vergrößernverkleinern
F1 Winter Testing in Barcelona - Day One Seit der Saison 2014 starten die Fahrer mit einer persönlichen Startnummer. Sebastian Vettel hat sich für die Fünf entschieden
F1 Winter Testing in Barcelona - Day One Seit der Saison 2014 starten die Fahrer mit einer persönlichen Startnummer. Sebastian Vettel hat sich für die Fünf entschieden © Getty Images
Lesedauer: 7 Minuten
teilenE-MailKommentare

Seit der Saison 2014 hat jeder Formel 1-Fahrer eine persönliche Startnummer, die ihn über seine Karriere begleitet. Meist hat die Nummer ihren Ursprung in der Kart-Zeit.

Bis einschließlich 2013 war es im Reglement der FIA festgelegt, dass jeder Fahrer seine Startnummer für die kommende Saison entsprechend der letztjährigen Positionierung des Teams in der Konstrukteurs-WM bekommen hatte. Lediglich die Nummern eins und zwei wurden von dieser Regelung ausgenommen. Damit sollte sichergestellt werden, dass der amtierende Weltmeister die Eins auf sein Auto bekommt. Der Teamkollege donnerte automatisch mit der Zwei über die Strecken dieser Welt.

Aber ab der Saison 2014 sollte alles anders werden. Zur besseren Vermarktung beschloss die FIA, dass die Fahrer sich eine persönliche Startnummer zwischen 2 und 99 aussuchen können, die sie während ihrer kompletten Formel 1-Zeit behalten. Einzige Ausnahmen sind aktuell die 1 und 17.

Die 1 bleibt weiterhin dem aktuellen Weltmeister vorbehalten, der aber darauf verzichten kann, wenn er seine persönliche Startnummer vorzieht. Die 17 wird zu Ehren von Jules Bianchi nach seinem tödlichen Unfall nicht mehr vergeben.

Anzeige

SPORT1 zeigt die Fahrer der Saison 2019, ihre Startnummern und die Gründe für die Wahl.

Mercedes-AMG Petronas Motorsport

Fahrer: Lewis Hamilton
Startnummer: 44
Grund: Für den fünffachen Weltmeister Lewis Hamilton ist die 44 eine Reminiszenz an seine Anfänge im Motorsport. Mit der 44 gewann er 1995 die Juniorenklasse der britischen Kartmeisterschaften. "Die 44 hat mir seither immer Glück gebracht", so der Engländer.

Fahrer: Valtteri Bottas
Startnummer: 77
Grund: Valtteri Bottas hatte bei seiner Wahl wohl schon den Social Media-Aspekt berücksichtigt. Die 77 passt perfekt zu seinem Namen auf Twitter und Co. - "'#Bo77as".

SCUDERIA FERRARI MISSION WINNOW

Fahrer: Sebastian Vettel
Startnummer: 5
Grund: Ähnlich wie bei Hamilton hat sich Sebastian Vettel bei der Nummernwahl für die Anfänge seiner Karriere entschieden. Mit der 5 stieg er 2001 in den Kart-Sport ein und bei seinem ersten Formel 1-Weltmeistertitel 2010 prangte ebenfalls die 5 auf seinem Boliden.

Fahrer: Charles Leclerc
Startnummer: 16
Grund: Charles Leclerc musste sich ordentlich den Kopf zerbrechen, bis er zur 16 kam. Erst wollte er seine Lieblingszahl 7, aber die war schon von Räikkönen besetzt. Dann schielte er auf die 10, aber die hatte ihm Pierre Gasly schon vor der Nase weggeschnappt. Am Ende entschied er sich für die 16, weil er am 16. Oktober Geburtstag hat und 1+6 wieder zu seiner Lieblingszahl 7 führt.

ASTON MARTIN RED BULL RACING

Fahrer: Max Verstappen
Startnummer: 33
Grund:  Die Gründe für Max Verstappens Wahl liegen ebenfalls in der Kindheit. "Schon als kleiner Junge war ich mit dieser Nummer unterwegs. Deshalb dachte ich, es wäre nett, sie auch in der Formel 1 zu behalten."

Fahrer: Pierre Gasly
Startnummer: 10
Grund: Bei Pierre Gasly gibt es keine spezielle Begründung für die Nummernwahl. Vielleicht hat er sich als großer Fußballfan einfach von dem legendären Ruf der 10 leiten lassen.

RENAULT F1 TEAM

Fahrer: Daniel Ricciardo
Startnummer: 3
Grund:  Die 3 war die erste Nummer, mit der Daniel Ricciardo jemals bei einem Rennen an den Start ging. Dazu ist die NASCAR-Legende Dale Earnhardt, von der der Australier ein großer Fan ist, jahrelang mit der 3 im Oval gestartet.

Fahrer: Nico Hülkenberg
Startnummer: 27
Grund: Nico Hülkenberg hat sich für eine der legendärsten Nummern überhaupt in der Formel 1-Geschichte entschieden. Gilles Villneuve sorgte für die ersten Lorbeeren der 27. Danach war die Nummer fest in Ferrari-Hand. Nigel Mansell, Alain Prost und Jean Alesi führten die stolze Tradition der 27 fort. 1990 wurde sie mit Ayrton Senna bei McLaren endgültig zur Legende.

RICH ENERGY HAAS F1 TEAM

Fahrer: Roman Grosjean
Startnummer: 8
Grund: Bei Roman Grosjean ist kein genauer Grund bekannt. Vielleicht hatte er sich für die 8 entschieden, weil er in der Saison 2013 mit ebendieser Nummer sein bestes Karriereergebnis eingefahren hatte (Platz sieben in der Gesamtwertung).

Fahrer: Kevin Magnussen
Startnummer: 20
Grund: Kevin Magnussen hatte vor seinem Formel 1-Einstieg mit der 20 die Meisterschaft in der Formel 3.5-Liter gewonnen. Dazu fuhren unter anderem Rennlegenden wie Stirling Moss und Martin Brundle mit dieser Nummer.

SPORTPESA RACING POINT F1 TEAM

Fahrer: Sergio Perez
Startnummer: 11
Grund: Bei Sergio Perez spielt wieder das Internet eine besondere Rolle bei der Nummernwahl. Zwar hatte er die 11 auch schon auf seinem Kart, aber da auch seine Email-Adresse die 11 beinhaltet, war die Wahl für ihn naheliegend.

Fahrer: Lance Stroll
Startnummer: 18
Grund: Die 18 begleitet Lance Stroll seit seiner Zeit in der italiensichen Formel 4 und der neuseeländischen Formel Toyota.

MCLAREN F1 TEAM

Fahrer: Lando Norris
Startnummer: 4
Grund: Auch bei Lando Norris spielt Social Media die entscheidende Rolle. Die 4 kann man nämlich so herrlich in seinen Namen einfügen - #l4ndo#. Dazu wollte er es sich nicht zu einfach machen und schlicht die Nummer seines großen Idols Valentino Rossi nehmen (46).

Fahrer: Carlos Sainz
Startnummer: 55
Grund: Carlos Sainz hatte wohl den gleichen Social Media-Kurs wie Valtteri Bottas und Lando Norris. Auch bei ihm war eine Spielerei mit seinem Namen ausschlaggebend - "#carlo55ainz". Zwar wollte er ursprünglich die 5, aber da die von Vettel schon besetzt war, wich er gern auf die 55 aus.

RED BULL TORO ROSSO HONDA

Fahrer: Daniil Kwjat
Startnummer: 26
Grund: Bei Daniil Kwjat ist über die genauen Gründe der Nummernwahl nichts bekannt. Auf Twitter äußerte er dazu nur vielsagend "Die Geschichte zu dieser Nummer muss noch geschrieben werden!"

Fahrer: Alexander Albon
Startnummer: 23
Grund: Ähnlich wie bei Lando Norris spielte Valentino Rossi auch bei Alexander Albon eine große Rolle. Allerdings wollte er den Italiener nicht stumpf kopieren und entschloss sich daher für die 23 (die Hälfte von 46).

ALFA ROMEO RACING

Fahrer: Kimi Räikkönen
Startnummer: 7
Grund: Der Finne ist und bleibt einfach ein Original. Während sich alle anderen Fahrer großes Kopfzerbrechen gemacht hatten, ist Räikkönen eher pragmatisch an die Sache herangegangen. "Dazu gibt es keine spezielle Geschichte. Die Nummer hatte ich schon im vergangenen Jahr und ich sah keinen Grund, das zu ändern. Ich mag sie und das reicht doch, oder?"

Fahrer: Antonio Giovinazzi
Startnummer: 99
Grund: Bereits als Testfahrer bei Ferrari wählte er die 99. In einem Auto der Scuderia fahren zu dürfen, sei für ihn immer etwas Besonderes. Daher entschied er sich für die 99, da sie die größte zweistellige Zahl ist und damit auch etwas Besonderes darstellt.

ROKIT WILLIAMS RACING

Fahrer: Robert Kubica
Startnummer: 88
Grund: Für Robert Kubica hat ein Sprichwort den Ausschlag bei der Nummernwahl gegeben. Die 8 war seine erste Nummer im Kartsport. Aber da "doppelt gemoppelt besser hält", hat er die 8 einfach verdoppelt.

Fahrer: George Russel
Startnummer: 63
Grund: George Russel macht aus seiner Wahl ein Geheimnis. Zu der Wahl hat sich der Brite bisher nicht geäußert.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image