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Nach zwei Monaten in der regulären EPL-Saison sind die besten 12 Teams aus Nordamerika und Europa gefunden. Cloud9 und Fnatic sind die Sieger ihrer Region.

Von Mike Koch

Die ESL Pro League genießt ein hohes Ansehen in der internationalen CS:GO-Szene. Die besten Teams des Westens spielen in den zwei Divisionen Europa und Nordamerika, um die Krone in der Weltrangliste.

Nach zwei Monaten ist nun die Ligaphase vorbei und die 12 Teams für die Finals in São Paulo stehen fest.

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In Europa war der Wettkampf um die begehrten Plätze bis zum letzten Spieltag spannend – nur vier Teams standen vorher schon fest.

Die Nummer eins der Welt verpasst die Finals

Während sich Fnatic, Ninjas in Pyjamas, FaZe Clan und der deutsche Vertreter mousesports am letzten Tag ausruhen konnten und ruhig ihre Matches runterspielten, ging es für andere Teams um zwei begehrte Plätze für die Finals.

Na'Vi, Virtus.pro, Team Dignitas und Team EnVyUs – vier Teams besetzt mit Weltstars mussten sogar am letzten Spieltag um jeden Sieg und jede Runde kämpfen.

Am Ende wurde es dann noch ganz eng: Während die Franzosen bei EnVyUs sich den fünften Platz sicherten, standen Team Dignitas und Virtus.pro punktgleich auf dem sechsten und letzten Finals-Platz – einzig die Ukrainer rund um GuardiaN verabschiedeten sich früh aus dem Rennen.

In einem Tie-Breaker mussten Virtus.pro sich ein letztes Mal gegen die Dänen beweisen. Mit zwei Niederlagen war aber ziemlich schnell klar, dass die Polen haarscharf an den Playoffs vorbeischrammten.

Heroic als Stolperstein

Auch im unteren Sektor war es spannend, besonders weil nicht klar wurde, welche Teams überhaupt in die Relegation kommen und welche direkt absteigen.

Unbeeinflusst durch diesen Druck hat sich Heroic sehr stark gezeigt und mit zwei Unentschieden gegen Team EnVyUs und Natus Vincere, denen sie damit restlos alle Chancen auf die Finals verbauten, setzten sie sich von den unteren beiden ab.

Besonders überraschend ist das Abschneiden von FlipSid3 Tactics, die trotz Legend-Status für das nächste Major eine dramatisch schlechte Performance hinlegten und mit nur vier Siegen in der gesamten Saison direkt abgestiegen sind. 

PENTA hingegen kann sich freuen, da sie in der Relegation antreten werden und eine letzte Chance bekommen, um weiter in der europäischen Königsklasse weiterzuspielen.

Aber auch in der nordamerikanischen Division ging es ordentlich rund. Ganz oben an der Spitze steht überraschend nicht SK Gaming, die Nummer zwei der Welt.

Das deutsch-deutsche Duell ist möglich

Was für eine überragende Saison der US-Amerikaner von Cloud9!

Nur eine Niederlage mussten die Jungs in Blauweiß in der Ligaphase einstecken und qualifizierten sich damit als erstes Team überhaupt schon vor zwei Wochen für die Finals.

Auch die Brasilianer in der Liga gaben im Endspurt alles, um sich für das erste große Turnier in ihrer Heimat zu qualifizieren: Kein Wunder also, dass Immortals und SK Gaming unter den besten sechs der NA-Division sind.

Aber auch für deutsche Fans gibt es erfreuliche Nachrichten aus Übersee: NRG eSports, dessen Teilhaber der NBA Hall of Famer-Shaquille O'Neal ist, war diese Saison mit drei deutschen Spielern unterwegs.

Als Fünftplatzierter qualifizierten sie sich ohne Umwege für die Finals in São Paulo – dort könnte es zum deutschen Duell mit mousesports kommen.

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