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Diese Frage beschäftigt die Darts-Welt

Die große Premier-League-Prognose

Luke Littler gegen Gian van Veen – nur das große Finale der Darts-WM 2026 steht noch aus. Die nächste große Frage im PDC-Kalender heißt dann: Wer spielt in der Premier League? Max Hopp gibt seine Bewertung und SPORT1 eine Prognose ab.
Gary Anderson spricht nach seinem Halbfinaleinzug mit SPORT1 über das Viertelfinale und eine mögliche Einladung von der PDC zur Premier League.
Luke Littler gegen Gian van Veen – nur das große Finale der Darts-WM 2026 steht noch aus. Die nächste große Frage im PDC-Kalender heißt dann: Wer spielt in der Premier League? Max Hopp gibt seine Bewertung und SPORT1 eine Prognose ab.

Die ersten vier Spieler der Premier League 2026 stehen fest! Luke Littler, Luke Humphries, Gian van Veen sowie Michael van Gerwen sind nach der Darts-WM (Das Finale am Samstag LIVE auf SPORT1, Countdown ab 19 Uhr) die Top-4 der Order of Merit und somit gesetzt. Fehlen noch die vier Spieler, die von der PDC eingeladen werden.

Vor der offiziellen Verkündung am kommenden Montag um 16.30 Uhr geht SPORT1 zusammen mit SPORT1-Experte Max Hopp mögliche Kandidaten durch. Wer darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Premier-League-Platz machen? Die SPORT1-Prognose.

Premier League: Littler, Humphries, van Veen und MvG gesetzt

Luke Littler: Er ist DER Mann, um den sich im Dartsport alles dreht. „The Nuke“ hat für neue Maßstäbe gesorgt, sowohl sportlich am Board als auch in den Zuschauerzahlen, Werbeumsätzen und TV-Verträgen. Als aktuelle Nummer eins der Welt, als Weltmeister 2025 – und als das Gesicht der Szene ist Littler ohnehin gesetzt. SPORT1-Experte Max Hopp: „Er ist ein Segen für unsere Sportart und gehört genau da hin, wo er steht.“

Prognose: 100%

Luke Humphries: Im schlimmsten Fall rutscht „Cool Hand“ nach der WM auf Rang drei der Welt ab. Gewinnt sein Namensvetter, bleibt Humphries gar die zwei der Welt. Der aktuelle Premier-League-Gewinner der vergangenen Saison ist weiterhin gesetzt, will sich aber nach seinem Viertelfinal-Aus gegen Gian van Veen schnellstmöglich rehabilitieren. Max Hopp: „Er ist Titelverteidiger, sagen wir es kurz: Er muss rein!“

Prognose: 100%

Gian van Veen: Er übernahm bei der WM die niederländische Darts-Krone von Michael van Gerwen, steht als Nummer drei der Welt nicht nur als Gallionsfigur unseres Nachbarlandes am Oche, sondern will auch im Finale als erster Dartspieler überhaupt die eine Million Pfund Preisgeld einheimsen. Der 23-Jährige blickt auf ein formidables Jahr zurück und qualifiziert sich somit gar über die Order of Merit für die Premier League. Max Hopp: „Er ist die neue niederländische Nummer eins, und spielt herausragend. Alleine schon wegen den Clashes mit Michael van Gerwen ist er gesetzt.“

Prognose: 100%

Michael van Gerwen: Auch wenn der Niederländer die Vormachtstellung im eigenen Land an van Veen verloren hat, ist er immer noch eines der Aushängeschilder der Dartszene. Nach einem Schreckensjahr 2025 ohne Major-Titel und mitsamt privater Probleme wird er aber auch nach der WM unter den Top 4 der Welt stehen – und somit bei der Premier League dabei sein. Max Hopp: „Diese Saison wird ein Härtetest für ihn. Er geht nicht als Top-Favorit an den Start, er muss seine Position schon nachhaltig klarmachen.“

Prognose: 100%

Lehnt Anderson eine Einladung wirklich ab?

Jonny Clayton: „The Ferret“ ist als Nummer fünf der Welt nicht automatisch qualifiziert und muss, wie alle folgenden Spieler auf eine der vier Einladungen der PDC hoffen. Der beste Waliser hat schon jede Menge Premier-League-Erfahrung: Clayton gewann die Ausgabe 2021. Mit seinem WM-Viertelfinaleinzug sollte das Premier-League-Ticket fix sein. Max Hopp: „Ich gehe davon aus, dass er dabei ist. Er hat eine starke WM gespielt und gehört für mich auf jeden Fall dort rein.“

Prognose: 80%

Gary Anderson: Der 55-Jährige ist ein Spezialfall. Auf der einen Seite hat sich die lebende Darts-Legende mit den Back-to-back Weltmeistertiteln 2015 und 2016 in die Geschichtsbücher der Szene eingetragen, erlebte auch mit dem Halbfinale bei der diesjährigen WM einen x-ten Karrierefrühling. ABER: Anderson hatte auch bei SPORT1 schon bestätigt, eine mögliche Premier-League-Einladung abzulehnen. Der „Flying Scotsman“ überlasse den jüngeren Spielern die Bühne und ziehe sich nach und nach vom Reisestress zurück. Max Hopp: „Ich habe mich mit ein paar englischen Kollegen unterhalten, die sagen: ‚Er muss es eigentlich machen.‘ Es wird spannend, wie seine Entscheidung ausfällt.“

Prognose: 33%

Wird Rock von der Leine gelassen?

Stephen Bunting: Der Engländer erlebte in der abgelaufenen Premier-League-Saison eine absolute Horror-Spielzeit. Bunting fand lange Zeit über gar nicht zu seinem Spiel, musste früh abreißen lassen und wurde schließlich folgerichtig nur Achter. Mit seinem WM-Drittrundenaus gegen James Hurrell sanken seine Chancen weiter. Großer Pluspunkt: Mit seinem Slogan „Let’s go Bunting mental“ und „Titanium“ als Einlaufsong ist die Nummer sieben der Welt weiterhin ein Publikumsmagnet. Max Hopp: „Aus Marketingsicht gehört er für mich in die Premier League. SkyUK hat die Möglichkeit eine Wildcard zu vergeben, und in der Vergangenheit hat man diese schon häufig an diese Art Spieler vergeben, weil er Tickets verkauft und zudem verschiedene junge Plattformen wie TikTok und Instagram bespielt.“

Prognose: 66%

Ryan Searle: „Heavy Metal“ steht nach der WM zum ersten Mal in seinem Leben unter den besten zehn Spielern der Welt. Sein überraschender Halbfinaleinzug katapultiert den an einer Augenkrankheit leidenden Engländer in ungewohnte Sphären der Order of Merit – und damit auch mittenrein ins Gespräch um eine Teilnahme an der Premier League. Mit einem Finaleinzug hätte es wohl gereicht, so wird Searle zittern müssen. Hopp: „Ich glaube, die PDC wird ihn nicht in die Premier League mit hineinnehmen. Aus dem einfachen Grund, weil er zwar ein guter Spieler, aber kein auffallender Charakter auf der Bühne ist.“

Prognose: 20%

Josh Rock: Der Nordire ist einer der jungen Wilden, spielt ein atemberaubendes Tempo und kann Monster-Averages auflegen – eigentlich perfekt für Premier-League-Abende, bei denen es nicht nur um sportliches Vermögen, sondern auch um die große Show geht. Der Jugendweltmeister von 2022 gewann im vergangenen Jahr zusammen mit Daryl Gurney die Team-WM, schied im Ally Pally aber bereits im Achtelfinale gegen Überraschungsmann Justin Hood aus. Auch Rock ist nicht sicher dabei. Max Hopp: „Den wollte man unbedingt in der Premier League. Für mich wäre es ein gutes Zeichen der PDC ihn mit hineinzunehmen, weil man dann den Jungspunden um Littler, van Veen und Rock die Plattform bietet, sich auf der größten Bühne battlen zu können.“

Prognose: 50%

Premier League: Für Price und Aspinall wird es schwer

Danny Noppert: „The Freeze“ hatte die Chance, sich ganz vorne in der Order of Merit reinzuspielen – und hat sie verpasst. Auch er schied bei der WM gegen Favoritenschreck Justin Hood aus und rutscht ganze vier Plätze auf Rang zehn der Welt ab. Weil er zudem nicht das Aushängeschild für Ticketverkäufe ist, wird Noppert sich wohl mindestens noch ein Jahr mit der Premier-League-Teilnahme gedulden müssen. Max Hopp: „Obwohl er der Spieler mit den konstantesten Major-Resultaten in diesem Jahr ist, gehe ich von aus, dass man ihn außen vorlassen wird. Er ist keine Marketingmaschine – und wäre nach MvG und van Veen der dritte Niederländer.“

Prognose: 15%

James Wade: „The Machine“ ist der Evergreen in der Weltelite. Wade sticht nicht besonders hervor, spielt aber konstant gute Averages und Turniere und hält sich so stets in oder nahe der Top Ten. Schon vor 16 Jahren gewann Wade die Premier League bei seiner zweiten Teilnahme. Weil aber gerade die „young guns“ drücken, hat Wade seinen Platz in keiner Weise sicher. Max Hopp: „Die Konkurrenz ist einfach zu groß, er wird aus meiner Sicht keinen Premier-League-Platz kriegen.“

Prognose: 15%

Gerwyn Price: Der Ex-Weltmeister ist eine Ausnahmeerscheinung im Darts-Zirkus, wird von den Fans entweder geliebt oder verachtet. Mit seiner energetischen Art und dem ikonischen „Buuuyaaaa“ verkörpert ‚Gezzy‘ eine ganz eigene Art eines Dartspielers. So wird auch sein frühes WM-Ausscheiden (2. Runde gegen Wesley Plaisier) nicht zu sehr ins Gewicht fallen. In der Premier League erreichte er im vergangenen Jahr noch die Playoffs – offen, ob er auch in diesem Jahr ran darf. Max Hopp: „Natürlich kann man ihn mit reinnehmen. Aber mir fehlt hier und da die Argumentation, außer, dass er der „Iceman“ ist. Er hat bei den Majors in diesem Jahr performt, aber ist bei der WM zu früh rausgegangen – und ich denke, man gibt eher Spielern wie Rock den Vorzug.“

Prognose: 20%

Nathan Aspinall: Sportlich muss „The Asp“ kämpfen, steht nur noch auf Rang 14 der Order of Merit und war auch bei der WM 2026 kein Thema! Seinen letzten Major-Sieg fuhr er schon 2023 ein, seitdem spielte der Engländer zwar einige Finals – ohne aber den ganz großen Titel einzufahren. Vorteil: Sein Walk-On „Mr. Brightside“ ist wohl einer der beliebtesten auf der gesamten Tour – und versetzt das Publikum selbst in großen Hallen außerhalb Großbritanniens in Mitsing-Laune. Aber ist das genug? Max Hopp: „Es ist ein People’s Champion. Es wird einfach nicht reichen und er wird sich wieder reinkämpfen müssen – gehört für mich aber sogar eher noch zum Teilnehmerfeld als Gerwyn Price.“

Prognose: 30%

Justin Hood: Die große Märchengeschichte der Darts-WM 2026! Der kleine Mann mit dem Pinguin-Fischerhut hat die Darts-Fans begeistert und ist mit Sicherheit einer der sympathischsten Spieler auf der Tour. „Happy Feet“ hätte aber wohl schon den Turniersieg gebraucht, um sich ernsthaft Hoffnungen auf eine Teilnahme zu machen. So bleibt nun mehr Zeit für die Öffnung seines angestrebten China-Restaurants. Max Hopp: „Er wird so beschäftigt sein mit seinem Restaurant – mein Namensvorschlag ist ‚Wok on Song‘ -, dass er gar keine Zeit für die Premier League hätte. Aufgrund seiner Ranglistenposition kann man das aber auch nicht verargumentieren. Wenn er noch so eine WM spielt, sähe das dann schon anders aus.“

Prognose: 5%

Max Hopps Premier-League-Prognose
Luke Littler
Luke Humphries
Gian van Veen
Michael van Gerwen
Jonny Clayton
Gary Anderson
Stephen Bunting
Josh Rock