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Biathlon

Wenn der Winter kommt, dann kommen die Wintersportfans wieder auf ihre Kosten. Zahlreiche Live-Übertragungen von Alpin-Ski bis Skispringen sorgen für echten Schneegenuss auf der heimischen Couch.

Ein besonderes Highlight von November bis März stellt dabei immer der Biathlon dar. Die Kombination aus Langlauf und Schießen gehört zu den populärsten Wintersportarten. Aber gerade am Anfang sorgen die vielen verschiedenen Disziplinen und Regeln für großes Durcheinander und Stirnrunzeln.

Um etwas Klarheit in den Biathlon-Wirrwarr zu bringen, beantwortet SPORT1 die wichtigsten Fragen zum Biathlon, seiner Geschichte, der Entwicklung, den wichtigsten Events und Regeln.

Geschichte des Biathlons

Der Name "Biathlon" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Zweikampf". Anders als vielleicht zu vermuten, steckt dahinter aber kein Wettkampf zwischen zwei Personen, sondern eine Sportart, die sich aus zwei Disziplinen zusammensetzt - nämlich dem Skilanglauf und dem Schießen.

Wie Höhlenmalereien beweisen, hat der Mensch bereits vor mehr als 5000 Jahren Skier zur Jagd im Schnee eingesetzt. Die Ursprünge des Biathlons liegen allerdings im militärischen Bereich. Die Ureinwohner Norwegens haben sich bereits in der Wikingerzeit auf Skiern gegen einfallende Horden dänischer Feinde verteidigt. Auch im Mittelalter waren die Schneebretter fester Bestandteil der Ausrüstung der skandinavischen und russischen Armeen.

Die Entmilitarisierung des Biathlons erfolgte erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Muster des Modernen Fünfkampfes wurde bei den Olympischen Spielen 1948 ein Winter-Fünfkampf mit den Disziplinen Langlauf, Abfahrt, Schießen, Fechten und Reiten ausgetragen. Biathlon, wie wir ihn heute kennen, kam in den 1920er Jahren auf, konnte sich jedoch erst nach 1950 durchsetzen. Die erste WM fand 1958 in Saalfelden statt.

Olympisch wurde Biathlon für Männer 1960 in Squaw Valley. 1968 kam die Staffel und 1980 das Rennen über 10 Kilometer hinzu. 1992 wurde die Sportart auch für Frauen ins Olympiaprogramm aufgenommen. 

Disziplinen und Regeln des Biathlons

Mittlerweile gibt es sechs Disziplinen, die im Rahmen der Olympischen Spiele und des Biathlon-Weltcups durchgeführt werden. Frauen und Männer gehen dabei in denselben Disziplinen auf Medaillenjagd, starten aber getrennt voneinander. Dazu unterscheiden sich die Wettkämpfe in der Länge bei Frauen und Männern.

Einzel
Männer: 20 km, vier Schießen
Frauen: 15 km, vier Schießen

Der Einzelwettkampf ist die älteste Wettkampfform des Biathlons. Die Athleten starten im Abstand von 30 Sekunden und müssen fünf Runden laufen. Geschossen wird nach jeder absolvierten Runde. Lediglich die Schlussrunde endet ohne Schießen.

Die insgesamt vier Schießeinheiten werden in je zweimal Liegenschießen (Runde 1 und 3) und Stehendschießen (Runde 2 und 4) unterteilt. Schießfehler werden mit einer Strafminute geahndet. Nachlader gibt es nicht.

Sprint
Männer: 10 km, zwei Schießen
Frauen:7,5 km, zwei Schießen

Der Sprint ist einfach nur ein verkürztes Einzel. Hier werden drei Runden absolviert, die Schießen finden nach Runde 1 (liegend) und Runde 2 (stehend) statt. Bei einem Schießfehler muss eine 150 m lange Strafrunde gelaufen werden. 

Verfolgung
Männer: 12,5 km vier Schießen
Frauen: 10 km, vier Schießen

Bei der Verfolgung starten die 60 besten Biathleten des Sprints in der Reihenfolge und mit den Zeitabständen beim Zieleinlauf. Der Sieger des Sprints eröffnet das Rennen. Bei der Verfolgung müssen fünf Runden zurückgelegt werden, die viermal über den Schießstand führen. Anders als beim Einzel wird hier aber nicht abwechselnd geschossen, sondern erst zweimal liegend (Runde 1 und 2) und dann zweimal stehend (Runde 3 und 4).

Massenstart
Männer: 15 km, vier Schießen
Frauen: 12,5 km, vier Schießen

Der Massenstart ist das einzige Einzelrennen, wo die Athleten gleichzeitig in die Loipe gehen. Startberechtigt sind jeweils 30 Athleten. Zuerst wird im Liegen (Runde 1 und 2) und danach im Stehen (Runde 3 und 4) geschossen. Jeder Fehlschuss bedeutet eine Strafrunde.

Staffel
Männer: 4 x 7,5 km, acht Schießen
Frauen: 4 x 6 km, acht Schießen

Bei den Staffelwettbewerben können alle Nationen teilnehmen, die eine Mannschaft aus vier Athleten aufstellen können. Die Startläufer gehen, wie beim Massenstart, gleichzeitig auf die Loipe. Jeder Läufer muss drei Runden und zwei Schießen absolvieren. Bei jeder Schießeinlage stehen drei Ersatzpatronen zu Verfügung. Erst, wenn nach diesen Ersatzpatronen noch Scheiben stehen, muss der Athlet in die Strafrunde.

Mixed
Männer: 2 x 7,5 km, vier Schießen
Frauen: 2 x 6 km, vier Schießen

Das Mixed ist eine besondere Variante der Staffel und die jüngste Disziplin. Es ist die einzige Disziplin, bei dem Männer- und Frauenrennen miteinander verbunden werden. Die Staffeln bestehen aus zwei Männern und zwei Frauen. Da Frauen eine kürzere Distanz laufen, ist die Reihenfolge vorgegeben. Erst müssen die beiden Frauen in die Loipe, die Männer starten dann an Position drei und vier. 

Die wichtigsten Wettbewerbe

Die drei wichtigsten internationalen Wettbewerbe im Biathlon sind der Weltcup, die Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele.

Der Weltcup ist die jährliche Wettkampfserie der IBU, die von November/Dezember bis März stattfindet. In der Regel umfasst der Weltcup neun Weltcupstationen mit je drei Rennen vor Ort. In jedem Rennen geht es für die Athleten um Weltcuppunkte. Die Athleten mit den meisten Weltcuppunkten zu Saisonende gewinnen den Gesamtweltcup bei den Männern und Frauen. Dazu gibt es noch Sieger in den Einzeldisziplinen.

Die Biathlon-Weltmeisterschaften werden in den nicht-olympischen Jahren ausgetragen. In vier Jahren werden also drei Weltmeisterschaften ausgetragen.

Die Olympischen Winterspiele sind der Höhepunkt im Biathlon-Kalender. Insgesamt wurden bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang 33 Medaillen in elf Rennen vergeben. Damit gehört Biathlon mit zu den Sportarten mit den meisten ausgetragenen Wettbewerben bei Olympia.

Die Stars des Biathlons

Die Liste der erfolgreichsten Olympia-Teilnehmer führen Peter Angerer (Deutschland) und Alexander Tichonow (Russland) an. Eine Legende im Wintersport der Neuzeit ist Ole Einar Björndalen, der 94 Weltcups im Biathlon und einen im Langlauf, 20 WM-Titel und acht Olympia-Goldmedaillen gewonnen hat. Mit 44 Jahren hat er seine Skier in die Ecke gestellt.

Den Deutschen Biathlon hat neben Angerer besonders Laura Dahlmeier, Magdalena Neuner und Kati Wilhelm geprägt. Alle drei haben mittlerweile ihre Karriere beendet.