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Ein Neuzugang, der polarisiert

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Ein Neuzugang, der polarisiert

Elye Wahi soll Omar Marmoush bei Eintracht Frankfurt ersetzen. Der Franzose war als Teenager ein riesiges Versprechen, das er bislang noch nicht einlösen konnte. Bei den Hessen hofft der Mittelstürmer auf einen Neuanfang.
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Elye Wahi soll Omar Marmoush bei Eintracht Frankfurt ersetzen. Der Franzose war als Teenager ein riesiges Versprechen, das er bislang noch nicht einlösen konnte. Bei den Hessen hofft der Mittelstürmer auf einen Neuanfang.

Am Donnerstag wurde das offiziell, was eigentlich schon seit Tagen klar war: Omar Marmoush verlässt Eintracht Frankfurt und schließt sich der Millionentruppe von Manchester City an.

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Am Samstag gab er bereits ein gutes Debüt für das Team von Pep Guardiola.

Der Nachfolger des Ägypters in Frankfurt steht bereits in den Startlöchern, Elye Wahi soll bei der Eintracht in Marmoushs Fußstapfen treten.

Elye Wahis Leistungen stagnierten zuletzt
Elye Wahis Leistungen stagnierten zuletzt

Sexuelle Nötigung? Wahi fliegt aus Jugendakademie von Caen

Doch wer ist der 22-Jährige, für den die Hessen bis zu 25 Millionen Euro (inklusive Boni) hinblättern? SPORT1 blickt auf den Stürmer, der trotz seiner erst 22 Jahre bereits einen bewegten Lebenslauf vorzuweisen hat.

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Wahi war gerade einmal 15 Jahre alt, da geriet er schon in die Schlagzeilen, und es waren keine, die man über sich lesen möchte.

Der Franzose wurde der sexuellen Nötigung von Mitschülern beschuldigt, als er in der Jugendakademie des SM Caen war. Seine unglaublichen 89 Saisontore, die Wahi in der Saison zuvor für die U14 und U15 erzielt hatte, halfen ihm wenig, er musste gehen.

Beim HSC Montpellier bekam er 2019 eine neue Chance - und nutzte sie eindrucksvoll. Bereits in seiner ersten Saison startete Wahi durch und erzielte zehn Treffer – und das als 18-Jähriger.

Als Teenager torgefährlicher als Musiala und Wirtz

In der folgenden Spielzeit erhöhte der Teenager seine Ausbeute auf 19 Tore, womit er zum torgefährlichsten U-20-Spieler in Europas Top-5-Ligen wurde. Auf Platz 2 und 3 folgten übrigens die heutigen deutschen Superstars Jamal Musiala und Florian Wirtz.

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Wer nun dachte, die Entwicklung Wahis würde sich fortsetzen, sah sich jedoch getäuscht. Mit 20 Jahren wechselte er im Sommer 2023 zum damaligen Champions-League-Teilnehmer RC Lens, blieb aber mit neun Treffern in der Ligue 1 unter den hohen Erwartungen.

Nur ein Jahr später zog es den Angreifer weiter zu Olympique Marseille – ein Wechsel, der Fragen aufwarf.

Als Spieler von Montpellier hatte Wahi im Mai 2022 in einem Interview versichert, dass er niemals das Trikot von OM tragen könne: „Das ist eine Gewissheit, weil ich Pariser bin.“

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Zuletzt stand Elye Wahi bei Olympique Marseille unter Vertrag
Zuletzt stand Elye Wahi bei Olympique Marseille unter Vertrag

Als der Youngster zwei Jahre später bei Marseille vorgestellt wurde, meinte er dazu nur: „Ich weiß, was ich gesagt habe, als ich in Montpellier war. Ich war jung, ich denke, ich bin gereift und jetzt bin ich bin sehr glücklich, vor Ihnen zu stehen.“

Marseille-Wechsel? Wahi muss sich rechtfertigen

So sehr Wahi auf einen Re-Start beim südfranzösischen Traditionsklub hoffte, so sehr stagnierte der Mittelstürmer in seinen Leistungen. Als Stammspieler gestartet, fand er sich im zunehmenden Saisonverlauf immer öfter auf der Ersatzbank wieder.

Im gleichen Maße wie die Kritik lauter wurde, schwand Wahis Selbstbewusstsein. Lediglich drei Tore und ein Assist standen bei Wahi auf dem Zettel, entsprechend froh sind alle Beteiligten über den Wechsel nach Frankfurt.

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Interesse an Wahi hatte die Eintracht schon länger. Bereits vor über drei Jahren war der Bundesligist an ihm dran, doch der Transfer platzte in letzter Minute.

Anschließend gab Wahi ein erstaunlich offenes Interview über seinen eigenen Transfersommer: „Zu Chelsea wollte ich nicht gehen. Frankfurt, das war heiß. Mehr als Chelsea. Ich habe dort mit dem Trainer gesprochen (Dino Toppmöller, Anm. d. Red.), er spricht Französisch, das war wichtig für mich.“

Das Warten auf den Abgang des früheren Eintracht-Stars Randal Kolo Muani, der erst kurz vor Transferschluss zu PSG wechselte, habe die Dinge verkompliziert. Statt zur Eintracht wechselte er zum RC Lens. Nun hat es aber geklappt mit einem Wechsel nach Frankfurt.

Wahi gibt sich selbstbewusst

Die Verantwortlichen freuen sich über den Deal.

„Elye ist ein temporeicher Stürmer mit einer guten Boxbesetzung und einem ausgeprägten Torinstinkt“, sagte Sportvorstand Markus Krösche.

Und Wahi selbst? Der gibt sich selbstbewusst. Angesprochen auf einen persönlichen Torjubel, entgegnete er: „Ich kreiere einen.“