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Nuri Sahin (3. v. r.) feierte seine Saisonpremiere für den BVB
Nuri Sahin (3. v. r.) feierte seine Saisonpremiere für den BVB © Getty Images

Effektive Dortmunder erspielen sich gegen Porto eine komfortable Ausgangslage für das Rückspiel. Ein Rückkehrer und die Defensive überzeugen beim 2:0 im Signal Iduna Park.

Borussia Dortmund befindet sich nach dem 2:0-Hinspielerfolg gegen den FC Porto im heimischen Signal Iduna Park auf einem guten Weg ins Achtelfinale der UEFA Europa League.

Neben dem Sieg gab es noch eine weitere gute Nachricht für Thomas Tuchel und Schwarz-Gelb: Nuri Sahin feierte nach fast einjähriger Verletzungspause sein Comeback und wusste dem Spiel der Borussia gleich seinen Stempel aufzudrücken. Der türkische Nationalspieler war allerdings nicht der einzige Borusse, der gegen den portugiesischen Vizemeister überzeugte.

SPORT1 hat die Top-Facts der Partie zusammengefasst:

  • Als der BVB seine Aufstellung eine Stunde vor dem Anpfiff veröffentlichte, mussten sich einige die Augen reiben. Nuri Sahin kehrte völlig überraschend in die Startelf des Bundesligisten zurück. Der Linksfuß hatte zuletzt 355 Tage zuvor, am 28. Februar 2015 beim 3:0-Derbysieg gegen Schalke 04, aktiv auf dem Rasen mitgewirkt. Er machte nicht den Eindruck, als wäre er ein Jahr weg vom Fenster gewesen. Sahin glänzte mit einer überragenden Passquote von 92,5 Prozent und gewann zudem 61,5 Prozent seiner Zweikämpfe.
  • Lukasz Piszczek ist eigentlich für die Abwehrarbeit beim BVB zuständig, stellte gegen Porto aber auch seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis. Das 1:0 war nicht nur sein erster Saisontreffer, sondern auch sein erstes Europa-League-Tor nach sage und schreibe 2345 Tagen. Zuvor hatte er im September 2009 in diesem Wettbewerb getroffen - damals noch im Trikot von Hertha BSC.
  • Der polnische Außenverteidiger präsentierte sich auch in der Defensive solide. Generell legte die Dortmunder Hintermannschaft einen sehr überzeugenden Auftritt hin. Nationalspieler Mats Hummels zeigte sich mit 144 Pässen überaus spielfreudig und entschied 16 von 21 geführten Zweikämpfen für sich. Sein Nebenmann in der Innenverteidigung, Sokratis Papastathopoulos beeindruckte mit einer Passquote von 98,2 Prozent.
  • Wenn einer im Team von Thomas Tuchel heute unter seinen Möglichkeiten spielte, dann Pierre-Emerick Aubameyang. Der beste Torjäger der Borussia, der am Wochenende gegen Hannover 96 noch verletzungsbedingt ausgefallen war, hatte nur 23 Ballkontakte und gewann lediglich 31 Prozent seiner Zweikämpfe. 
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Neben den Dortmundern waren mit Bayer 04 Leverkusen, Schalke 04 und dem FC Augsburg drei weitere Bundesligisten in der Europa League im Einsatz. 

SPORT1 hat die wichtigsten Fakten zu den drei Spielen: 

  • Nachwuchshoffnung Julian Brandt war im Spiel von Bayer heute überhaupt kein Faktor. Mit nur 12,5 Prozent gewonnenen Zweikämpfen entpuppte sich sich der Angreifer als Totalausfall. Trainer Roger Schmidt wechselte ihn folgerichtig nach 65 Minuten aus.
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  • Mit drei vergebenen Top-Chancen erwies sich Younes Belhanda als Pechvogel der Schalker, die nicht über ein torloses Remis bei Schachtjor Donezk hinaus kamen. Auch in Sachen Zweikampfführung offenbarte der Neuzugang von Dynamo Kiew Raum für Verbesserungen - er gewann nur 45 Prozent seiner Zweikämpfe. Immerhin: Belhanda lieferte die beste Passquote der Schalker Offensivspieler: 86,7 Prozent.
  • Junior Caicara zählte zu den aktivsten Spielern der Königsblauen. Der offensivfreudige Rechtsverteidiger schlug neun Flanken - mehr als doppelt so viel als Linksverteidiger Sead Kolasinac (vier).
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  • Der FC Liverpool galt im Schlagabtausch mit dem FC Augsburg als großer Favorit, holte in der WWK Arena aber nur ein 0:0-Unentschieden. Jürgen Klopp und seine Jungs dürfen sich allerdings als erstes Team in dieser Europa-League-Saison bezeichnen, gegen das Augsburg noch nicht getroffen hat.
  • Emre Can fühlte sich auf deutschem Boden sichtlich wohl. Der Nationalspieler bestritt und gewann so viele Zweikämpfe wie kein anderer seiner Mitspieler (15 von 20). Dazu glänzte er mit einer Passquote von 90 Prozent. Er spielte 48 erfolgreiche Pässe. Nur fünf seiner Zuspiele fanden nicht seine Kollegen. 
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