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WWE: Der traurige gesundheitliche Verfall einer Hall-of-Fame-Legende

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WWE: Der traurige gesundheitliche Verfall einer Hall-of-Fame-Legende

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WWE-Legende in traurigem Zustand

Die Familie von WWE-Star Bray Wyatt bangt um ein prominentes Mitglied: Barry Windham liegt nach einem „massiven“ Herzinfarkt auf der Intensivstation.
Barry Windham (M., mit Tully Blanchard und Arn Anderson) war Mitglied der legendären Four Horsemen
Barry Windham (M., mit Tully Blanchard und Arn Anderson) war Mitglied der legendären Four Horsemen
© WWE
Martin Hoffmann
Martin Hoffmann

Große Sorge um eine oft unterschätzte Legende des Wrestlings: WWE Hall of Famer Barry Windham liegt nach einem als „massiv“ beschriebenen Herzinfarkt auf der Intensivstation.

Der Onkel von WWE-Topstar Bray Wyatt (bürgerlich: Windham Rotunda) und dessen Bruder Bo Dallas erlitt am Freitagabend eine Herzattacke auf dem Flughafen von Atlanta: „Wir warten ungeduldig auf die Nachricht, dass es ihm wieder gut gehen wird. Aber die Zukunft ist unsicher“, schreibt Wyatts Schwester Mika auf einer für ihren Onkel eingerichteten GoFundMe-Seite. (NEWS: Alle Neuigkeiten zu WWE)

Die Arztkosten seien „überwältigend, um es vorsichtig auszudrücken“, schreibt Mika, der 62 Jahre alte Windham hätte keine Krankenversicherung, der geschiedene Vater dreier Kinder hätte wegen der gesundheitlichen Folgen seiner Wrestling-Karriere seit langem nicht mehr viel arbeiten und Geld verdienen können.

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Barry Windham hatte wichtiges Match bei der ersten WrestleMania

Barry Windham war ein Schüler seines Vaters Robert (Blackjack Mulligan) und dem legendären Harley Race und speziell in den Achtzigern und frühen Neunzigern selbst sehr erfolgreich.

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Im ersten Boom der früheren WWF mit der Speerspitze Hulk Hogan bildete er ein populäres Tag Team mit seinem Schwager Mike Rotundo (Wyatts Vater, später bekannt als Irwin R. Schyster): Der „U.S. Express“ ging als Tag-Team-Champions in die allererste WrestleMania (und verlor gegen Nikolai Volkoff und den Iron Sheik), es kam auch vor Hogan mit dessen ikonischer Einzugsmusik „Real American“ zum Ring.

Hoch geschätzt von Ikone Ric Flair

Später wechselte der für seine Größe enorm athletische 1,96-Meter-Mann Windham zu Konkurrent WCW und hielt dort auch den damals ruhmreichen NWA World Title. Er blieb vor allem in Erinnerung als Mitglied der „Four Horsemen“ um Superstar Ric Flair.

Der „Nature Boy“ betonte immer wieder seine Hochachtung vor Windham, der zu seinen besten Zeiten für Weltklasse-Niveau im Ring stand - und dass dieser für ihn eine noch größere Karriere verdient gehabt hätte.

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Windham hatte auch noch diverse, weniger erfolgreiche Engagements bei WWE: Er verkörperte die kurzlebigen Charaktere The Widowmaker und The Stalker, zudem war er Teil der „New Blackjacks“, angelehnt an des Erfolgsduo seines Vaters mit dem später als Schattenmann hinter den WWE-Kulissen sehr wichtigen Jack „Blackjack“ Lanza. Windhams Partner damals war Bradshaw, der spätere John Bradshaw Layfield.

Windham arbeitete bis 2008 hinter den Kulissen von WWE, 2012 zog er mit den Horsemen in die WWE Hall of Fame ein, gesundheitlich ging es ihm schon damals schlecht.

Windham hat schon seit Jahren massive Probleme

Windham hatte schon 2011 einen schweren Herzinfarkt erlitten, der seine Lebensqualität nachhaltig verminderte. Er zahlte einen hohen Preis für sein Wrestler-Leben, das früher in jeder Hinsicht exzessiver war.

Speziell die Horsemen waren für ihr wildes Party-Leben bekannt, Kollege Arn Anderson beschrieb Windham als den Trinkfestesten unter ihnen. Windham hatte in der Vergangenheit auch offen darüber gesprochen, zu aktiven Zeiten Steroide für den Muskelaufbau genommen zu haben. (Die traurigen Schicksale der Four Horsemen)

Vater Robert berichtete schon 2015 - ein Jahr vor seinem Tod - dass sein Sohn in traurigem Zustand sei, er hätte nach der Karriere auch Drogenprobleme entwickelt, die er als Folge der im Ring erlittenen Gesundheitsschäden wertete. Er kritisierte damals auch WWE für unzureichenden Beistand: Das Unternehmen habe ihm zwar die Finanzierung von Therapien angeboten, das hätte jedoch nicht gereicht, um seine tiefer reichenden Probleme zu bewältigen.

„Ich sehe meinen Sohn an und sehe, dass Licht an ist - aber niemand ist zu Hause“, sagte er damals der Nachrichtenagentur AP.

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