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Handball-EM: Dänemark-Star am Tag vor Finale noch immer im Krankenhaus

Dänemark-Star noch immer in Klinik

Bei der Handball-EM werden die dänischen Sorgen vor dem Finale gegen Deutschland größer. Abwehrchef Simon Hald muss bereits während des Halbfinals gegen Island ins Krankenhaus und ist noch immer dort.
Dänemark steht im Finale der Heim-EM 2026 und trifft dort auf Deutschland. Im Halbfinale gegen Island entwickelt sich eine intensive Partie.
Bei der Handball-EM werden die dänischen Sorgen vor dem Finale gegen Deutschland größer. Abwehrchef Simon Hald muss bereits während des Halbfinals gegen Island ins Krankenhaus und ist noch immer dort.

Es ist das nächste große Handball-Finale zwischen Deutschland und Dänemark. Während das DHB-Team bei der EM 2026 auf eine Revanche nach der Demütigung im verlorenen Olympia-Endspiel hofft, machen sich beim dänischen Gegner große Sorgen breit.

Beim 31:28-Sieg im Halbfinale gegen Island mussten die Dänen die gesamte zweite Halbzeit ohne Abwehrchef und Kreisläufer Simon Hald absolvieren. Der ehemalige Flensburger hatte in der 22. Minute bei einem Abwehrversuch den Arm seines Gegenspielers Ellidi Vidarsson an den Kopf bekommen. Hald spielte zwar bis zur Pause weiter, fehlte nach dem Wiederbeginn aber auf der Platte und verschwand beim Stand von 20:19 in der Kabine.

„Simon fühlte sich unwohl, deshalb wurde er zur Untersuchung ins Krankenhaus gefahren. Mehr kann ich im Moment nicht sagen“, offenbarte Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen nach dem Spiel und ergänzte bei TV2 später: „Ich kann sagen, dass es ihm gut geht, aber wir müssen natürlich überprüfen, ob es vertretbar ist, ihn am Sonntag spielen zu lassen.“

Handball-EM: Hald noch immer im Krankenhaus

Am Tag nach dem Halbfinale gibt es noch keine positiven Nachrichten rund um den Kreisläufer, denn er liegt auch am Samstag noch immer im Krankenhaus.

Das bestätigte Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen der dänischen Zeitung B.T.: „Simon geht es gut. Er ist noch im Krankenhaus, aber es geht ihm gut. Er muss noch einmal untersucht werden, und dann hoffen wir, dass Simon heute das Krankenhaus verlassen kann.“

Auch wenn Hald im Laufe des Tages noch das Krankenhaus verlassen kann, ist ein Einsatz im Finale alles andere als Sicher. Ein Ausfall würde die Personalsorgen im eigentlich so breit aufgestellten dänischen Kader weiter verschärfen. Magnus Saugstrup war bereits in der zweiten Hälfte am Freitag der einzige verbliebene Kreisläufer der Dänen. Die zweite Position im Innenblock musste derweil von Rückraumspieler Thomas Arnoldsen aufgefüllt werden.

Im bisherigen Turnierverlauf hatte sich bei Dänemark bereits Kreisläufer Lukas Jörgensen schwer verletzt, der nun auch der SG Flensburg-Handewitt bis zum Ende der Saison mit einem Kreuzbandriss fehlen wird. Dazu verpasste Emil Bergholt das Halbfinale gegen Island und wird laut Informationen des dänischen Verbands bei „den beiden verbleibenden Spielen der Handball-EM verhindert“ sein.

Pytlick zunächst verwundert: „Wo ist unser großer Mann?“

Darüber hinaus fehlen Dänemark die nötigen Alternativen im erweiterten Aufgebot. Andreas Magaard und Frederik Ladefoged sind mit Verletzungen ebenfalls nicht einsatzbereit.

Gegen Island bewiesen die Dänen in einem umkämpften Spiel aber, dass sie die Verletzungsmisere auf dem Feld auffangen können. Und das, obwohl die Umstände unter anderem für Rückraumschütze Simon Pytlick sehr plötzlich auftraten.

„Wir laufen herum und wollen uns in den letzten 30 Sekunden aufwärmen (vor der zweiten Halbzeit, Anm. d. Red.), und dann schauen wir uns an und sagen: ‚Wo ist unser großer Mann, der im Mittelblock stehen soll?‘“, erklärte der Bundesliga-Star bei TV2. Allerdings betonte er auch: „Er war nicht da, und dann sind eigentlich alle sehr anpassungsfähig. Wenn Hald die zweite Halbzeit nicht spielen kann, müssen wir reagieren. Und ich finde, das haben alle fantastisch gelöst.“

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