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München - Das heiß erwartete Titelduell zwischen Seth Rollins dem unheimlichen Fiend bei WWE Hell in a Cell 2019 lässt die Wrestling-Fans sauer und enttäuscht zurück.

Es war das am heißesten erwartete WWE-Match seit längerer Zeit - doch es mündete in einem Debakel, das die Fans hörbar verärgerte.

Das über Monate hinweg gekonnt aufgebaute Titelduell der Horror-Gestalt The Fiend gegen Universal Champion Seth Rollins bei Hell in a Cell 2019 wurde ohne richtiges Ende abgebrochen, nachdem Rollins mit einem Vorschlaghammer auf das Alter Ego von Bray Wyatt losging.

WWE entfesselte damit lauten Unmut der Zuschauer, die sich von einem solchen Kampf für gewöhnlich ein klares Ergebnis erhoffen, das WWE in dem Fall aber nicht liefern wollte: Stattdessen brach der Ringrichter das Match ab, weil ihm die Hammer-Attacke laut Story auch für das eigentlich ohne Regeln laufende Käfigmatch zu weit ging.

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Seth Rollins mit überzeichneten Attacken auf The Fiend

Der Fiend wurde zuvor wie ein übersinnliches Phänomen inszeniert, optisch untermalt dadurch, dass WWE das ganze Match mit höllenrotem Scheinwerferlicht bestrahlte. Der Fiend ließ sich von Rollins nicht bezwingen, obwohl der ihm x-mal seinen Finishing Move, den Stomp, verpasste. Rollins zog dann andere Saiten auf, schlug mit einem Stuhl gegen den Kopf des am Boden liegenden Fiend (tatsächlich zielte er auf die Matte), dann mit einer Leiter auf den Stuhl, dann mit einem Werkzeugkasten (!) auf Leiter und Stuhl. Schon diese Aktionsfolge war am Ende mehr albern überzeichnet als fesselnd.

Als Rollins dann wie einst sein alter Mentor Triple H einen Vorschlaghammer auspackte und damit auf die über dem Fiend liegenden Gegenstände einschlug, stoppte der Referee das Match und ließ den Käfig hochfahren - was die Fans endgültig auf die Palme brachte.

Zahlreiche Offizielle kümmerten sich dann um den Fiend, der dann aber wieder wie von den Toten auferstand und Rollins mit seinem eigenen Finishing Move überraschte, der Mandible Claw (Lesen Sie hier die unglaubliche Geschichte, wie ein berühmter Mordfall zur Erfindung des Finishers von "The Fiend" Bray Wyatt inspirierte).

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Fans rufen nach AEW

WWE trieb das Schock-Comeback so weit, Rollins nach mehreren Attacken des Fiend und einem weiteren Claw-Griff scheinbar heftig aus dem Mund bluten zu lassen (was offensichtlich mit einer Kunstblut-Kapsel herbeigetrickst war).

Diese Splatter-Aktion entschädigte die aufgebrachten Fans jedoch nicht: Sowohl in der Halle als auch im Netz überwogen die erbosten Reaktionen klar. In der Halle gab es laute Sprechchöre, das Match neu zu starten ("Restart Match") und nach AEW, der neuen Konkurrenzliga. Nach dem Ende der Show gab es auch Rufe nach "Refund", nach Rückerstattung des Eintrittsgelds.

Kurioserweise war es das zweite Mal in Folge, dass WWE einen Käfig-Hauptkampf von Hell in a Cell ohne klare Ergebnis enden ließ: Im vergangenen Jahr endete das Duell zwischen Roman Reigns und Braun Strowman nach einem Eingriff von Brock Lesnar ebenfalls ohne Entscheidung. Diesmal wurde das Konzept Hell in a Cell noch mehr ad absurdum geführt.

SPORT1 fasst die wichtigsten Geschehnisse bei Hell in a Cell zusammen:

- Gleich zu Beginn der Show gab es das eigentliche Highlight des Abends: Die intensive Rivalität zwischen RAW-Damenchampion Becky Lynch und der beim SummerSlam als Schurkin zurückgekehrten Sasha Banks gipfelte im zweiten Hell-in-a-Cell-Match der Frauen in der WWE-Geschichte (nach Charlotte Flair vs. Banks 2016). Lynch und Banks lieferten sich ein sehenswertes und packendes Käfigduell voller kreativer Einfälle - etwa einem Dropkick von Lynch gegen Banks, die sie zuvor auf einen mit Kendostäben in die Ecke des Käfigs eingeklemmten Stuhl gesetzt hatte.

Banks schien den Sieg dann in der Tasche zu haben, als sie Lynch mit einem Meteora vom Seil durch einen Tisch beförderte, Lynch aber befreite sich - ebenso aus dem mit einem Kendostab verstärkten Banks Statement. Banks leitete ihren Endspurt ein, als sie wie in guten alten ECW-Zeiten eine Reihe von Stühlen in den Ring warf, was aber nach hinten losging: Becky verpasste Banks den Becksploder Suplex in den Stühle-Haufen und setzte dann den Dis-Arm-Her-Griff an. Banks gab auf.

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- Ein weiteres starkes Match folgte, als sich Roman Reigns und Daniel Bryan gegen Bryans früheren Jünger Erick Rowan und dessen zurückgekehrten Partner Luke Harper zusammentaten. Spektakulärer Höhepunkt: ein Spear von Reigns gegen Rowan durch einen der Kommentatorentische, mit dem der "Big Dog" den Mann aus dem Spiel nahm, der sich zuvor als ausführende Kraft eines Gabelstapler-Attentats auf Reigns entlarvt hatte. Nachdem Harper dann sowohl Bryans als auch Reigns' Spezialaktionen einsteckte, fuhr Reigns den Sieg für das ungleiche Duo ein. Bryan bot Reigns dann wie einst seinem früheren Partner Kane eine freundschaftliche Umarmung an. Reigns zögerte, ging dann aber unter lauten "Yes!"-Rufen des Publikums doch darauf ein. Ist Bryan, der sich Ende vergangenen Jahres vom Publikumsliebling zum verbitterten Bösewicht gewandelt hatte, also wieder zu trauen?

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- Den ersten Titelwechsel des Abends gab es in einem von diversen kurzfristig angesetzten Matches. Die Japanerinnen Asuka und Kairi Sane nahmen Alexa Bliss und Nikki Cross die Tag-Team-Titel der Damen ab, nachdem Asuka zu einem bewährten Stilmittel ihres legendären Landsmanns The Great Muta griff: Sie spuckte Cross grünen Nebel ins Gesicht und bescherte den Kabuki Warriors damit ihr erstes gemeinsames Gold bei WWE.

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- In einem Rückmatch des King-of-the-Ring-Finals 2019 (das aber nicht mit dem starken Duell mithalten konnte) revanchierte sich der unterlegene Finalist Chad Gable an King Corbin und besiegte ihn mit einem Einroller. Später attackierte Corbin Gable hinterrücks nach einem Backstage-Interview - die Fehde ist noch nicht beendet.

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- Nachdem er bei SmackDown am Freitag mit Box-Star Tyson Fury aneinander geraten war, trat Braun Strowman bei HIAC als Überraschungspartner der Viking Raiders gegen den O.C. um AJ Styles auf den Plan. Strowman, Erik und Ivar gewannen das Match durch Disqualifikation, als Styles und seine Partner Luke Gallows und Karl Anderson Strowman illegal gemeinsam bearbeiteten. Nachdem die Raiders Anderson und Gallows aus dem Spiel nahmen, übermannte Strowman dann auch Styles, den er mit einer Rechten aus der Luft pflückte, als der den Phenomenal Forearm gegen ihn zeigen wollte. Offensichtlich diente die Box-Einlage dazu, das sich andeutende Match zwischen Strowman und Fury voranzutreiben - der am heutigen Montag bei Monday Night RAW seinen nächsten WWE-Auftritt absolvieren wird.

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- Nicht nur für Sasha Banks nahm Hell in a Cell ein bitteres Ende: Im zweiten Duell zweier alter "Four-Horsewomen"-Kolleginnen verlor Bayley ihren SmackDown-Damentitel an Charlotte Flair. Nach dem Fight war Bayley in Tränen aufgelöst.

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Die Ergebnisse von WWE Hell in a Cell 2019:

Kickoff-Show:

Natalya besiegt Lacey Evans

WWE RAW Women's Title Hell in a Cell Match: Becky Lynch (c) besiegt Sasha Banks
Daniel Bryan & Roman Reigns besiegen Harper & Rowan
Randy Orton besiegt Ali
WWE Women's Tag Team Title Match: The Kabuki Warriors besiegen Alexa Bliss & Nikki Cross (c) - TITELWECHSEL!
Braun Strowman & The Viking Raiders besiegen The O.C. durch Disqualifikation
Chad Gable besiegt King Corbin
WWE SmackDown Women's Title Match: Charlotte Flair besiegt Bayley (c) - TITELWECHSEL!
WWE Universal Title Match: Seth Rollins (c) vs. The Fiend - No Contest

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