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Skispringen & Skifliegen

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Skispringen

Wintersport / Skispringen
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Seefeld-Weltmeisterin Straub beendet ihre Karriere
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Sturz-Opfer Tande darf Intensivstation verlassen
Gute Nachrichten von Skispringer Daniel Andre Tande! Der Norweger kann sechs Tage nach seinem Horror-Sturz die Intensivstation verlassen. mehr »
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Margere Winter-Bilanz: Skispringerinnen ohne Podest
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DSV-Adler feiern Team-Sieg - Eisenbichler gibt Entwarnung
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Siegt Geiger auch zum Saison-Abschluss?
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Teamwettbewerb der Frauen in Tschaikowski abgesagt
Das Teamspringen der Frauen beim Weltcup-Finale im russischen Tschaikowski im Rahmen der Blue Bird Tour ist wegen zu starken Windes abgesagt worden. mehr »

Skispringen 

Wenn der Winter vor der Tür steht, kommen die Wintersportfans wieder auf ihre Kosten. Zahlreiche Live-Übertragungen von Alpin-Ski über Biathlon und Eisschnelllauf bis zum Skispringen sorgen für echten Wintersportgenuss auf der heimischen Couch.

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zum Skispringen, seiner Geschichte, der Entwicklung, den wichtigsten Events und Regeln.

Geschichte des Skispringens

Erstmals über ein Skispringen berichtet wurde im Jahr 1796. Damals berichtete der der holländische Seeoffizier Cornelius de Jong über eine Übung norwegischer Soldaten, die über eine Haufen aus Holz und Schnee sprangen und dabei Weiten von etwa sieben Metern erzielten. 

Bildlich belegt wurde ein Skispringen im Jahr 1862 in Norwegen. Das skandinavische Land gilt als Vorreiter in der Entwicklung des Skispringens. In Oslo fand 1879 der erste jährlich ausgetragene Wettbewerb statt. 

In Deutschland fand 1893 der erste Wettbewerb statt. Die erste Schanze wurde 1900 im Schwarzwald errichtet. 

Skispringen gehört seit den ersten Olympischen Spielen 1924 zum olympischen Programm. 

Disziplinen und Regeln

Beim Skispringen wird zwischen Einzel- und Teamwettbewerben unterschieden. Beide werden in zwei Durchgängen entschieden. 

Beim Einzel gehen im ersten Durchgang 50 Springer, die sich dafür über den Stand im Gesamt-Weltcup oder einen vorgeschalteten Qualifikationssprung qualifiziert haben, von der Schanze. Die besten 30 kommen jeweils in den zweiten Durchgang, der in umgekehrter Reihenfolge gestartet wird. Das heißt: Der 30. des ersten Durchgangs springt zuerst, der erste des ersten Durchgangs schließt jeden Einzelwettbewerb ab. Sieger ist der Springer mit den meisten Punkten. 

Ein Team besteht jeweils aus vier Springern einer Nation. Im ersten und möglichen zweiten Durchgang absolvierte jeder Springer einen Sprung, die Punkte aller Springer einer Nation werden addiert. Den zweiten Durchgang erreichen in der Regel die acht besten Nationen nach dem ersten Durchgang. 

Die wichtigsten Wettbewerbe

Die drei wichtigsten internationalen Wettbewerbe sind der Weltcup, die Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele.

Der Weltcup-Kalender 2019/20 der Männer umfasst 30 Einzel- und sechs Teamwettbewerbe in 21 Austragungsorten. Bei den Frauen sind 21 Einzel- und zwei Teamwettbewerbe in zwölf Austragungsorten. 

Highlight eines jedes Weltcup-Winters ist die seit 1953 stattfindende Vierschanzentournee in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. 

Die Nordische Ski-WM, zu dessen Programm auch das Skispringen zählt, findet alle zwei Jahre statt - nämlich in ungeraden Jahren - und wird vom Weltverband FIS organisiert. Die nächste Nordische Ski-WM ist 2021 in Oberstdorf. 

Auch die Weltmeisterschaft im Skifliegen wird in einem zweijährlichen Rhythmus durchgeführt, abwechselnd zur Nordischen Ski-WM - also in geraden Jahren.

Die alle vier Jahren stattfinden Olympischen Winterspiele sind der stets Höhepunkt für alle Skispringer. 

Die Stars des Skispringens

Die Nummer eins in der Liste der besten Skispringer aller Zeiten ist ein Deutscher. Jens Weißflog holte als einziger Athlet Olympia-Einzel-Gold im Parallel-Stil und im V-Stil. Dazu gewann er viermal die Vierschanzentournee, wobei er mit zehn Einzelsiegen bis heute Rekordhalter ist. Drei WM-Titel, 33 Weltcupsiege und der Gewinn des Gesamtweltcups 1983/1984 runden seine einzigartige Karriere ab. 

Ihm am nächsten kommt Matti Nykäenen. Der Finne dominierte den Sport in den 80ern nach Belieben. Er gewann zweimal die Tournee, 46 Weltcups und vier Gesamtweltcups. Dazu holte Nykänen viermal Olympia-Gold und sechsmal WM-Gold. Nykänen ist damit einer von fünf Springern, der Gold bei WM und Olympia sowie den Gesamtweltcup und die Tournee gewonnen hat.

Mit 53 Siegen ist der Österreicher Gregor Schlierenzauer Weltcup-Rekordsieger. Er gewann zudem zweimal die Tournee, zwei Gesamtweltcups, Team-Gold bei Olympia und dreimal die Einzel-WM. 

Sven Hannawald gewann 2001/02 als Erster alle vier Springen der Vierschanzentournee.Neben seinem Tournee-Triumph holte er 18 Weltcupsiege und zwei Gesamtweltcups. Ein Einzeltitel bei der WM oder bei Olympia glückte ihm nie.