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Freiburg - Eine klare Leistungssteigerung und ein entfesselter Pierre-Emerick Aubameyang verhelfen Dortmund zu einem klaren Sieg bei Lieblingsgegner Freiburg. Der BVB verlässt die direkten Abstiegsplätze.

Borussia Dortmund und Jürgen Klopp haben beim Lieblingsgegner einen Befreiungsschlag geschafft.

Nach fünf Partien ohne Sieg hat sich der tief gefallene Vize-Meister im Kellerduell des 20. Spieltags mit 3:0 (1:0) beim SC Freiburg durchgesetzt.

Der zehnte Sieg in Folge gegen die Breisgauer hat auch dem zuletzt angeschlagenen BVB-Trainer Jürgen Klopp endlich ein Erfolgserlebnis verschafft (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan).

Marco Reus (9.) und Pierre-Emerick Aubameyang (56. und 72.) trafen für die Borussen, die in der Tabelle an den Freiburgern vorbeizogen (Datencenter: Tabelle). "Da sieht man, was mit Selbstbewusstsein alles geht", sagte Klopp bei Sky.

BVB stürmt von Beginn an

Der BVB-Coach traf vor dem Spiel schmerzhafte Entscheidungen. Hauptleidtragende: die glücklosen Erben von Stürmer Robert Lewandowski. Ciro Immobile musste für Shinji Kagawa auf die Bank weichen. Elf-Millionen-Einkauf Adrian Ramos stand nicht einmal im Kader.

Als Fehler erwies es sich nicht: Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Freiburger Stadion sahen zu Beginn klar überlegene Gäste.

Die Dortmunder, bei denen auch Kevin Großkreutz, Sven Bender und Sebastian Kehl fehlten, hatten schon in der ersten Minute die erste gute Chance durch Reus. Der Nationalspieler scheiterte am Freiburger Torwart Roman Bürki (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Nur vier Minuten später musste Bürki gegen Kagawa und Ilkay Gündogan retten. Kurz darauf war der Schweizer Keeper machtlos.

Nach einem katastrophalen Fehlpass von Mike Frantz brauchte Reus nach Vorarbeit von Aubameyang nur noch einzuschieben. Es war das vierte Saisontor des lange verletzten 25-Jährigen.

SC Freiburg v Borussia Dortmund - Bundesliga Marco Reus
Marco Reus (l.) gelang das erste Pflichtspieltor des BVB 2015 © Getty Images

Freiburg von der Rolle

Die Gastgeber, die ohne Admir Mehmedi und Marc-Oliver Kempf auskommen mussten, waren in der Anfangsphase völlig von der Rolle. Mit dem knappen Rückstand war der SC nach einer Viertelstunde noch gut bedient.

Auch danach wurde es aus Sicht der Freiburger kaum besser. In der 23. Minute hätte Gündogan den Vorsprung ausbauen können, neun Minuten später vergab Kagawa die Möglichkeit zum zweiten BVB-Treffer.

Erst in der 43. Minute hatte Oliver Sorg per Distanzschuss die erste echte Chance der Gastgeber. Die Pausenführung der Gäste war hochverdient.

Aubameyang wie entfesselt

Zu Beginn des zweiten Durchgangs versuchte es SC-Coach Christian Streich mit einem Doppelwechsel. Die Offensivkräfte Dani Schahin und Maximilian Philipp kamen für Nils Petersen und Jonathan Schmid. Die Maßnahme brachte zunächst keinen Erfolg.

Ganz im Gegenteil: Aubameyang hatte das zweite BVB-Tor auf dem Fuß (52.), kurz darauf machte es der Angreifer nach Vorarbeit Gündogans besser.

Im Anschluss drängten die Gastgeber auf den Anschluss, die beste Chance vergab aber Reus auf der Gegenseite bei einem Konter (66.). Wenig später sorgte Aubameyang für die Entscheidung - und hatte sogar noch mehrere gute Gelegenheiten, auf einen Dreierpack zu erhöhen.

"Wir hätten noch wesentlich höher verlieren können", musste Streich eingestehen: "Wir haben ein furchtbares Spiel gemacht. Wir waren chancenlos und in allen Belangen unterlegen."

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