Tour de France 2018

Tour de France

John Degenkolb jubelt nach seinem Sieg auf der neunten Etappe der Tour de France zwischen Arras und Roubaix
Tour de France "Eine unfassbare Zeit": Traumhaftes Degenkolb-Comeback
John Degenkolb sorgt bei einer von Stürzen geprägten 9. Etappe für den ersten deutschen Sieg. Der 29-Jährige beendet damit eine lange persönliche Durststrecke. mehr »
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Tour de France Gesamtwertung: Belgier nimmt Gelb mit in die Alpen
Die Tour de France bewegt auch in diesem Jahr die Radsport-Welt. Kann Froome wieder triumphieren? SPORT 1 zeigt die Gesamtwertung des Gelben Trikots. mehr »
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Tour de France Sturz-Drama! Froome-Konkurrent erneut raus
Richie Porte kommt auf der schwierigen 9. Etappe der Tour de France zu Fall. Der Mitfavorit muss die Frankreich-Rundfahrt beenden. mehr »
Marcel Kittel (l.) fuhr auf der zweiten Etappe im Grünen Trikot
Tour de France Kittel nach Kritik enttäuscht: "Sitzt in den Knochen"
Marcel Kittel reagiert mit großem Unverständnis auf die Kritik seines Sportdirektors. Die harschen Worte seien "nicht die feine Art" und stecken in den Knochen. mehr »
Am Sonntag wird über 21 Kilometer auf Kopfsteinpflaster gefahren
Tour de France Wilde Fahrt durch die Hölle des Nordens
Die 9. Etappe ist einer der Höhepunkte der diesjährigen Tour de France. Das Streckenprofil erinnert stark an einen Klassiker. Kopfsteinpflaster ist im Programm. mehr »
Tony Martin stürzte auf der achten Etappe am Samstag etwa 17 Kilometer vor dem Ziel
Tour de France Tour für Martin nach Sturz beendet
Tony Martin stürzt auf der achten Etappe der Tour de France schwer und muss ins Krankenhaus. Sein Team bestätigt anschließend, dass Martin aufgeben muss. mehr »
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Tour de France Chancenloser Kittel reagiert auf Egoismus-Vorwürfe
Marcel Kittel wird nach einer enttäuschenden ersten Tour-Woche von seinem Sportdirektor hart kritisiert. Sportlich kassiert er die nächste herbe Niederlage. mehr »
Auch die achte Etappe wurde im Zielsprint entschieden
Radsport / Tour de France
Rangelei! Greipel wütet nach Strafversetzung
Die deutschen Fahrer warten weiter auf den ersten Etappensieg bei der Tour. Andre Greipel wird nach einer Rangelei von Platz zwei zurückgesetzt - und wütet. mehr »
Marcus Burghardt gewann 2007 den Klassiker Gent–Wevelgem
Radsport / Tour de France
Höhnischer Applaus: Deutscher Sagan-Helfer legt sich mit Peloton an
Marcus Burghardt startet auf der achten Etappe der Tour de France einen Ausreißversuch, wird aber alleine gelassen. Als ihn das Feld einholt, macht er seinem Frust Luft. mehr »
Marcel Kittel (l.) hofft auf einen Etappen-Sieg bei der Tour de France
Radsport / Tour de France
Nächste Chance für Kittel und Co.
Einen Tag nach dem längsten Tagesabschnitt der diesjährigen Tour führt die 8. Etappe weitgehend flach in Richtung Norden. Die letzten Meter sind tückisch. mehr »
Dylan Gronewegen fährt für das Team Lotto NL-Jumbo
Radsport / Tour de France
Niederländer Groenewegen deklassiert deutsche Sprint-Asse
Update Dylan Groenewegen ist auf der längsten Etappe der diesjährigen Tour de France im Massensprint nicht zu schlagen. Die deutschen Sprinter enttäuschen einmal mehr. mehr »
Radsport / Tour de France
Flammen-Inferno begleitet Tour-Tross
Auf der 6. Etappe der Tour de France fangen Heuballen Feuer - für die Fahrer und Fans ein spektakulärer und bedrohlicher Anblick. Die Bilder der Tour. mehr »
CYCLING-FRA-TDF2018
Radsport / Tour de France
Martin siegt - Froome offenbart erste Schwächen
Update Daniel Martin gewinnt die sechste Etappe der Tour de France. Topfavorit Chris Froome schwächelt dagegen bei der Mini-Bergankunft an der Mur de Bretagne. mehr »
Die Veranstalter der Tour wollten Christopher Froome ursprünglich für die Rundfahrt sperren
Tour de France
Das sagt die WADA zum Freispruch für Froome
Die Welt-Anti-Doping-Agentur akzeptiert den Freispruch für Tour-Favorit Christopher Froome nicht nur, sie bezeichnet ihn sogar als "richtig und fair". mehr »

Die Tour de France

Die Tour de France ist das bedeutendstes Radrennen der Welt. Seit 1903 findet die Grand Boucle („Große Schleife“) jährlich statt und führt die teilnehmenden Rad-Profis quer durch ganz Frankreich, sowie teilweise durch das nähere Ausland. Besonders die Startpunkte der Tour de France werden gerne in angrenzende Länder verlegt. Anschließend führen die Tagesetappen bis nach Paris. Veranstalter des Sportereignisses ist die Amaury Sport Organisation (ASO).

Geschichte der Tour de France

Am 1. Juli 1903 startete die erste Etappe der Tour de France. Die Idee, mehrere Etappen durch ganz Frankreich zu veranstalten, ging vom französischen Journalisten Geo Lafevre aus. Es sollte jeweils die benötigte Zeit für die vorgegebene Strecke gemessen und in der Summe dann addiert werden, um letztlich den verdienten Sieger zu küren. Es existierten zwar vorher schon Langstrecken-Rennen im Radsport, allerdings waren diese stets Einzeletappen. Die Tour de France war geboren.

Im ersten Jahr kämpfen 60 Radfahrer um den Titel. Insgesamt waren sechs Etappen durch die größten Städte des Landes mit Zielpunkt Paris geplant. Zwischen den einzelnen Tagesetappen ruhten sich die Fahrer aus. Als Sieger ging der favorisierte Franzose Maurice Garin hervor, der zuvor bereits einige Titel im Radsport abgesahnt hatte.

Mit der Zeit konnte sich die Tour de France etablieren. Zuvor musste sie jedoch mit einigen Skandalen rund um die Fahrer kämpfen. Unerlaubtes Benutzen der Eisenbahn zum eigenen Vorteil entpuppte sich als typisches Vergehen und die rückte den Fairness-Gedanken des neuen Sportereignisses in ein schlechtes Licht.  Eine erstmalige Unterbrechung der Tour war im Jahre 1914 dem ersten Weltkrieg geschuldet. Gleiches ereignete sich zur Zeit des zweiten Weltkrieges.

Mit steigender Bekanntheit der Tour de France, stieg die Anzahl der Etappen, sowie die Gesamtstrecke der Tour. Um den Fahrern entgegen zu kommen, reduzierte man aber gleichzeitig die Länge der einzelnen Tagestrecken. In den Anfangsjahren legten die Rad-Profis noch bis zu 400 Kilometer zurück, was rückblickend einerseits wegen der schlechten Straßen und andererseits wegen der altmodischen Fahrräder, die noch ohne Gangschaltung gebaut wurden, äußerst bemerkenswert ist. Seit den 50er-Jahren existiert die Tour de France annähernd in ihrer heutigen Form.

Mittlerweile treten 22 Teams bei der Tour de France an, die jeweils acht Fahrer stellen. Insgesamt ist die Tour mit einem Preisgeld von über 2,2 Millionen Euro dotiert. Allein eine halbe Million erhält der Gesamtsieger. Zum Vergleich: Der erste Sieger erhielt weniger als ein Zehntel für den Triumph bei der Frankreich-Rundfahrt. Die mediale Aufmerksamkeit und das Thema Sponsoring der Teams sind mit den Jahren deutlich mehr in den Fokus gerückt.  Einer der Gründe für die gestiegenen Preisgelder.

Außerdem hat die Tour eine große Fankultur hervorgebracht. Die Strecken sind durchgehend gut besucht und vor allem die Zieleinfahrten werden von Schaaren an begeisterten Radsport-Fans zum besonderen Erlebnis.

Tour de France-Klassements

Bei der Tour des France gibt es ein von der Tour-Leitung festgelegtes Sortiment an Trikots in verschiedenen Farben und Mustern, die den Führenden der verschiedenen Wertungen repräsentieren. Übernimmt ein Fahrer die Führungsposition einer Wertung, so erhält er das Trikot nach der Etappe und trägt es auf der nächsten Etappe. Wenn ein Fahrer mehrere Wertungen anführt, zieht er nur das ranghöhere Trikot an und überlässt das Andere dem Zweitplatzierten. Dabei gilt folgende Reihenfolge: Gelb, Grün, Gepunktet und Weiß.

Das Gelbe Trikot erhält der Führende der Gesamtwertung der Tour de France, sprich derjenige, der in Addition die geringste Gesamtzeit aller bisher abgeschlossenen Etappen aufweist. Das Grüne Trikot gebührt dem besten Sprinter der Tour. Punkte werden dabei bei Ziel- und Zwischensprints vergeben. Das weiße Trikot mit den roten Punkten steht für den besten Fahrer der Bergwertung. Je nach Schwierigkeit des Anstieges variieren die erhaltenen Punkte. Dem besten Jungprofi wird das Weiße Trikot verliehen. Zusätzlich existieren noch eine rot hinterlegte Rückennummer für den kämpferischsten Rad-Profi einer Etappe, sowie gelb hinterlegte Nummern für das Team mit der geringsten Gesamtzeit, die sich aus den jeweils drei besten Fahrern pro Etappe zusammensetzt.

Rekordhalter der Tour

In der über 100 Jahre langen Geschichte der Tour de France hat sich so manche Tour-Legende herauskristallisiert. Mit insgesamt fünf Gesamtsiegen auf der Tour liegen der Franzose Jacques Anquetil, sein Landsmann Bernard Hinault, der Belgier Eddy Merckx und der aus Spanien stammende Miguel Indurain an erster Stelle.

Merckx hält außerdem mit 34 den Rekord für die meisten Etappensiege. Dicht gefolgt von Marc Cavendish, der allerdings noch aktiv ist. Der jüngste Fahrer, der je eine Ausgabe der Tour de France für sich entscheiden konnte, war gerade einmal 20 Jahre alt. Der Franzose Henri Cornet sicherte sich bei der zweiten Ausgabe den bis heute ungebrochenen Rekord. Sein Pendant ist der belgische Radrennfahrer Firmin Lambot. Im Alter von 36 Jahren gewann er als Ältester die Tour de France.

Die Tour de France und das Doping

Durch häufiges und massives Doping rückte die eigentlich anspruchsvolle und medial begehrte Tour de France ab 2006 aus dem Rampenlicht. Zuletzt zeigten schärfere Kontrollen aber Wirkung und die Tour kehrt auf die große Sportbühne zurück. Bereits seit 1966 führen die Veranstalter der Tour Dopingkontrollen durch.

Die erste schwere Glaubwürdigkeitskrise datiert aus dem Jahr 1998, eine Weitere folgte im Jahr 2006. Damals veröffentlichte eine spanische Behörde 58 Namen von Dopingverdächtigen. Auch der einzige deutsche Tour-Sieger Jan Ullrich wurde in Folge dieser Veröffentlichungen des Dopings überführt. Da er allerdings nie positiv getestet wurde, blieb ihm natürlich sein furioser und historischer Sieg aus dem Jahr 1997 erhalten.

Bereits vor Tour-Beginn kamen in den vergangenen 20 Jahren regelmäßig die ersten Namen von Dopingsündern ans Licht. Infolgedessen wurde häufig sarkastisch von der "Tour de Doping" gesprochen. Großen Anteil daran hatte der größte Betrüger der Tour-Geschichte: Lance Armstrong. Jahrelang dominierte der US-Amerikaner das Feld nach Belieben und spielte mit den Konkurrenten. Als er jedoch endlich überführt wurde, verlor er auch seine sieben Tour-Gesamtsiege.

All dies schadete dem Image der Tour - auch in Deutschland. Die Sprinterfolge der letzten fünf Jahre durch Marcel Kittel, Andre Greipel und John Degenkolb sowie eine Kampagne für mehr Transparenz in Dopingangelegenheiten verhalfen zuletzt jedoch zu einem Aufmerksamkeits- und Beliebtheitsanstieg.

Tour de France 2018

Bei der diesjährigen Ausgabe der Tour de France sind einmal mehr die namhaftesten Profis des Radsports vertreten. Mit dem viermaligen Tour-Sieger Chris Froome geht einer der besten Fahrer der letzten Jahre an den Start. Er gehört ebenso zu den Favoriten auf das "Maillot Jaune" - das Gelbe Trikot, wie der Kolumbianer Nairo Quintana, der Vorjahreszweite Rigoberto Uran und der zweimalige Champion Alberto Contador aus Spanien.

Aus deutscher Sicht ist besonders auf den Marcel Kittel zu achten. Die Chancen für einen Etappensieg stehen bei ihm und Sprinter Andre Greipel und Zeitfahrexperte Tony Martin am Besten.