwas tiefer – passte besser zu ihm als die höhere Position in der ersten Hälfte. Insgesamt denke ich, dass wir eine gute und professionelle Leistung gezeigt haben.“
Zuspruch von Teamkollege Anthony Gordon
Der deutsche Trainer betonte, dass der Rechtsverteidiger eine große Hilfe dabei gewesen sei, die Partie über 90 Minuten so konzentriert heruntergespielt zu haben, denn „er ist sehr sicher am Ball und kann mit seinen Flanken entscheidend sein.“
Tuchel attestierte ihm eine gute Leistung und lobte, der 27-Jährige habe mit der „entscheidenden Aktion, die zum Tor geführt hat“, gezeigt, was für Qualitäten in ihm stecken.
Nutznießer der Torvorlage war Gordon, der sich nach dem Sieg sehr für seinen Mitspieler freute. „Nur wenige Spieler haben die Fähigkeiten, die Technik und den Mut, diese Flanke zu schlagen. Deswegen ist er so gut, und ich wollte unbedingt aus diesem Grund mit ihm spielen“, sagte Gordon im englischen TV bei der BBC.
Vielsagende Kritik an Tuchel
Mit Blick auf Alexander-Arnolds Nicht-Nominierung für die WM fügte Gordon hinzu: „Er hatte seine eigene Reise mit England. Er hätte wohl mehr spielen sollen.“ Der England-Star korrigierte sich daraufhin sofort und schob hinterher: „Spielen wollen, sorry.“
Ein kleiner Versprecher mit womöglich vielsagender Bedeutung: Zwar kam England in den USA, Kanada und Mexiko bis ins Halbfinale, doch vor allem die Rechtsverteidigerposition machte das ganze Turnier Sorgen – nicht nur aus verletzungsbedingten Gründen. Ein Alexander-Arnold, wenn auch zu dieser Zeit in schlechterer Form, hätte dem Team durchaus weiterhelfen können, meinten schon damals diverse Fans und Experten.
Alexander-Arnold hat immer an Rückkehr geglaubt
Der Spanien-Legionär von Real Madrid selbst schwärmte nach seiner Rückkehr in die Nationalmannschaft regelrecht: „Es ist fantastisch, es ist immer eine Ehre, mein Land zu vertreten. Es ist schon lange her, aber ich habe immer daran geglaubt, dass ich für England spielen kann.“
Alexander-Arnold fügte hinzu, dass dieser Glaube immer da gewesen sei und es für ihn vor allem darum ging, seine Qualitäten wieder auf Vereinsebene unter Beweis zu stellen, um sich wieder zu empfehlen. „Der Trainer hat mir eine Chance gegeben, hoffentlich ist er zufrieden mit meiner Leistung“, sagte der 27-Jährige abschließend.
Für ihn und England geht es am kommenden Samstag (ab 18 Uhr im LIVETICKER) mit dem Auswärtsspiel in Kroatien weiter, ehe der Abschluss der XXL-Länderspielperiode am darauffolgenden Dienstag (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) zu Hause gegen Tschechien ansteht. Nach dem Auftritt vom Dienstagabend wird Tuchel wahrscheinlich erstmal nicht mehr so schnell an Alexander-Arnold vorbeikommen.