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FC Barcelona: Sommer der Schande! Barca gibt verstörendes Bild ab

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FC Barcelona: Sommer der Schande! Barca gibt verstörendes Bild ab

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Barcas Sommer der Schande

Barcas Sommer der Schande

Der FC Barcelona sorgt seit Wochen für reihenweise Schlagzeilen - zumeist negative. Kurz vor dem Saisonstart in LaLiga gibt es inzwischen eine ganze Liste voller Fehltritte der Katalanen.
Der FC Barcelona gibt Geld aus, welches gar nicht da ist und verschuldet sich immer weiter. Damit macht sich der Verein nicht nur bei Ihren eigenen Fans unbeliebt.
Maximilian Huber
Maximilian Huber

Hohe Schuldenberge, fehlende Registrierungen der Neuzugänge und ein Präsident, der alles schön redet - das ist der FC Barcelona im Sommer 2022.

Die Katalanen stehen wenige Tage vor dem Start der neuen La Liga-Saison gegen Rayo Vallecano (LaLiga: FC Barcelona - Rayo Vallecano, Sa. ab 21 Uhr im LIVETICKER) vor zahlreichen Problemen.

SPORT1 fasst die Schandtaten des FC Barcelona zusammen:

- Barca scheitert mit 150-Millionen-Trick

Aufgrund fehlender Gelder kann der FC Barcelona seine Neuzugänge um Robert Lewandowski weiterhin nicht registrieren - auch, weil ein 150-Millionen-Trick nicht funktionierte.

Der FC Barcelona liegt zurzeit deutlich über der 2013 eingeführten Gehaltsobergrenze. Bei Überschreitung der Gehaltsobergrenze sind die Vereine in ihren Möglichkeiten, neue Spieler in den Kader aufzunehmen, eingeschränkt. Sie müssen neue Geldquellen, beispielsweise durch Spielerverkäufe oder zusätzliches externes Sponsoring, schaffen, um die Gehaltsobergrenze anzuheben.

Durch einen Bilanztrick wollten die Katalanen laut dem spanischen Radiosender Cope Mehreinnahmen von 150 Millionen Euro vortäuschen.

Barca verkaufte seine Fernsehrechte nicht direkt an die globale Investmentfirma Sixth Street, sondern gründete zuerst eine Firma namens Locksley Investment, welche die Fernseheinnahmen der Katalanen hält.

Barcelonas Transfermarkt kann in Anbetracht der finanziellen Probleme durchaus magisch wirken. Doch bei der Spielerregistrierung war Robert Lewandowski an erster Stelle, so Präsident Joan Laporta.
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FC Barcelona: Joan Laporta spricht über die Verpflichtung von Robert Lewandowski

Erst über Locksley wurden dann die Pakete (erst zehn Prozent, dann weitere 15 Prozent) an Sixth Street verkauft - und in der Folge vermeldete Barca insgesamt Einnahmen in Höhe von 667 Millionen Euro.

Das Problem: Barca soll vorher aus eigener Tasche rund 150 Millionen für Rechte an die eigene Firma Locksley überwiesen haben - diese wurden dann aber zusammen mit dem Geld aus den Deals mit Sixth Street als Einnahmen für TV-Rechte wieder an Barca verbucht.

So zahlte das Unternehmen Sixth Street wohl nur 517 Millionen Euro - und nur diese Summe registrierte La Liga.

Denn obwohl die Trickserei legal ist, akzeptierten die Liga-Bosse die 150 Millionen nicht als neues Einkommen - und Barca steckt weiter in der Klemme.

- Barca nimmt Depay die „9″ weg

Bei der offiziellen Vorstellung der Barca-Neuzugänge lief auch Robert Lewandowski vor 50.000 Zuschauern im Camp Nou auf - mit seiner üblichen Rückennummer 9. Doch diese Nummer hatte bis zuletzt eigentlich Memphis Depay in Barcelona getragen.

Superstar Robert Lewandowski ist am Freitag den Fans vom FC Barcelona vorgestellt worden - und hat dabei vor fast 60.000 Menschen im Camp Nou seine Fertigkeiten am Ball eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
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Robert Lewandowski macht bei seiner Vorstellung im Camp Nou Barca-Ikone nach

Barca-Präsident Joan Laporta erklärte bei der Vorstellung den Nummernwechsel: „Es ist eine Entscheidung des Vereins aus Gründen, die im Interesse des Vereins, des Images und der Öffentlichkeitsarbeit liegen, und sie ist getroffen worden. Memphis hat es verstanden“, sagte er bei der Pressekonferenz nach der Präsentation.

Welche Nummer nun Depay erhält, wurde nicht geklärt. Allerdings könnte die Wegnahme der Nummer 9 auch als weiterer Hinweis auf einen bevorstehenden Wechsel verstanden werden.

Der Niederländer spielt in den Planungen von Barca-Coach Xavi keine Rolle mehr und soll vor einem Wechsel zu Juventus stehen, auch der FC Chelsea und Tottenham Hotspur wurden zuletzt gehandelt.

Bei der US-Tour der Katalanen hatte Lewandowski noch die Rückennummer 12 getragen, doch seine Wunschnummer soll sogar Bestandteil seiner Vertragsklauseln gewesen sein.

- Die De-Jong-Saga

Die vielleicht zäheste Transfergeschichte des Sommers nimmt geradezu irrwitzige Züge an!

Seit Wochen will Barca-Präsident Laporta Frenkie de Jong angeblich loswerden, um mit der Ablöse die Neutransfers um Robert Lewandowski, Raphinha und Co. endlich bei der spanischen Liga registrieren zu können. Doch der Niederländer will die Katalanen nicht verlassen, ihm gefällt es in der Millionen-Metropole gut.

Neben de Jong will Barca noch weitere Spieler loswerden, um Gehälter zu sparen und Ablösen zu generieren. So sollen bis zum Ende der Transferphase offenbar noch Samuel Umtiti, Sergino Dest, Memphis Depay, Miralem Pjanic und Martin Braithwaite den Klub verlassen.

Der Verkauf des 2019 von Ajax Amsterdam gekommenen Frenkie de Jong scheint weiterhin Ziel Nummer eins der Katalanen zu sein - weshalb Barca zu drastischen Mitteln greift!

Nun soll dem Niederländer nämlich eine Annullierung seines aktuell bis 2026 laufenden Vertrages drohen. Die Barca-Bosse sollen dem Niederländer am 15. Juli mitgeteilt haben, dass seine Vertragsverlängerung, die der Mittelfeldstar mit den alten Barca-Bossen um Josep Maria Bartomeu im Oktober 2020 abgeschlossen hatte, „kriminell“ sei. De Jong solle stattdessen zu seinem alten Vertrag zurückkehren, mit dem er weniger Gehalt einstreichen würde.

Der FC Barcelona droht dem Niederländer zudem mit rechtlichen Schritten, sollte de Jong den Vorschlag nicht akzeptieren.

Medienberichten zufolge soll Man United großes Interesse an einer Verpflichtung von Frenkie de Jong zeigen. Der Barcelona-Profi ist zwar geschmeichelt, sehe aber keinen Grund für einen Wechsel.
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Frenkie De Jong mit Bekenntnis zu Barcelona: “Bin beim größten Verein der Welt”

Was dahinter stecken könnte? Womöglich will der Klub de Jong so zu einem Abgang bewegen. Barcelona muss dringend Geld einnehmen - oder aber seine Ausgaben reduzieren. Doch das dürfte bei de Jong wahrscheinlich auf taube Ohren stoßen: Weder er noch seine Berater sind aktuell bereit, auf Gehalt zu verzichten.

Deswegen will Barca dem früheren Ajax-Star im Ernstfall kündigen - oder ihn noch für viel Geld verkaufen.

Manchester United gilt seit geraumer Zeit als Interessent Nummer eins, die beiden Vereine verfügen zudem seit gewisser Zeit über eine Einigung. Lediglich de Jong hat dem Wechsel nicht zugestimmt. Zuletzt wurde aber auch der FC Chelsea ins Spiel gebracht, der im Gegensatz zum Ligarivalen aus Manchester in der Champions League spielt.

Nach all dem Hickhack mutet es beinahe absurd an, dass Barca-Boss Laporta nun bei Mundo Deportivo über de Jong sagte: „Er hat Angebote, aber wir wollen, dass er bleibt, und er will auch bleiben.“

Eines steht fest: Das letzte Kapitel der De-Jong-Saga ist noch nicht geschrieben.

- Neuzugänge könnten einfach wieder gehen

Die finanzielle Schieflage könnte sich nun auch auf zwei Neuzugänge der Katalanen auswirken. Wie ESPN berichtet, könnten die beiden Neuzugänge Andreas Christensen und Franck Kessié den FC Barcelona ablösefrei wieder verlassen, wenn sie nicht bis zum Auftaktspiel der kommenden LaLiga-Saison am Samstag gegen Rayo Vallecano registriert werden.

Der FC Barcelona ist weiterhin im Kaufrausch und das obwohl der Verein schwer verschuldet ist. Die Sympathien gegenüber der Katalanen gehen allmählich verloren.
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2nach10: Image-Ärger bei Barcelona wegen Ausgaben auf Transfermarkt

Dies soll eine Vertragsklausel möglich machen, die in besagtem Fall in Kraft tritt. Im Gegensatz zu den weiteren kostspieligen Barca-Neuzugängen um Robert Lewandowski und Raphinha kosteten die beiden Spieler keine Ablöse, weshalb sich der finanzielle Schaden in Grenzen halten würde. Christensen spielte zuletzt für den FC Chelsea, Kessié für den italienischen Meister AC Mailand.

Dennoch tendieren sowohl Christensen als auch Kessié laut ESPN erstmal zu Geduld, wollen die Situation beim FC Barcelona abwarten.

Neben Christensen und Kessié warten außerdem noch Robert Lewandowski, Raphinha, Jules Koundé, Ousmane Dembélé und Sergi Roberto auf ihre Spielberechtigung.

- Barca-Star von eigenen Fans verhöhnt

Es ist kein Geheimnis, dass der FC Barcelona noch einige Spieler abgeben will. Zu diesen gehört auch der dänische Stürmer Martin Braithwaite. Der 31-Jährige war 2020 für 18 Millionen Euro vom spanischen Ligakonkurrenten CD Leganés nach Katalonien gewechselt und hat noch einen Vertrag bis 2024.

Auf der jüngsten Teamvorstellung im Camp Nou bekam der Däne allerdings zu spüren, dass ihn die Fans nicht mehr willkommen heißen wollen. In einem Video, das sich via Twitter verbreitete, ist zu hören, wie Klub-Anhänger den Spieler auspfeifen und anbrüllen. Unter dem Tweet regt sich Kritik über ein derartiges Verhalten gegenüber einem Spieler aus den eigenen Reihen.

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Warum sind einige Fans sauer auf Braithwaite? Barca habe demnach dem 31-Jährigen längst mitgeteilt, dass er keine Zukunft mehr im Verein habe und Trainer Xavi nicht mehr mit ihm plane.

Dies bestätigte Laporta zuletzt: „Umtiti und Braithwaite haben einen Vertrag, aber sie haben verstanden, dass der Trainer nicht mit ihnen plant“, sagte der Barca-Boss beim spanischen Radiosender Esports3.

Der Däne selbst pocht allerdings auf eine Abfindung und will nicht zu einem anderem Verein transferiert werden. Braithwaite bestehe auf die volle Zahlung seines ihm bis zum Vertragsende 2024 zustehenden Gehalts, Barcelona strebe dagegen eine vorzeitige Vertragsauflösung mit einem Kompromiss über Braithwaites Gehalt an.

Einige Fans nehmen dem Dänen diese Einstellung übel und machen ihn mitverantwortlich für die finanziell angespannte Situation. Schließlich sind die Barca-Fans es gewohnt, dass ihre Stars alles dafür tun, um dem Verein zu helfen.

So ließen sich unter anderem die langjährigen Leistungsträger Gerard Piqué, Jordi Alba und Sergio Busquets zu erneuten Gehaltskürzungen überreden.