Anzeige
Home>Internationaler Fußball>

Transfermarkt: Gerücht um ter Stegen und Donnarumma - Blockbuster-Deal, was ist dran?

Internationaler Fußball>

Transfermarkt: Gerücht um ter Stegen und Donnarumma - Blockbuster-Deal, was ist dran?

Anzeige
Anzeige

Tausch der Torwart-Giganten?

Tausch der Torwart-Giganten?

Ein Tauschgeschäft rund um Gianluigi Donnarumma und Marc-André ter Stegen - es ist zunächst mal ein Gerücht, das in Spanien aufgeworfen wird. Doch was ist dran - und könnten die Keeper wirklich ihre Klubs verlassen?
Italiens EM-Held Gianluigi Donnarumma hat sich den Pokal tätowieren lassen. Der PSG-Neuzugang hat jetzt auch auf der Haut ein Andenken an diesen besonderen Moment.
Lukas von Hoyer
Lukas von Hoyer

Als Gianluigi Donnarumma im Sommer 2021 im Alter von 22 Jahren den AC Mailand verließ, hatte er 251 Pflichtspiele für den italienischen Traditionsklub absolviert. Eine fast unwirkliche Anzahl für einen so jungen Torwart.

Bei Paris Saint-Germain sind seitdem 13 Pflichtspiele hinzugekommen. Eine Statistik, die dem Italiener nicht passt. Nicht passen kann. Er wollte als Nummer eins in die französische Hauptstadt wechseln, muss sich nun aber mit einer Art Job-Sharing mit seinem PSG-Konkurrenten Keylor Navas begnügen. Auch deswegen macht nun ein wildes wie spannendes Gerücht die Runde.

Die spanische Zeitung Fichajes bringt ein Tauschgeschäft der besonderen Art ins Spiel. Donnarumma könnte demnach zum FC Barcelona wechseln und Barca-Keeper Marc-André ter Stegen im Tausch nach Paris gehen. Doch ist ein solcher Blockbuster-Transfer tatsächlich im Bereich des Denkbaren? Und könnten Donnarumma und/oder ter Stegen bald tatsächlich für einen anderen Klub auflaufen? (Zum SPORT1-Transferticker)

Das verbindet ter Stegen und Donnarumma

Die beiden Keeper verbindet ein Detail, das nicht unbedingt gewöhnlich ist. Beide waren bereits in jungen Jahren Stammtorhüter bei einem Erstligaklub und beide verließen ihre Heimat mit 22 Jahren. Bei ter Stegen war es ein Wechsel nach Katalonien. Bis dato hatte er 127 Pflichtspiele für Borussia Mönchengladbach absolviert.

Bei Barca entwickelte sich ter Stegen zu einer festen Größe und einem unumstrittenen Stammkeeper. Der „Lionel Messi unter den Torhütern“ wurde er in den spanischen Medien oftmals genannt. Der inzwischen 29-Jährige hat mittlerweile bei über 300 Pflichtspielen für die Katalanen im Kasten gestanden. Im Jahr 2020 verlängerte er sein Arbeitspapier bis zum Sommer 2025. Er wurde mit Barca viermal spanischer Meister und 2015 gewann er mit dem Klub die Champions League.

Doch in den letzten Monaten weht dem Keeper in Spanien zum ersten Mal seit sehr langer Zeit Kritik entgegen. „Ter Stegen und de Jong verdienen es nicht, in der Startelf zu stehen“, schrieb die Sport im Dezember 2021, nachdem ter Stegen beim 0:3 in der Königsklasse gegen den FC Bayern danebengegriffen hatte. Der ehemalige Gladbacher sei ein „unsicherer und unzuverlässiger Torhüter“ geworden, war in der Zeitung zu lesen.

Die Marca schrieb sogar von einer „Marc-André ter Statue“ und kritisierte: „Die schlechte Saison des deutschen Torhüters geht weiter. Er hat mit dem Wunder-Keeper der letzten Jahre nichts zu tun. In diesem Jahr würde er nicht mal ein Taxi anhalten.“

Zuletzt stabilisierte sich ter Stegen wieder, doch seine insgesamt eher schwache Spielzeit machen einen frühzeitigen Abgang erstmals denkbar. Vor allem dann, wenn die Katalanen mit Donnarumma den wohl verheißungsvollsten Torwart des nächsten Jahrzehnts bekommen könnten.

Donnarumma „der stärkste Torwart der Welt und basta“

Gegen einen baldigen Abschied von ter Stegen aus Katalonien dürfte der neue Barca-Coach Xavi sprechen. Er nannte den Keeper jüngst „einen der besten der Welt“ und scheint ihm seit seiner Ankunft den Rücken zu stärken.

Außerdem stellt sich rund um das Gerücht auch die Frage, warum PSG sich von Donnarumma trennen sollte. Der italienische Nationalkeeper wurde als Nummer eins der Zukunft geholt. Ein sensationeller Deal der Franzosen, die sich die Dienste des Torwarts ablösefrei sichern konnten. Der 22-Jährige hat einen Vertrag bis 2026 unterschrieben.

Derzeit kommt er allerdings nicht dauerhaft an Keylor Navas vorbei. Die gute Nachricht: Der Torwart aus Costa Rica ist 35 Jahre alt. Die schlechte Nachricht: Der Vertrag von Navas läuft noch bis 2024.

Die Perspektive ist für Donnarumma also mittelprächtig, solange PSG nicht (ähnlich wie Barca einst bei ter Stegen und Claudio Bravo) den jungen Keeper nach einer Timesharing-Übergangsphase dauerhaft ins Tor stellt. Für einen Torwart von Donnarummas Klasse, gerade erst Europameister geworden, dürfte es sich ohnehin nicht schön anfühlen, so oft auf der Bank zu sitzen.

Mit Zlatan Ibrahimovic äußerte sich ein Stürmerstar und ehemaliger Mitspieler von Donnarumma jüngst über das Schicksal des Keepers. „Das überrascht mich sehr. Ich weiß, dass es für den Trainer nicht einfach ist. Ich kenne Navas nicht, aber er ist auch ein großer Torwart. Sie haben zwei Phänomene im Tor. In meiner Welt ist aber Donnarumma heute die Nummer eins“, sagte der Schwede im Interview mit L´Equipe.

Ibrahimovic machte auch deutlich, dass er nicht wisse, ob man Torhütern einen Gefallen tue, wenn man diese ständig wechselt: „Ich bin es jedenfalls gewohnt, einen Torwart zu haben, der die Nummer eins ist, und der immer derselbe ist. Und über Donnarumma gibt es nichts zu diskutieren: Er ist der stärkste Torwart der Welt und basta. Ich habe mit ihm gespielt und weiß, wovon ich rede.“

Das Zlatan Ibrahimovic sich an seinem Geburtstag selbst beschenkt, hat inzwischen Tradition beim Schweden. Auch zum 40. gab es ein neues Luxus-Auto für seinen Fuhrpark.
01:03
Ibrahimovic beschenkt sich wieder selbst: Das ist sein Luxus-Fuhrpark

Fronten in Paris und Barcelona müssten sich verhärten

Wenn Donnarumma spätestens im Sommer den Platz als klare Nummer eins bei PSG einnehmen würde, dann dürfte das wilde Gerücht um einen Tausch mit ter Stegen eben ein solches bleiben. „Donnarumma ist die Zukunft. Leonardo hat ihn verpflichtet, er gilt intern als bester Torwart der Welt. Es würde keinen Sinn machen, ihn abzugeben“, schätzt L‘Équipe-Journalist David Fioux die Situation bei SPORT1 ein.

Verhält es sich allerdings so, dass Donnarumma nicht die klare Aussicht hat, die Nummer eins zu sein, dann könnte der Italiener durchaus auf einen Wechsel pochen, diesem müsste sein Klub aber erstmal entsprechen.

In Katalonien wirkt ein Abgang von ter Stegen unterdessen nicht mehr unmöglich, allerdings unwahrscheinlich. Vor allem, wenn ter Stegen ebenfalls ins Timesharing-Modell mit Navas wechseln müsste. Wenn Barca aber einen so jungen und ambitionierten Keeper wie Donnarumma im Tausch bekommen könnte, dann würden die Verantwortlichen sicherlich darüber nachdenken.

Wenn sich die Fronten in Barcelona und in Paris verhärten sollten, wäre ein derartig spektakulärer Tausch wohl tatsächlich vorstellbar.