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Formel E 2019/2020

Die FIA-Formel-E-Meisterschaft ist die erste Rennserie für rein elektrobetriebene Formel-Autos. Die Fédération Internationale de l'Automobil (FIA) ist als Dachverband im Motorsport der sportliche Ausrichter der Meisterschaft.

Die Formel E wurde 2013 auf Initiative des FIA-Präsidenten Jean Todt ins Leben gerufen und startete Ende 2014 in ihre erste Saison. Eine Besonderheit der Formel E ist, dass sie ihre Saisons jahresübergreifend ausrichtet. Sie beginnt stets im Herbst des einen Jahres und endet im Sommer des darauffolgenden Jahres.

Die FIA verfolgt mit der Serie den Plan, eine neue und insbesondere junge Zielgruppen anzusprechen. Dabei stehen Werte wie Effizienz, Nachhaltigkeit und technologischer Fortschritt im Zentrum der Darstellung.

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Formel E.

Teilnehmer der Formel-E-Meisterschaft 2019/2020

In der Saison 2019/2020 werden in der Formel E zwölf Teams in der Formel E an den Start gehen. Das bedeutet wie schon in der Vorsaison, dass das Teilnehmerfeld um ein Team ergänzt wird. In Form von Mercedes EQ Formula E Team geht Mercedes erstmals mit einer eigenen Werksmannschaft an den Start. Zuvor wurden die Einsätze unter der Bezeichnung HWA Racelab durchgeführt. Außerdem steigt Porsche mit einem Team in die Meisterschaft ein. Audi und BMW bleiben als deutsche Hersteller erhalten. Auch Nissan und Jaguar sind in der Formel E als Motorlieferanten vertreten.

Jedes Team darf pro Rennen zwei baugleiche Boliden einsetzen. Auf jedem Fahrzeug dürfen pro Saison drei Piloten eingesetzt werden, also maximal sechs Fahrer pro Team. 

In der vergangenen Saison sicherte sich der ehemalige Formel-1-Pilot Jean-Eric Vergne (DS Techeetah) seinen zweiten Titel. Mit Lucas di Grassi (Audi Sport ABT Schaeffler) und Felipe Massa (Venturi Formula E Team) gehen weitere bekannte Gesichter aus der Königsklasse des Motorsports in der Formel E an den Start.

André Lotterer, der in der Vergangenheit mit Porsche das 24-Stunden-Rennen in Le Mans und die WEC bestritten hatte, wird das Werksteam in der kommenden Saison verstärken.

Für das neue Mercedes-Team wird der amtierende DTM-Champion Gary Paffett an den Start gehen.

Die Formel E Rennstrecken

Die Rennen in der Formel E werden als E-Prix bezeichnet. Anders als in anderen Motorsport-Serien werden die Rennen auf eigens dafür konzipierten, temporären Stadtkursen ausgetragen.

Dadurch soll das Event direkt zu den Zuschauern gebracht werden und nicht umgekehrt. Zugleich will die FIA die Elektromobilität dort promoten, wo sie in Zukunft stattfinden wird – im urbanen Raum.

Die kommende Saison wird insgesamt 14 Rennen an zwölf Veranstaltungsorten in Asien, Südamerika, Mittelamerika und Europa umfassen. Beim Saisonauftakt in Saudi Arabien und beim Finale in Großbritannien wird es wieder es zwei Rennen an einem Wochenende geben. Das ist ungewöhnlich in der Formel E.

Der deutsche E-Prix wird wieder auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin ausgetragen.

Das Formel E Punktesystem

Der Sieger eines Rennens erhält 25 Punkte, der Zweitplazierte 18 Punkte und der Dritte auf dem Treppchen 15 Punkt. Der Fahrer auf Platz 10 erhält einen Punkt, alle dahinter platzierten Piloten gehen leer aus.

Außerdem gibt es in der Saison 2019/2020 einen zusätzlich Punkt für die schnellste Zeit in jeder Qualifikationsgruppe sowie einen Punkt für die Pole-Position. Der Fahrer mit der schnellsten Rennrunde erhält erhält ebenfalls einen Zusatzpunkt, wenn er das Rennen unter den ersten zehn abschließt. Somit kann ein Pilot pro Rennen maximal 28 Punkte pro Rennwochenende einfahren.

Meister wird der Pilot, der am Ende aller Rennen die meisten Punkte auf seinem Konto vermerken kann. Derjenige ist dann der Sieger der Fahrerwertung.

Das Team, dessen Fahrer am Ende der Saison zusammen die meisten Zähler gesammelt haben, sichert sich die Team-Meisterschaft.

Ablauf einer Formel E Veranstaltung

Die Rennveranstaltungen der Formel E werden üblicherweise kompakt an einem Tag (samstags) abgehalten. Sie starten am frühen Morgen mit dem 1. und 2. Freien Training.  Im Anschluss findet die erste Runde des Qualifyings statt. Diese wird in vier Gruppen à sechs Minuten ausgefahren, die sich nach dem aktuellen Stand der Fahrermeisterschaft zusammenstellen.

Die fünf schnellsten Fahrer der Gruppenphase fahren im Anschluss in einem Shoot-Out die sogenannten Super-Pole aus.

Am Nachmittag findet dann das Rennen statt, in dem die Fahrer in der Reihenfolge ihrer Zeiten aus dem Qualifying starten.

Seit der Saison 2018/19 können die Fahrer die gesamte Renndistanz mit einer Batterieladung absolvieren. Das war in den ersten Jahren der Meisterschaft anders. Damals gab es gegen Rennmitte einen obligatorischen Fahrzeugwechsel.

Die Formel E Regeln

Die Renndauer: Ein E-Prix hat eine festgelegte Dauer von 45 Minuten plus eine Runde.

Das Safety-Car: Kommt es während eines Formel-E-Rennens zu Unfällen, Gefahren oder Streckenbehinderungen rückt das Safety-Car aus. Dieses Sicherheitsfahrzeug setzt sich vor das Starterfeld und führt dieses an. Mit dem Safety-Car an der Spitze kann ein Rennen sowohl beginnen als auch zu Ende gefahren werden. Den Formel-E-Piloten ist es während der Safety-Car Phase nicht gestattet, andere Teilnehmer zu überholen. Wie die Rennwagen verfügt auch das Safety-Car über einen Elektroantrieb. Für die Distanz, die hinter dem Safety-Car zurückgelegt wird, den Teilnehmern ein Teil der gesparten Energie abgezogen.

Der Motor: Ab der Saison 2019/2020 ist es nur noch erlaubt, ein Antriebskonzept mit einem Motor einzusetzen. Zuvor war es noch erlaubt, Antriebe mit zwei Motoren zu verwenden.

Der Attack: Damit das Überholen vereinfacht wird, wurde zur Saison 2018/2019 der Attack-Mode eingeführt. Er kann abgerufen werden, wenn der Fahrer zuvor über eine Kontaktschleife gefahren ist, die abseits der Ideallinie liegt. Die zusätzliche Leistung wird für die Saison 2019/2020 von 225 kW auf 235 kW vergrößert.

Der Fanboost: Mit einer Abstimmung können die Fans ins Renngeschehen eingreifen. Bis zum Rennstart können sie darüber entscheiden, wer den Fanboost und damit einen fünf-sekündigen Leistungszuwachs erhalten soll. Die fünf Fahrer mit den meisten Stimmen können den Boost in der zweiten Rennhälfte aktivieren.

Die Formel E Rekorde

Bislang wurden in der Formel E fünf Saisons gefahren. Drei Piloten waren bei allen 58 Rennen am Start: Daniel Abt, Lucas di Grassi und Jerome D'Ambrosio.

Die meisten Rennsiege (13) konnte der Schweizer Sébastian Buemi einfahren, am häufigsten auf dem Podium stand Lucas di Grassi (30), der gleichzeitig auch die meisten Punkte (719) gesammelt hat.

Jean-Eric Vergne war der einzige Pilot, der bislang seinen Meistertitel in der Formel E verteidigen konnte. Der amtierende Champion ging bereits aus der Saison 2017/18 als Spitzenreiter hervor. Vor ihm hatten bereits Nelson Piquet jr. (2014/2015), Sébastian Buemi (2015/2016) und Lucas di Grassi (2016/2017) die Meisterschaft gewonnen.

Driot Associes Motor Sport (DAMS) konnte dreimal in Folge den Titel in der Teamwertung gewinnen. Jeweils einmal ging der Titel an das Audi-Team Abt und an DS Techeetah.