NBA>

NBA: So sieht die Mavs-Zukunft aus

Das Fiasko ist perfekt

Die Dallas Mavericks sind in der NBA erneut in einen Blockbuster-Deal verwickelt. Durch den Abgang von Anthony Davis wird eine zentrale Botschaft gesendet.
Der Trade von Luka Doncic zu den LA Lakers schlug riesige Wellen in der NBA. Anthony Davis ist sich aber sicher, dass sich alles bald wieder in normalen Bahnen bewegen wird.
Die Dallas Mavericks sind in der NBA erneut in einen Blockbuster-Deal verwickelt. Durch den Abgang von Anthony Davis wird eine zentrale Botschaft gesendet.

Knapp über ein Jahr ist es mittlerweile her, dass NBA-Insider Shams Charania die Basketball-Welt mit der Nachricht vom womöglich spektakulärsten Trade der Geschichte in Aufruhr versetzte. Die Dallas Mavericks gaben ihren Franchise-Player und Superstar Luka Doncic zu den Los Angeles Lakers ab. Im Gegenzug wanderten unter anderem ein Erstrundenpick sowie Anthony Davis nach Dallas.

Ein Jahr später hat sich in Dallas viel verändert. Von „Gewinnen in der Gegenwart“ und General Manager Nico Harrison ist nicht mehr viel übrig. Stattdessen steht mit Cooper Flagg ein neues Gesicht auf den Titelseiten der texanischen Tageszeitungen.

Und doch ist der folgenschwere Mega-Trade um Doncic nun nochmal um eine weitere Pointe reicher. Denn knapp ein Jahr später ist auch das Kapitel Davis in Dallas wieder Geschichte.

Dallas Mavericks bauen erneut um

Die Mavs schickten den – von der Meisterschaftshoffnung zur verletzungsbedingten Unzuverlässigkeit in Person gewandelten – Big Man zur Trade-Deadline gemeinsam mit Jaden Hardy, D‘Angelo Russell und Dante Exum zu den Washington Wizards.

Im Gegenzug kamen Khris Middleton, AJ Johnson, Malaki Branham, Marvin Bagley III sowie zwei Erstrunden- und drei Zweitrundenpicks nach Dallas.

In der laufenden Saison wurde der 32-jährige Davis vom Verletzungspech verfolgt: Zwar legte er 20,4 Punkte pro Spiel auf, stand dabei aber nur in 20 der 50 Saisonspiele auf dem Parkett. Aktuell laboriert er zudem an einer Bänderverletzung in der linken Hand.

Mit dem Trade geben die Mavs inoffiziell endgültig zu, was viele Fans umgehend befürchteten. Der mittlerweile unrühmlich verabschiedete Harrison hat sich mit seiner Doncic-Idee komplett verzockt. Mit dem Abschied von Davies ist das Fiasko perfekt, denn echte Siegchancen hat das Team nun keine mehr.

NBA-Titel? Dallas hisst die weiße Flagge

Zumindest für den Moment nicht. Aber wie sieht die Zukunft von Dirk Nowitzkis Ex-Team aus?

US-Journalist Jeremy Brener von SI.com analysiert: „Die Dallas Mavericks hissen offiziell die weiße Flagge (…). Der Trade von Davis ist ein Zeichen dafür, dass sich das Team offiziell im Umbruch befindet.“

Er macht den Mavs-Fans gleichzeitig aber auch Hoffnung: „Es hat keinen Sinn, über verschüttete Milch zu weinen und die Mavs sollten dankbar sein, dass sie mit Flagg einen weiteren potenziellen Superstar haben.“

Wenn du hier klickst, siehst du X-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von X dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
IMMER AKZEPTIEREN
EINMAL AKZEPTIEREN

Auch Dixon Schuyler von The Associated Press wertet das Vorgehen als klare Botschaft des Mavericks-Frontoffices: „Der Trade ist für Dallas ein großer Schritt, um Cooper Flagg nach Doncic zum nächsten Aushängeschild des Franchise zu machen.“

Draft-Kapital gesucht

Für das Team aus Texas spielt aber noch ein weiteres Thema eine zentrale Rolle: Vor allem die Gehaltseinsparungen in Höhe von rund 120 Millionen Dollar dürften den Mavs nach dem Davis-Abschied in die Karten spielen. Die Erfolgsformel für die Zukunft ist klar: Um Flagg herum soll in den nächsten Jahren eine schlagkräftige Truppe aufgebaut werden.

Auch den Zeitpunkt des Trades wählten die Mavs bewusst. Laut NBA-Insider Bobby Marks von ESPN wurden durch die Einsparungen des Davis-Gehalts hohe Luxussteuer-Zahlungen vermieden.

Hol dir den US-Sport-Newsletter! NFL, NBA, NHL & Co. – alle Highlights, Ergebnisse und News bequem per Mail

Für eine erfolgreiche Zukunft ist vor allem Draft-Kapital erforderlich, von dem die Mavs aktuell wenig besitzen und welches in den kommenden Jahren angesammelt werden soll.

Kurzfristige Investitionen in den Kader, um Flaggs Rookie-Vertrag zu nutzen, wären deshalb vermutlich ein großer Fehler, wie NBA-Journalist Kevin Pelton betont: „Der Versuch, mit Flagg im Alter von 20 Jahren den Höhepunkt zu erreichen, macht bei weitem nicht so viel Sinn, wie Spieler auf seiner Zeitachse zu sammeln, um die Draft-Picks zu ersetzen, die Dallas bereits verloren hat.“

NBA: Was passiert mit Irving?

Der Experte schließt auch einen Trade des letzten verbliebenen Superstars Kyrie Irving nicht aus: „Das Gleiche könnte auch für Irving gelten, sobald die Mavericks bereit sind, diesen Schritt zu gehen.“ Es bleibt somit abzuwarten, wie sich die Verantwortlichen der Mavs Irvings Zukunft vorstellen.

Eines ist jedoch klar: Cooper Flagg soll in den kommenden Jahren aufgebaut und zum neuen Gesicht der Franchise geformt werden. Bei einem Anruf aus Los Angeles bezüglich eines Trade-Angebots sollte man jedoch vermutlich schnell wieder auflegen.

Auch Interesse an der NFL? NEU: Die NFL-Highlights im Video bei SPORT1