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WWE: Vielsagender Vorfall bei Survivor Series - verliert die Liga einen Superstar?

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WWE: Vielsagender Vorfall bei Survivor Series - verliert die Liga einen Superstar?

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Verliert WWE einen Superstar?

Bei den WWE Survivor Series rufen die Fans nach Lokalmatadorin Sasha Banks - vergeblich. Die Verhandlungen um eine Rückkehr von „The Boss“ stecken in einer Sackgasse.
Nach dem realen Boykott-Eklat bei RAW verkündet WWE bei SmackDown die Konsequenzen gegen Sasha Banks und Naomi: Die beiden verlieren ihre Titel und werden suspendiert.
Martin Hoffmann
Martin Hoffmann

Wo, wenn nicht bei den Survivor Series in Boston, hätte das große WWE-Comeback steigen sollen?

Es war der Gedanke, der offensichtlich auch viele Fans bewegte - und sie machten ihn hörbar: „We want Sasha“ riefen viele von ihnen während des missratenen Damentitelmatches zwischen Ronda Rousey und Herausforderin Shotzi. (NEWS: Alle Neuigkeiten zu WWE)

Wir wollen Sasha - Sasha Banks, die Lokalmatadorin, die in Boston aufgewachsen ist. Und von dort aus zu einem der größten weiblichen WWE-Stars aufgestiegen ist. Zum Champion, zur WrestleMania-Headlinerin, zur über das Wrestling hinausreichenden Berühmtheit mit über 5 Millionen Instagram-Followern - bekannt vor allem auch durch ihre Rolle an Koska Reeves in der Star-Wars-Serie „The Mandalorian“.

Sasha Banks aber kam nicht. Und mehr noch: WWE drehte auch die Audioregler herunter, so dass die Rufe nach der Cousine von Rapstar Snoop Dogg bei der Übertragung nicht mehr hörbar waren.

Womit umso lauter die Frage gestellt werden muss: Kommt „The Boss“ überhaupt nicht mehr zurück?

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WWE und Sasha Banks: Verhandlungen in der Sackgasse

Die Frage ist nicht neu, sie stellt sich bereits seit Mai, als Banks und ihre Tag-Team-Partnerin Naomi nach einem eskalierten Backstage-Konflikt mit dem früheren WWE-Regime um Vince McMahon das laufende Taping für die TV-Show Monday Night RAW verließ und für unbestimmte Zeit suspendiert wurde.

Es sah allerdings schon mal besser aus, nachdem McMahon im Sommer über seinen Sex- und Schweigegeld-Skandal gestolpert und die neue Führung um Tochter Stephanie und deren Mann „Triple H“ Paul Levesque übernahm.

Gespräche über eine Rückkehr waren damals wiederaufgenommen worden - aber wie es aussieht, sind sie in eine Sackgasse geraten.

Entsprechende Berichte waren schon vor einer Weile aufgekommen, nach den Survivor Series bekräftigte der bekannte Wrestling-Journalist Dave Meltzer in seinem Wrestling Observer Radio, dass es Uneinigkeit „ums Geld“ gebe, eine Annäherung hat es offenbar schon seit Monaten nicht gegeben.

Banks und WWE nicht zum ersten Mal über Kreuz

Konfliktfrei ist das Verhältnis der 30 Jahre alten Banks mit ihrem Arbeitgeber schon länger nicht: Schon 2019 war Banks monatelang im WWE-TV nicht zu sehen, weil es Streit um die Art und Weise gab, wie sie eingesetzt wurde.

Schon damals ließ Banks Abwanderungsgedanken durchblicken, kam aber zurück und soll seinerzeit einen neuen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben haben. 2021 erreichte sie auch einen neuen Karriere-Höhepunkt, als sie zusammen mit Bianca Belair den Hauptkampf der ersten WrestleMania-Nacht bestritt - die beiden wurden zu den ersten weiblichen „people of color“, die diesen Meilenstein schafften. Was Banks‘ Popularität unterstreicht: In diesem Jahr war sie die weibliche Sportlerin, über die weltweit am dritthäufigsten getwittert wurde - hinter Simone Biles und Naomi Osaka und vor Serena Williams.

Bianca Belair war bei WrestleMania 37 die strahlende Siegerin über Sasha Banks. Bei SmackDown feiert der neue Damenchampion - und hat eine inspirierende Botschaft an die Fans.
02:53
WWE SmackDown: Bianca Belair mit bewegenden Worten nach WrestleMania-Triumph

In diesem Jahr brach nun aber wieder ein Konflikt zwischen Banks und WWE aus, der dem vergangenen stark ähnelt - wieder scheint es aus Banks‘ Sicht um einen Mangel an ideeller und finanzieller Wertschätzung zu gehen.

Das Ende des Streits ist aktuell nicht abzusehen, sicher ist: Banks sendet WWE seit Monaten selbstbewusste Signale, im Zweifel auch anderweitig gefragt zu sein.

Neue Karriere als „Mercedes Moné“?

Banks ließ sich bei mehreren großen Filmpremieren auf den Roten Teppichen blicken, modelte außerdem auch auf der New York Fashion Week - jeweils zusammen mit Naomi, der WWE-Status der Frau von Jimmy Uso ist ebenfalls noch in der Schwebe.

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Was ebenfalls auffiel: Banks änderte die Bezeichnungen ihrer Social-Media-Profile in Mercedes Varnado, ihren bürgerlichen Namen.

Und was für noch mehr Aufhorchen sorgte: Eine mit ihr in Verbindung stehende Firma namens „Soulnado“ meldete jüngst Markenrechte an den Ausdrücken „Mercedes Mone‘“, „Mone‘ Talks“, „Bank Mone‘“ und „Statement Maker“ an. Der Schluss liegt nahe, dass es Kampf-, Spitz- und Movenamen für eine Karriere außerhalb von WWE sein könnten.

AEW? Tony Khan würde kaum Nein sagen

Ob Banks je Gebrauch von diesen Namensrechten machen wird, ist nicht gesagt: Es könnte auch ein vorsorglicher Plan B sein und/oder Verhandlungstaktik im Poker mit WWE.

In jedem Fall ist der Schachzug aber ein klares Indiz, dass sie auch im Fall eines Bruchs mit WWE weiter Wrestlerin bleiben und nicht alles auf die Karte Showbiz-Zweitkarriere setzen will.

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Banks hat mehrfach Interesse an Auftritten in Japan bzw. an einer Zusammenarbeit mit den in der Szene hoch geachteten Stars von dort angedeutet. Früher oder später würde dann auch das Thema AEW auf die Agenda kommen.

Tony Khan, der Boss des WWE-Rivalen, wird kaum Nein zu Banks sagen, wenn sich die Gelegenheit ergibt: Seine Frauendivision ist in Sachen Starpower längst nicht so breit aufgestellt wie bei den Männern. Ein Topstar wie Banks wäre eine willkommene Ergänzung zu der erfolgreichen Eigenkreation Britt Baker, der frisch verpflichteten Saraya (Paige) und aufstrebenden Talenten wie dem frisch gekürten Damenchampion Jamie Hayter.

Folgenschwere Vertrags-Klausel als Knackpunkt

Ob und wann Banks aber überhaupt für AEW verfügbar wäre, ist unklar: Sollte stimmen, dass sie im Sommer 2019 einen Drei-Jahres-Deal unterschrieben hat, wäre ihr eigentlicher Vertrag zwar schon ausgelaufen - aber es gibt bei WWE (und AEW) so genannte „Freeze Clauses“. Die Liga kann die Deals einseitig verlängern um die Zeiträume, in denen ein Star nicht verfügbar war, verletzungsbedingt oder aus anderen Gründen.

Nach Lesart von WWE wird Banks der Liga also mindestens noch rund drei Monate Dienstzeit schulden, ob und wie Banks bereit ist, die abzuleisten, wenn sie sich mit WWE nicht auf eine Verlängerung einigt: unklar.

Was die Hängepartie womöglich auch in die Länge zieht: Banks hat gute Gründe, auf Zeit zu spielen und abzuwarten, wie umfangreich der wegweisende neue TV-Vertrag von AEW nach dem Ablauf des aktuellen Ende des Jahres ausfallen wird. Je besser er dotiert ist, umso besser könnte ein potenzielles Angebot von Tony Khan sein - und umso größer wäre der Druck für WWE, ihr ein besseres Angebot zu machen.

Es sieht so aus, als ob die Zukunft von „The Boss“ noch eine Weile im Ungewissen liegen wird.

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