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CM Punk von WWE-Rivale AEW gefeuert: "Viel, was noch nicht rausgekommen ist"

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CM Punk von WWE-Rivale AEW gefeuert: "Viel, was noch nicht rausgekommen ist"

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AEW feuert CM Punk: Neue Details

Der neueste Skandal war einer zu viel: Zwei Jahre nach dem emotionalen Comeback des früheren WWE-Champions CM Punk wirft der Konkurrent den kontroversen Topstar raus.
CM Punk ist von AEW fristlos gekündigt worden
CM Punk ist von AEW fristlos gekündigt worden
© AEW
mhoffmann
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Erdbeben bei WWE-Rivale AEW: Wenige Tage nach der größten Show der Ligageschichte Topstar ist CM Punk seinen Job los!

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Infolge des erneuten Prügel-Skandals um den früheren WWE- und AEW-Champion (bürgerlich: Phil Brooks) hinter den Kulissen der Großveranstaltung All In im Londoner Wembley-Stadion am vergangenen Wochenende hat Ligaboss Tony Khan einen Schlussstrich gezogen. (NEWS: Alle Neuigkeiten zum Thema AEW)

Khan - in den vergangenen Tagen als „Director of Football“ des FC Fulham auch am geplatzten Transfer von Joao Palhinha zum FC Bayern beteiligt - verkündete den Entschluss am Samstag in einer Pressemitteilung seiner Promotion. Er vollzieht den Schritt einen Tag vor der Veranstaltung All Out in Punks Heimat Chicago, wo dieser eigentlich prominent eingeplant gewesen wäre.

Begründet wird die Entlassung mit „einem Backstage-Vorfall am 27. August“ - gemeint ist offensichtlich das Handgemenge mit Wrestler-Kollege Jack Perry. Eine interne Untersuchung und Beratung mit externen Juristen hätte die „einstimmige“ Empfehlung ergeben, Punk fristlos zu kündigen.

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Wie inzwischen durch neue Enthüllungen deutlich geworden ist, spielten bei der Entscheidung wohl auch andere Vorfälle der vergangenen Vorfälle der vergangenen Wochen und Monaten eine Rolle.

Tony Khan feuert CM Punk: „Meine Entscheidung und nur meine“

„Phil hat bei AEW eine wichtige Rolle gespielt und ich danke ihm für seinen Beitrag“, ließ sich der 40 Jahre alte Khan in der ursprünglichen Mitteilung zitieren: „Die begründete Beendigung seines AEW-Vertrags ist am Ende meine Entscheidung und nur meine.“

Er hätte sie gern vermieden und „sicher wird sie viele Fans enttäuschen“, jedoch: „Ich habe die Entscheidung im Interesse der vielen tollen Leute vollzogen, die AEW jede Woche möglich machen: Unsere Stars, unsere Mitarbeiter, Hallenbetreiber und viele andere, deren Mühen um unsere großartigen Shows nicht im Blickpunkt stehen.“

Mit anderen Worten: Khan hält es innerhalb seines Unternehmens nicht mehr für vermittelbar, Punk weiter zu beschäftigen, nachdem es nach anfänglicher Euphorie immer wieder Ärger um den für AEW in den Ring zurückgekehrten 44-Jährigen gegeben hatte, der einst auch bei WWE im bitteren Streit geschieden war.

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In der Nacht zum Sonntag wandte sich Khan zu Beginn der TV-Show Collision aus Chicago auch in einem Video an die AEW-Fans. Von vielen Buhrufen erboster Punk-Fans bei dessen geplatztem Heimspiel begleitet, erklärte Khan, dass Punk ihn vor „eine der schwersten Entscheidungen meiner beruflichen Karriere“ gestellt hätte.

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Letztlich sei jedoch der entscheidende Punkt gewesen, dass der Vorfall bei All In „Menschen gefährdet“ hätte, unter ihnen Mitglieder des Produktionsteams, „unschuldige Leute, die nichts mit der Sache zu tun hatten“. Er habe bei einer Wrestling-Show „nie Angst um meine Gesundheit, mein Wohlergehen, mein Leben gehabt“ - und er könne seinen Mitarbeitern dieses Gefühl nicht zumuten. Khan trat - vor Ausstrahlung der Show - auch persönlich vor das Publikum vor Ort und erklärte seinen Entschluss.

Später enthüllte AEW auch den Plan B für den Pay Per View All Out in der Nacht: Anstelle Punks wird der nach einem Armbruch im Frühsommer zurückkehrende Bryan Danielson gegen Punks bisherigen Rivalen Ricky Starks antreten.

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Folgenschwere Prügelei mit Jack Perry

Am vergangenen Sonntag war es hinter den Kulissen der historischen Megashow All In vor über 80.000 Fans im Londoner Wembley-Stadion zu Handgreiflichkeiten zwischen Punk und Perry gekommen - vor dem Hintergrund, dass Perry Punk während seines Matches gegen Hook mit einem Spruch in die Kamera provoziert hatte. Zwischen Punk und dem Sohn des verstorbenen Schauspielers Luke Perry hatte es schon einige Wochen zuvor Streit gegeben.

Worauf Khan womöglich anspielt mit dem Hinweis, dass die Prügelei Unbeteiligte gefährdet hätte: Der Wrestling Observer hatte kurz zuvor berichtet, dass im Zuge der als aggressiv beschriebenen Keilerei Monitore an der sogenannten „Gorilla Position“, der Schaltzentrale der Veranstaltung, heruntergefallen seiEn.

Über den Verlauf des Vorfalls gibt es zum Teil widersprüchliche Darstellungen. Einheitlich berichtet wird allerdings, dass Punk Perry nach dem Match zur Rede gestellt, sinngemäß gefragt hätte, ob die beiden „ein Problem“ hätten und dann auch körperlich eskaliert, nachdem er sich von Perrys Antwort offensichtlich weiter provoziert gefühlt hätte. Als erste Reaktion hatte Khan - der selbst Augenzeuge war - sowohl Punk als auch Perry suspendiert und eine Untersuchung eingeleitet, mit Zeugenbefragungen und Auswertung der Sicherheitskameras, die den Vorfall aufgezeichnet hatten

Berichten zufolge soll es schon zuvor auch einen Streit zwischen Punk und Khan gegeben haben, entzündet daran, dass Punk keinen Abholservice vom Flughafen bekommen hatte. Punk soll in beiden Situationen Kündigungsdrohungen geäußert haben.

Tony Khan brachte CM Punk trotz Mega-Eklat zurück

Im vergangenen Jahr war AEW schon von dem von Punk begonnenen Prügel-Eklat zwischen ihm und den mit ihm zerstrittenen Ligavizes The Young Bucks (Nick und Matt Jackson) sowie Kenny Omega schwer erschüttert worden. Unmittelbar zuvor schon hatte eine Beleidigungen durchzogene Pressekonferenz Punks für Wirbel gesorgt.

Ursprünglicher Auslöser für die Vorgänge waren damals Vorwürfe, dass Punk bei Khan die Entlassung seines ehemals besten Freundes Colt Cabana gefordert hätte - was Punk wie Khan dementieren, laut mehreren Medienberichten sollen ihnen allerdings viele AEW-Wrestler nicht glauben.

Khan sah von der schon damals vielerorts erwarteten Entlassung ab, zog am Ende aber die Konsequenz, die Streitparteien zeitlich und räumlich zu trennen: Punk wurde - nach ebenfalls von Turbulenzen durchzogenen Comeback-Verhandlungen - zum Zentrum der neuen Samstagsshow Collision (und erhielt dort auch hinter den Kulissen viel Macht), während „The Elite“ bei Dynamite verblieben.

Trotzdem ist es um Punk seit seinem Comeback im Juni nicht ruhiger geworden. Erst vor kurzem brach sich infolge einer erneuten öffentlichen Stichelei gegen den mit den Bucks befreundeten Hangman Page viel Unmut über Punk und sein Verhalten in den vergangenen Monaten Bahn. Es ging unter anderem darum, dass er diversen Freunden seiner internen Gegner den Zutritt zu „seiner“ Show verwehrt haben soll, darunter sogar auch Talentchef Christopher Daniels.

Inzwischen berichtet das mit Punks Lager gut vernetzte Portal Haus of Wrestling, dass kurz vor All In eigentlich ein klärendes Gespräch zwischen Punk und The Elite geplant gewesen wäre, das Punks interne Gegner kurzfristig abgesagt hätten. Andere Medien dagegen relativieren, dass von tatsächlichen „Planungen“ die Rede sein könne - „The Elite“ hätte die Idee umgehend abgeblockt.

Generell soll bei AEW-Kollegen Gegenstand von Spekulationen sein, inwieweit Punks aktuelles Verhalten befördert ist durch die jüngste Vertragsverlängerung mit den Bucks, Omega und Page - die die für Punk anscheinend frustrierende Pattsituation in dem internen Konflikt und Machtkampf dauerhaft zementiert hat.

Der bekannte Journalist Dave Meltzer berichtet in seinem Wrestling Observer inzwischen, dass es über die bekannten Vorfälle hinaus „noch viel mehr gibt, was noch nicht herausgekommen ist“. Auch dies hätte Khans Entscheidung beeinflusst.

Der Status von Punks Vertrautem Ace Steel - im vergangenen Jahr wegen seiner Beteiligung an der Prügelei mit The Elite gefeuert, dann auch zurückgeholt - ist unklar.

CM Punk nun zu WWE? Vieles spricht dagegen

Wie es für Punk nun weitergeht, ist ebenso ungewiss: Diskussionen über ein Comeback bei WWE kamen schnell auf, theoretisch wäre es durch die fristlose Kündigung sofort möglich. Allerdings gibt es auch hier viel verbrannte Erde, die durch Punks von viel Getuschel begleiteten Backstage-Besuch bei WWE kurz vor seinem AEW-Comeback kaum abgetragen sein dürfte.

Bevor Punk 2021 bei AEW angeheuert hatte, hatte Punk schon Interesse an WWE signalisiert, bekam aber die kalte Schulter - obwohl TV-Partner Fox Punk angeblich gern bei WWE gesehen und eine Verpflichtung forciert hätte. Meltzer zufolge hätte WWE-Gründer Vince McMahon dem Sender damals aber letztlich mitgeteilt, dass die Liga für jede Verpflichtung offen sei - jede außer Punk. Eine Kontaktaufnahme gab es Ende 2020 nach Punks Angaben - sie platzte laut seiner Darstellung, weil WWE „Spielchen gespielt“ hätte.

Auch Punks Beinahe-Aus bei AEW im vergangenen Herbst soll WWE nicht euphorisch gestimmt haben, der amtierende World Champion Seth Rollins nannte Punk zu Beginn des Jahres gar öffentlich ein „Krebsgeschwür“, das seiner Liga bitte fernbleiben möge.

Vor einigen Wochen hatte Meltzer gar berichtet: Aus WWE-Kreisen hätte er immer wieder die Einschätzung gehört, dass die Verpflichtung von Punk für AEW ein böses Ende nehme würde - von Beginn an und lange bevor die dann tatsächlich eintretenden Konflikte passiert seien.

Ob nun, da AEW Fakten geschaffen hat, nochmal eine andere Dynamik in die Sache kommt und WWE in Anbetracht von Punks immer noch vorhandener Zugkraft nochmal umschwenkt, bleibt abzuwarten. Falls nicht, dürfte die kontroverse Karriere Punks ein bitteres Ende genommen haben.