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Formel 1: Nach dem Haas-Aus - wechselt Mick Schumacher zu Mercedes? Das sind seine Optionen

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Formel 1: Nach dem Haas-Aus - wechselt Mick Schumacher zu Mercedes? Das sind seine Optionen

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Diese Optionen bleiben Schumacher

Sein Aus bei Haas ist besiegelt. Mick Schumacher wird im US-Team durch Nico Hülkenberg ersetzt und verliert damit seinen Stammplatz in der Königsklasse. Das soll noch in dieser Woche offiziell werden.
Mick Schumacher wird wohl keinen neuen Vertrag bei Haas erhalten. Sein Landsmann Nico Hülkenberg wird ihn demnach ersetzen.
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Für den Sohn von Michael Schumacher (53) ist das ein herber Rückschlag. Doch ganz unglücklich dürfte er nicht sein, dass das Martyrium bei Haas ein Ende hat. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Teamchef Günther Steiner und Teambesitzer Gene Haas hatte Schumi junior das ganze Jahr lang immer wieder scharf kritisiert. Bereits zur Jahresmitte war die Stimmung so vergiftet, dass sich der Schumacher-Clan in Teilen lieber im offiziellen Formel-1-Motorhome aufhielt als in der Haas-Hospitality. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Ganz überraschend kommt die Kündigung also nicht. Heißt auch: Schumacher hat längst seine Fühler ausgestreckt, wo er in Zukunft andocken könnte. „Ich will in der Formel 1 bleiben, weil ich diesen Sport liebe“, konterte der 23-Jährige in Brasilien Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und dessen Vorschlag, in eine andere Rennserie zu wechseln.

SPORT1 erfuhr: Bereits im Sommer hat Mercedes Schumacher den Job des Ersatzfahrers für 2023 angeboten.

„Ich weiß nicht, was der Stand mit Mick und Haas ist“, bestätigte Teamchef Toto Wolff erst am gestrigen Sonntag. „Ich mache aber kein Geheimnis daraus, dass die Familie Schumacher zu Mercedes gehört und dass wir Mick sehr schätzen.“ (NEWS: Mercedes offen für Schumacher)

Schumacher bei Mercedes hätte Charme

Die Perspektive, die der Österreicher zu bieten hat: Mick Schumacher als Nachfolger von Lewis Hamilton aufzubauen. Der Rekordweltmeistersohn könnte bei Mercedes in die Arbeitsabläufe eines Top-Teams eintauchen, seine Fähigkeiten im Simulator schleifen, von einem Superstar wie Hamilton lernen.

Schumacher wäre auch nicht der erste Formel-1-Pilot, der auf dem Weg nach oben eine Pause einlegen muss. Sowohl Fernando Alonso als auch Felipe Massa wurden von Renault und Ferrari einst als Testfahrer geparkt, bevor ihre Karrieren so richtig Fahrt aufnahmen.

Als mehrfacher Formel1-Weltmeister hat er die Herzen der Fans im Sturm erobert: SPORT1 History blickt zurück auf eine bewegende Karriere.
04:29
SPORT1 History über das Leben von Michael Schumacher

Dazu kommt die Historie: Mick Schumacher als Mercedes-Testfahrer macht allein deshalb Sinn, weil sein Vater Michael als Sternfahrer seine Karriere sowohl begonnen als auch beendet hat. Die Mercedes-Werbeabteilung hätte ihre wahre Freude an der aus der Not geborenen Reunion.

Mercedes-Stammcockpit erst 2026 realistisch

Bei aller aufkeimenden Schumacher-Mercedes-Euphorie gibt es aber auch einen Wermutstropfen: Realistisch ist ein Silberpfeil-Stammcockpit für Schumacher erst 2026. Hamilton hat unlängst angekündigt, seinen Vertrag noch einmal über 2023 hinaus verlängern zu wollen.

Mit Brasilien-Sieger George Russell ist auch der zweite Mercedes stark besetzt. Mindestens drei Jahre müsste Mick also zuschauen, wenn er sich langfristig an Mercedes und Teamchef Wolff bindet. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Schumachers aktuell einzige Alternative: ein Angebot von Alpine. Auch die Franzosen buhlen um seine Dienste als Ersatzpilot. Doch wie bei Mercedes sind dort beide Stammcockpits mit Pierre Gasly und Esteban Ocon auf absehbare Zeit besetzt. (NEWS: Ein Formel-1-Fiasko mit Ansage?)

Hoffnungen auf Stammcockpit fast bei Null

Hoffnungen auf ein Stammcockpit kann sich Schumacher kaum noch machen. Bei Williams ist Nicholas Latifis Cockpit theoretisch zwar noch frei.

Doch dass der dafür Auserwählte Amerikaner Logan Sargeant die nötigen Superlizenz-Punkte nicht bekommt, gilt als unwahrscheinlich. Ihm reicht ein fünfter Gesamtrang in der Formel 2. Vorm Finale in Abu Dhabi liegt der US-Boy auf Rang drei der Tabelle. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Erst wenn dessen Projekt „Formel-1-Führerschein“ wider Erwarten doch scheitert, steht Schumi jr. auf der Williams-Pole-Position.

Teamchef Jost Capito hatte bereits vor ein paar Wochen betont: „Ich glaube, Mick ist sehr schnell, ein guter Typ und er müsste auf jeder Liste stehen, von den Teams, die noch einen Sitz freihaben.“

Schumacher ganz oben auf der Liste von Audi

Ganz oben auf der Liste steht Schumacher jetzt schon bei Audi. Die Ingolstädter steigen 2026 mit dem Sauber-Team in die Formel 1 ein und wünschen sich einen deutschen Fahrer.

Doch noch können sie dem Rekordweltmeistersohn kein Cockpit anbieten. Beim Schweizer Rennstall sind Guanyou Zhou und Valtteri Bottas 2023 fix. Noch offen ist, welche Zugriffsrechte Audi ab 2024 hat. (NEWS: Audis Plan mit Schumacher)

Mindestens bis dahin braucht Schumacher also eine Formel-1-Alternative.

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