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Chelsea-Krise spitzt sich zu: Wird es jetzt eng für Pochettino?

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Chelsea-Krise spitzt sich zu: Wird es jetzt eng für Pochettino?

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Nächste Zäsur bei Chelsea?

Der FC Chelsea kassiert in der Premier League die nächste Pleite und hinkt den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Trainer Mauricio Pochettino rückt zunehmend in den Fokus.
Nach dem 1:4 gegen Liverpool kassiert der FC Chelsea mit einem 2:4 gegen Wolverhampton die nächste Klatsche in der Premier League. Trainer Mauricio Pochettino spürt, dass die Luft langsam dünner wird.
Maximilian Lotz
Maximilian Lotz

An der Stamford Bridge waren neben all den Pfiffen und Buhrufen sogar Gesänge für José Mourinho zu hören. Angestimmt von einer kleinen Gruppe von Chelsea-Fans, wie die englische Presse schrieb. Die Sehnsucht nach erfolgreicheren Zeiten ist offenbar so groß, dass für einige Anhänger der Blues nur ein drittes Engagement Mourinhos die Wende herbeiführen könnte.

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Nach der 2:4-Pleite gegen Wolverhampton rückt jedenfalls Chefcoach Mauricio Pochettino zunehmend in den Fokus. Und er selbst nimmt sich noch nicht einmal aus der Schusslinie.

„Ich denke, dass wir alle nicht gut genug sind. Im Moment ist das die Realität. Ich selbst bin der Erste, der für diese Situation verantwortlich ist“, räumte Pochettino unmittelbar nach der Pleite am Sonntag selbstkritisch ein. „Wir haben die Situation nicht richtig gemeistert und natürlich kann sich niemand sicher sein.“

Ganz so unsicher scheint sein Job allerdings nicht zu sein. Laut Daily Mail könnte eine vorzeitige Entlassung Pochettinos für Chelsea teuer werden - zu teuer mit Blick auf die strengen Finanzregeln der Premier League. Laut Mail könnte bei einer Trennung von Pochettino und seinem Staff eine Abfindung von 10 Millionen Pfund (rund 12 Millionen Euro) fällig werden.

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Pochettino selbst spürt trotz des fehlenden Erfolgs Rückendeckung. Er habe „sehr gute Nachrichten von den Eigentümern“ bekommen, sagte der 51-Jährige vor dem Wiederholungsspiel im FA Cup am Mittwoch gegen Aston Villa. „Ich denke, wir sitzen alle in einem Boot und das ist wichtig.“

Thiago Silvas Frau sägt an Pochettinos Stuhl

Dass der Name Mourinho, der erst Anfang des Jahres bei der Roma gefeuert wurde und somit verfügbar wäre, schon durch die Stamford Bridge geistert, ist dennoch kein gutes Zeichen für Pochettino. „The Special One“ war bereits zweimal Trainer der Blues und sicherte sich mit drei Meistertiteln und einem FA-Cup-Sieg einen festen Platz in der Klub-Historie.

Der Druck von außen auf Pochettino wächst jedenfalls nicht allein durch den kursierenden Namen Mourinho. Auch Belle Silva, die Ehefrau von Routinier Thiago Silva, machte sich in den sozialen Netzwerken für Veränderungen stark. „Es ist Zeit für einen Wechsel. Wenn man noch länger wartet, wird es zu spät sein“, schrieb Belle Silva beim Kurznachrichtendienst X - verziert mit zwei blauen Herzchen.

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Pochettino berichtete nun davon, dass Thiago Silva daraufhin das Gespräch mit ihm suchte. „Wichtig ist, dass er auf mich zukam und mit mir reden wollte. Wir haben geredet und ich möchte nichts preisgeben, es war vertraulich“, sagte der Chelsea-Coach und betonte, dass er ein sehr gutes Verhältnis zu Thiago Silva habe.

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Pochettino war im Sommer mit großen Ambitionen angetreten. Nachdem die Blues im Jahr zuvor über 600 Millionen Euro in neue Spieler investiert hatten, rüstete man im vergangenen Sommer nochmals für über 450 Millionen Euro auf. Die Toptransfers waren Moises Caicedo für 116 Millionen und Christopher Nkunku für 60 Millionen, der aber lange wegen einer Knieverletzung pausieren musste und noch kein Spiel über 90 Minuten absolviert hat.

Mittelmaß statt Großangriff

Und Königstransfer Caicedo stand am Sonntag sinnbildlich für Chelseas momentane Misere. Erst leitete der Mittelfeldstratege mit einem starken Pass das Führungstor von Cole Palmer ein, nur um drei Minuten später mit einem eklatanten Ballverlust den Ausgleichstreffer zu initiieren.

Nach dem Ende der Ära Roman Abramowitsch wollte der Klub aus dem Londoner Nobelviertel unter Neu-Eigner Todd Boehly wieder ganz oben angreifen. Doch die Realität heißt Mittelmaß.

Die Niederlage gegen die Wolves, die nun auch noch in der Tabelle der Premier League vorbeizogen, war bereits die zehnte für Chelsea in der laufenden Saison. Von den 23 Partien in der Premier League konnte Pochettino nur neun gewinnen, macht eine Siegquote von gerade einmal 39 Prozent.

Pochettino genauso schlecht wie Potter

Als Tabellenelfter liegt Chelsea schon 15 Punkte hinter den Champions-League-Rängen. Die beste Saisonplatzierung war Rang neun. Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison hatten die Blues ebenfalls nur 31 Punkte auf dem Konto, sechs Spiele später musste Graham Potter gehen.

Will Pochettino einem ähnlichen Schicksal entgehen, sollte dem Argentinier möglichst bald die Wende gelingen. Im FA Cup geht es am Mittwoch im Wiederholungsspiel gegen Aston Villa um den Einzug ins Achtelfinale. In der Premier League folgt der Auswärtsaufgabe bei Crystal Palace das Gastspiel bei Titelverteidiger Manchester City.

Pochettino nahm seine Mannschaft in die Pflicht: „Die Spieler müssen auch Verantwortung übernehmen, so wie ich es auch tue.“ Zudem appellierte er an die Anhänger: „Die Fans müssen Vertrauen in uns haben. Wir müssen eine gute Verbindung zu den Fans aufbauen. Wenn die Fans an die Stamford Bridge kommen, müssen sie verstehen, dass es ein anderes Chelsea ist, ein anderes Projekt, etwas ganz anderes. Es liegt in der Verantwortung der Spieler und des Staffs, eine Verbindung zu schaffen.“ Die Frage bliebt, inwieweit das gelingt. Oder ob nach weiteren Niederlagen die Fangesänge für Mourinho immer lauter werden.