Der Deadline Day sorgt bei vielen Managern in ganz Europa heute für Stress. Doch die Kaderplaner des FC Bayern dürften sich wohl entspannt zurücklehnen, denn Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund planen keine weiteren Aktivitäten auf dem Transfermarkt. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)
Deadline Day: Das ist die Transfer-Lage beim FC Bayern
Die Bayern-Lage am Deadline Day
Verkaufskandidaten wären ohnehin nur Leon Goretzka und Sacha Boey gewesen, und der Verein zeigte sich durchaus gesprächsbereit. Doch vor einigen Tagen entschied sich Goretzka, das Angebot von Atlético Madrid abzulehnen, seinen Vertrag bis Sommer zu erfüllen und dann München zu verlassen.
„Wir haben kurz vor dem Transferperiodenende eine Anfrage erhalten. Wir haben uns noch einmal ganz, ganz intensiv hingesetzt und überlegt, was wir Leon sagen können als FC Bayern. Leon hat sich dann für den FC Bayern entschieden mit dem Wissen, dass es im Sommer nicht weitergeht“, sagte Eberl zu SPORT1 am Samstagabend.
Auch bei Boey wird laut SPORT1-Informationen kein überraschender Blitz-Abschied mehr zur Realität. Der 25 Jahre alte Franzose hat beim FC Bayern wohl nicht wirklich eine Perspektive und durfte in der aktuellen Saison nur 15 Pflichtspiele absolvieren, doch ein passendes Angebot traf bisher nicht ein. Boey hat laut Bild mehrere gute Angebote aus Marseille oder Lyon offenbar abgelehnt, was den Bayern nicht gefallen haben soll.
SPORT1 weiß zudem: Der deutsche Rekordmeister wird in dieser Wintertransferperiode definitiv keinen weiteren Spieler mehr verpflichten. Das war von Anfang an klar.
FC Bayern: Eberl freut sich auf Rückkehrer
„Wir schauen nicht nach draußen, weil wir unseren Kader haben. Wir haben hinreichend kommuniziert, dass drei verletzte Spieler zurückkommen und für uns wie Neuzugänge sind“, sagte Eberl bereits im Dezember und dachte an die Rückkehrer Alphonso Davies, Jamal Musiala und Hiroki Ito: „Im Winter werden wir nichts Externes dazuholen.“
Zuletzt gab es aus England noch das Gerücht, dass der Verein an Chelseas Verteidiger Josh Acheampong interessiert sein soll und im Winter einen Vorstoß machen könnte. Das berichtete die britische Zeitung The Guardian. Doch wirklich Ernst machten Eberl und Freund nie.
Mit dem erst 18 Jahre alten Bara Sapoko Ndiaye haben die Münchener im Januar bereits einen Neuzugang vorgestellt. Die Bayern machten von einer Kooperation Gebrauch und holten den jungen Offensivspieler per Leihe von den Gambino Stars Africa, einer Fußballakademie in Gambia, nach München.
In Adin Licina gab es zwar einen Abgang auf Campus-Ebene, allerdings war der 19-Jährige nie für die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany zum Einsatz gekommen. Dennoch schmerzt der Abgang zu Juventus Turin, weil er Erinnerungen an Kenan Yildiz aufkommen lässt.