Borussia Dortmund ist erfolgreich in die Playoffs der Champions League gestartet. Die Schwarz-Gelben setzten sich im eigenen Stadion mit 2:0 (2:0) gegen Atalanta Bergamo durch und machten einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale. Grund zum Feiern: Nach Abpfiff tanzten die BVB-Stars ausgelassen vor der Südtribüne.
Champions League: BVB auf Kurs - Guirassy setzt Bestmarke
BVB auf Kurs: Guirassy setzt Bestmarke
Serhou Guirassy, Dortmunds Lebensversicherung in der Königsklasse, brachte die Mannschaft von Niko Kovac früh in Führung (3.) und sendete danach eine emotionale Botschaft. Maximilian Beier erhöhte noch vor dem Pausenpfiff nach Vorlage von Guirassy auf 2:0 (42.).
BVB: Auf Guirassy und Ryerson ist Verlass
Beim ersten BVB-Tor war mal wieder Julian Ryerson der Vorlagengeber. Schon beim 4:0 gegen den FSV Mainz 05 hatte der formstarke Norweger gleich vier (!) Assists gegeben - eine historische Vorstellung. Das war noch keinem Dortmunder Spieler in der Vereinsgeschichte – und seit Beginn der detaillierten Datenerfassung - gelungen. Der nächste Assist ließ nicht lange auf sich warten.
Auch Guirassy stellte am Dienstagabend wieder seine Qualitäten unter Beweis. Durch den Treffer und die Vorlage hat der Stürmerstar seit Beginn der Vorsaison in der Champions League nun mehr 24 direkte Torbeteiligungen vorzuweisen - so viele wie kein anderer Spieler in diesem Zeitraum.
BVB-Spiel mit Verspätung angepfiffen
Dabei hätte der BVB auch noch höher gewinnen können, ließ aber einige aussichtsreiche Gelegenheiten aus. „Es waren ein, zwei Situationen, in denen der letzte Pass ungenau war, oder noch geklärt wurde. Ein 2:0 ist dennoch gut, aber trotzdem ein bisschen gefährlich, wenn man noch ein Auswärtsspiel vor der Brust hat", merkte Julian Brandt nach dem Spiel bei Amazon Prime an.
Die Partie wurde erst um 21.15 Uhr mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen, weil der BVB-Bus im Stau feststeckte. Grund für die Verspätung dürfte ein Konzert von Herbert Grönemeyer gewesen sein, das um 20 Uhr in der nur rund 500 Meter entfernten Westfalenhalle stattfand. Die Folge: Stress auf den Dortmunder Straßen und längere An- und Abreisezeiten für alle Beteiligten.
„Es war ein bisschen ein komischer Tag, wir sind spät im Stadion angekommen. Dann ging alles sehr schnell. Tatsächlich glaube ich, dass uns der Stress dann ganz gut getan hat“, sagte Brandt: „Wir mussten schnell auf den Platz, die UEFA war sicherlich ein bisschen genervt. Wir haben es geschafft, das in Energie umzuwandeln. Ich glaube, dass uns das ein bisschen geschärft hat heute, es sollte aber nicht die Norm sein.“
Champions League: Abwehrjuwel debütiert
Bei den Dortmundern kam der 18 Jahre alte Verteidiger Luca Reggiani aufgrund der Personalsorgen in der Abwehr zu seinem Startelfdebüt. Erst am 7. Februar beim 2:1 gegen den VfL Wolfsburg hatte Reggiani in der Nachspielzeit bei den Profis debütiert. Reggiani wurde zwar in der 18. Minute schon verwarnt, machte seine Sache aber weitestgehend ordentlich und ging über die volle Distanz. In der SPORT1-Einzelkritik erhielt er die Note 2.
Das Rückspiel gegen die Bergamasken findet am Mittwoch, den 25. Februar um 18.45 Uhr in Bergamo statt. Der Sieger nach beiden Duellen trifft im Achtelfinale entweder auf den FC Arsenal oder den FC Bayern. Die Auslosung findet am Freitag, den 27. Februar um 12.00 Uhr statt.