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Madrid - Pierre-Emerick Aubameyang kann sich beim Gastspiel des BVB bei Real Madrid für seinen Traumverein empfehlen. Die Spanier haben den Torjäger aus zwei Gründen auf dem Zettel.

Das Hauptziel Achtelfinale ist erreicht, die ganz große Anspannung verflogen. Umso mehr kann Borussia Dortmund das eigentliche Highlight der Champions-League-Gruppenphase genießen. Den Trip in einen der eindrucksvollsten Fußballtempel Europas. Zum Titelverteidiger. Zu Real Madrid.

Als der Tross des Bundesligisten am Dienstagmittag bei spätsommerlichen 15 Grad in der spanischen Hauptstadt landete, stand ihm die Vorfreude auf den Kick im Estadio Santiago Bernabeu (ab 20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) in die Gesichter geschrieben. Spaß haben und dabei einen beachtenswerten Prestige-Erfolg - den Gruppensieg - unter Dach und Fach bringen, das ist das Ziel der BVB-Stars. 

Einer stieg mit einem besonders breiten Grinsen aus dem Flieger: Pierre-Emerick Aubameyang. Klar, der extrovertierte Gabuner ist zweifellos der größte Spaßvogel im Team des Vizemeisters. Das Duell mit den Königlichen setzt bei ihm jedoch Gefühle frei, die den sportlichen Aspekt weit übersteigen.

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Herzensangelegenheit und Familientraum

Im Bernabeu unter Flutlichtbedingungen aufzulaufen, das ist vielmehr eine Herzensangelegenheit für Aubameyang. Ein Familientraum. Immerhin hatte er seinem spanischen Großvater vor Jahren an dessen Sterbebett versprochen, irgendwann im weißen Trikot von Real zu spielen.

Auch wenn sich der 27-Jährige laut eigener Aussage aktuell an keinem Ort auf der Welt wohler fühlt als in Dortmund und neuerdings sogar ausländische Superstars wie etwa Antoine Griezmann für die Schwarz-Gelben begeistert, machte er nie einen Hehl daraus, im Falle eines Angebots aus Madrid umgehend wechseln zu wollen. "Real ist mein Traumverein", lautete eine seiner vielen Liebesbekundungen.

Bislang hatten die Dortmunder allerdings nichts zu befürchten, denn im vergangenen Sommer boten nur Manchester City und Paris St. Germain für Aubameyang. Real-Coach Zinedine Zidane zog es indes vor, auf seinen französischen Landsmann Karim Benzema zu bauen und Eigengewächs Alvaro Morata von Juventus Turin zurückzuholen.

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BVB-Torjäger kann sich Real empfehlen

Außerdem dürfte auch das immer freundschaftlichere Verhältnis zwischen BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Real-Präsident Florentino Perez eine Transferoffensive galaktischer Art verhindert haben. Schenkt man nun aber der spanischen Presse Glauben, könnte sich an dieser defensiven Einstellung der Madrilenen schon bald etwas ändern.

"Aubameyang unter der Lupe", titelte die Madrider Sportzeitung AS am Dienstag und schrieb, Reals Vereinsführung werde ihr Augenmerk beim Topspiel der Gruppe F insbesondere auf die Nummer 17 der Schwarz-Gelben legen. "Das ist eine riesige Chance für ihn."

Benzema in der Kritik

Zwei Gründe bewegen Klub-Boss Perez und Co. dem Vernehmen nach zum Umdenken. Zum einen hat Aubameyang nahtlos an seine fantastische letzte Saison angeknüpft und führt momentan sogar die Torjägerliste der europäischen Spitzenligen mit 15 Treffern an. Real lechzt traditionell nach den Besten der Besten.

Zum anderen kämpft der langjährige Stammstürmer Benzema seit Monaten mit Formschwankungen. Der Mann aus Lyon galt nie als Tormaschine, doch in dieser Saison geht ihm sogar seine spielerische Leichtigkeit ab, durch die er viele Kritiker jahrelang in Schach gehalten hatte.

"Man erwartet natürlich mehr von Karim. Aber das gilt für alle. Jeder kann seine Sache besser machen", erklärte Zidane auf Reals Pressekonferenz.

Tuchel auf Aubameyang angewiesen

Es ist kein Geheimnis, dass Benzema als großer Liebling des Trainers und auch des Präsidenten gilt. Unter dem Strich zählt aber die Leistung. Und die zeigt aktuell ein anderer in Europa.

"Auba macht seine Mitspieler besser, er macht mich besser, er macht uns alle besser. Er kann in jeder Sekunde den Unterschied machen", schwärmte BVB-Coach Thomas Tuchel vor dem Abschlusstraining im Bernabeu von seinem Goalgetter. (Die Tuchel-PK zum Nachlesen)

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Dass dieser so offen mit seinem Wunsch umgeht, für einen der größten Vereine der Welt zu stürmen, hält Tuchel für "ganz normal". Verlieren will er ihn trotzdem nicht: "Wir können unsere Ziele ohne Auba nicht erreichen."

Fürs Erste muss sich der Trainer der Borussia ohnehin keine Sorgen machen: Real darf wegen einer Transferperre bis Januar 2018 keine neuen Spieler verpflichten.

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