Formel E

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Formel E 2018/2019

Die FIA-Formel-E-Meisterschaft ist die erste Rennserie für rein elektrobetriebene Formel-Sportwagen.

Sie wurde auf Initiative des ehemaligen Formel-1-Teamchefs Jean Todt im Jahr 2013 ins Leben gerufen und startete am Ende 2014 in ihre allererste Saison.

Die FIA verfolgt mit der Serie den Plan, neue und insbesondere junge Zielgruppen anzusprechen. Dabei stehen Werte wie Effizienz, Nachhaltigkeit und technologischer Fortschritt im Zentrum.

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Formel E.

Teilnehmer der Formel-E-Meisterschaft 2018/2019

In der Saison 2018/2019 werden in der Formel E elf Teams an den Start gehen und damit eines mehr als noch in der Vorsaison. Neu dazu kommt das HWA RACELAB Team, welches ab der übernächsten Saison von Mercedes übernommen wird.

Jedes Team darf pro Rennen zwei baugleiche Autos einsetzen. Auf jeder Startnummer dürfen pro Saison drei Piloten eingesetzt werden, also maximal sechs Fahrer pro Team.  Zu den bekanntesten Herstellern zählen Audi, BMW, Nissan und Jaguar.

In der vergangenen Saison sicherte sich der ehemalige Formel-1-Pilot Jean-Eric Vergne (DS TECHEETAH) den WM-Titel. Mit Lucas di Grassi (Audi Sport ABT Schaeffler), Jerome D'Ambrosio (Mahindra Racing), Sebastian Buemi (Nissan e.dams), Nelson Piquet jr. (Panasonic Jaguar Racing), Pascal Wehrlein (Mahindra Racing), Stoffel Vandoorne (HWA RACELAB) und Felipe Massa (Venturi Formula E Team) gehen noch weitere bekannte Gesichter aus der Königsklasse des Motorsports in der Formel E an den Start.

Neben Wehrlein sind mit Daniel Abt (Audi Sport ABT Schaeffler) und Andre Lotterer (DS TECHEETAH) 2018/2019 noch zwei weitere deutsche Piloten in der Formel E vertreten. Nick Heidfeld  hat dagegen nach drei Jahren sein Cockpit bei Mahindra verloren.

Mit Gary Paffett fährt zudem der aktuelle DTM-Champion in der kommenden Saison für HWA RACELAB.

Die Formel E Rennstrecken

Die Rennen in der Formel E werden als E-Prix bezeichnet. Anders als in anderen Motorsport-Serien werden die Rennen auf eigens dafür konzipierten, temporären Stadtkursen ausgetragen.

Dadurch soll das Event direkt zu den Zuschauern gebracht werden und nicht umgekehrt. Zugleich will die FIA die Elektromobilität dort promoten, wo sie in Zukunft stattfinden wird – im urbanen Raum.

Die neue Saison  wird insgesamt 13 Rennen an zwölf Veranstaltungsorten in Asien, Afrika, Südamerika, Nordamerika und Europa umfassen.

Seit 2015 findet der Deutschland-E-Prix auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof statt.

Das Formel E Punktesystem

Der Sieger eines Rennens erhält 25 Punkte, der Zweitplazierte 18 Punkte und der Dritte auf dem Treppchen 15 Punkt. Der Fahrer auf Platz 10 erhält lediglich einen Punkt, alle dahinter platzierten gehen leer aus.

Außerdem gibt es drei zusätzliche Punkte für die Pole-Position, der Fahrer mit der schnellsten Rennrunde unter den Top 10 erhält einen Zusatzpunkt. Somit kann ein Pilot pro Rennen maximal 29 Punkte einfahren.

Weltmeister wird der Pilot, der am Ende aller Rennen die meisten Punkte auf seinem Konto vermerken kann. Derjenige ist dann der Sieger der Fahrerwertung.

Das Team, dessen Fahrer am Ende der Saison zusammen die meisten Zähler gesammelt hat, sichert sich die Team-Meisterschaft.

Ablauf einer Formel E Veranstaltung

Die Rennveranstaltungen der Formel E finden üblicherweise nur an einem Tag (samstags) statt und starten am frühen Morgen mit dem 1. und 2. Freien Training.  Im Anschluss findet die erste Runde des Qualifyings statt. Diese wird in vier Gruppen à sechs Minuten ausgefahren, die sich nach dem aktuellen Stand der Fahrermeisterschaft zusammenstellen.

Die fünf schnellsten Fahrer der Gruppenphase fahren im Anschluss in einem Shoot-Out die sogenannten Super-Pole aus.

Am Nachmittag findet dann das Rennen statt, in dem die Fahrer in der Reihenfolge ihrer Zeiten aus dem Qualifying starten.

Bislang waren die Fahrzeuge in der Formel E mit Batterien ausgerüstet, die noch keine komplette Renndistanz überstehen konnten. Folglich mussten die Piloten in der Mitte des Rennens das Fahrzeug wechseln. Durch den Einstieg eines neuen Batterielieferanten ist dieser Fahrzeugwechsel ab der Saison 2018/2019 nicht mehr notwendig.

Die Formel E Regeln

Die Renndauer: Ein E-Prix hat eine festgelegte Dauer von 45 Minuten plus eine Runde.

Das Safety-Car: Kommt es während eines Formel-E-Rennens zu Unfällen, Gefahren oder Streckenbehinderungen rückt das Safety-Car aus. Dieses Sicherheitsfahrzeug setzt sich vor das Starterfeld und führt dieses an. Mit dem Safety-Car an der Spitze kann ein Rennen sowohl beginnen, als auch zu Ende gefahren werden. Den Formel-E-Piloten ist es während der Safety-Car Phase nicht gestattet andere Fahrzeuge zu überholen. Wie die Rennwagen verfügt auch das Safety-Car über einen Elektroantrieb.

Die Formel E Rekorde

Bislang wurden in der Formel E vier Saisons ausgefahren. Dabei konnten sechs Piloten an allen 45 Rennen teilnehmen. Diese sind Lucas di Grassi, Sam Bird, Nicolas Prost, Daniel Abt, Nelson Piquet jr. und Jerome D'Ambrosio.

Die meisten Rennsiege (43) konnte der Schweizer Sebastian Buemi einfahren, am häufigsten auf dem Podium stand Lucas di Grassi (27), der gleichzeitig auch die meisten Punkte (611) gesammelt hat.

Bisher konnte kein Fahrer zweimal Formel-E-Champion werden. Die bisherigen Meister sind Nelson Piquet jr. (2014/2015), Sebastian Buemi (2015/2016), Lucas di Grassi (2016/2017) und Jean-Eric Vergne (2017/2018).

Driot Associes Motor Sport (DAMS) konnte dreimal den Titel in der Teamwertung gewinnen.