120. Minute! Hier lässt Reus die Gelbe Wand beben
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München - Im DFB-Pokal verletzt sich mit Diallo der nächste Defensiv-Spezialist von Borussia Dortmund. Auch wenn er nicht lange fehlen wird, bereitet Favre die Abwehr Sorgen.

"Ehlich gesagt habe ich keine Ahnung, wer hinten drin überhaupt noch zur Verfügung steht".

Marco Reus sprach an, was sich trotz des 3:2-Erfolgs im DFB-Pokal gegen Union Berlin nicht wegdiskutieren ließ. Der Erfolg des BVB steht derzeit auf wackligen Abwehr-Beinen. 

Bei dem Duell mit dem Zweitligisten musste Abdou Diallo, der als Linksverteidiger aufgeboten wurde, bereits nach 14 Minuten wegen Beschwerden im Adduktorenbereich ausgewechselt werden.

"Das ist kein gutes Signal. Er hat sich früh verletzt, und wir wissen noch nicht, was er genau hat. Wahrscheinlich wird er aber einige Spiele verpassen", teilte Trainer Lucien Favre nach Abpfiff mit.

Zwar gaben die Dortmunder am Donnerstag erste Entwarnung (Diallo erlitt lediglich eine Zerrung der linken Adduktoren), am Wochenende gegen Wolfsburg und auch gegen Atletico Madrid in der Champions League ist ein Einsatz des 22-Jährigen aber nahezu ausgeschlossen.

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BVB-Abwehr stellt sich von allein auf

Vor dem Franzosen hatten sich bereits Lukasz Piszczek (Knieprellung), Manuel Akanji (Hüftprobleme), Jemery Toljan (Knieprobleme) und Marcel Schmelzer (Knochenödem) verletzungsbedingt abmelden müssen.

In den ersten sechs Pflichtspielen bildeten Piszczek, Akanji, Diallo und Schmelzer konsequent die Viererkette. Nach dem 14. Pflichtspiel ist keiner der vier Akteure mehr einsatzbereit.

Mit Achraf Hakimi, Dan-Axel Zagadou, Raphaël Guerreiro und dem lange verletzten Ömer Toprak, der nach einem Kurzeinsatz am Wochenende gegen Union erstmals in dieser Saison von Beginn an auflief, sind nur noch vier gelernte Abwehrspieler einsatzbereit.

Eingespielt kann diese Formation natürlich nicht sein - und die vielen Wechsel machen sich in den letzten Spielen erstmals auch bemerkbar.

Blieb der BVB in den ersten zwölf Pflichtspielen noch sechs Mal ohne Gegentor, fing sich der BVB sowohl gegen Union als auch zuvor in der Bundesliga gegen die Hertha jeweils zwei Gegentreffer ein.

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Kracher gegen Atletico und Bayern stehen bevor

Als wären die personellen Probleme nicht genug, treten sie zu allem Überfluss auch noch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt auf.

Am Samstag tritt der Spitzenreiter der Bundesliga beim VfL Wolfsburg an (Bundesliga: VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund ab 15.30 Uhr im LIVETICKER), anschließend stehen mit den Partien gegen Atletico Madrid und dem FC Bayern binnen fünf Tagen zwei echte Kracher auf dem Programm.

Eine Niederlage gegen den deutschen Rekordmeister am elften Spieltag könnte unter Umständen zum Verlust der Tabellenführung führen. Nach neun absolvierten Runden beträgt der Vorsprung des BVB auf die Bayern zwei Punkte.

Favres treffende Analyse: "Wir bekommen langsam ein richtiges Problem."

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