Rugby

Rugby

Sebastian Ferreira (l.) war mit drei Versuchen bester deutscher Spieler
Rugby
"Schwarze Adler" mit Kantersieg
RUGBYU-WC2019-CAN-GER
Rugby WM-Traum für deutsches Rugby-Team geplatzt
Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft verpasst durch die Niederlage gegen Kanada die Qualifikation und muss weiter auf die erste WM-Teilnahme warten. mehr »
Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft will das EM-Ticket lösen
Rugby WM-Vorentscheidung: Deutschland muss gegen Kanada ran
Mit dem Sieg gegen Hongkong hat die deutsche Rugby-Nationalmannschaft für Aufsehen gesorgt. Gegen Kanada fällt die Vorentscheidung um das letzte WM-Ticket. mehr »
Deutschland träumt weiter von der Rugby-WM
Rugby Deutschland träumt weiter von Rugby-WM - Sieg gegen Hongkong
Deutschland besiegt Hongkong und darf weiter von der Teilnahme an der Rugby-WM träumen. Die Vorentscheidung fiel erst wenige Minuten vor dem Ende. mehr »
Das deutsche Rugby-Team bei den Vorbereitungen auf die Qualifikation in Heidelberg
Rugby Rugby: Letzte WM-Chance für Deutschland
Noch kann sich die deutsche Rugby-Nationalmannschaft erstmals für die WM qualifizieren. Dafür muss sie sich in einem Vierer-Turnier durchsetzen - auch gegen Kanada. mehr »
Cecillon With Bourgoin
Rugby Ehefrau erschossen: Ex-Rugby-Star wieder im Gefängnis
Marc Cecillons Zeit auf freiem Fuß ist zu Ende. Wegen eines Unfalls unter Alkoholeinfluss muss der Ex-Rugby-Star wieder ins Gefängnis. Dort saß er bereits sieben Jahre. mehr »
HSBC Hong Kong Sevens 2018 Day Five
Rugby Deutsches 7er-Team EM-Zweiter
Das deutsche 7er-Rugby-Team verpasst zwar im EM-Finale gegen Irland die Überraschung klar. Insgesamt spielt die Mannschaft aber ein starkes Turnier. mehr »
Mike Ford soll das deutsche Rugby-15er-Nationalteam erstmals zur WM führen
Rugby Rugby: Neuer Coach soll WM-Traum wahr machen
Die deutsche 15er-Rugby-Nationalmannschaft der Herren greift mit einem neuen Coach nach der letzten Chance auf die Teilnahme an der WM 2019. In November wird es ernst. mehr »
NRL Rd 14 - Bulldogs v Dragons
Rugby Nackt und betrunken: Rugby-Spieler angeklagt
Sie tanzen nackt und betrunken auf dem Balkon eines Pubs. Nun drohen den australischen Rugby-Spielern Adam Elliott und Asipeli Fine ernsthafte Konsequenzen. mehr »
Rugby: Deutschland verliert Play-Offs gegen Samo und verpasst die WM
Rugby
Gegen Star-Team Samoa: Deutschland schnuppert an Sensation
Die deutschen Rugby-Männer nutzen ihre erste Chance auf die WM-Teilnahme erwartungsgemäß nicht und verlieren das Playoff-Rückspiel gegen Samoa. mehr »
Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft unterlag Samoa auch im Rückspiel
Rugby
Rugby-Team verpasst erste WM-Chance
Das große Wunder bleibt aus: Die deutschen Rugby-Herren verlieren im Kampf um ein WM-Ticket auch das Rückspiel gegen Samoa. Eine Chance bleibt aber noch. mehr »
Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft unterlag Samoa auch im Rückspiel
Rugby
WM-Qualifikation: Rugby-Team hofft auf Wunder
Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft gibt sich nicht auf. Trotz der 15:66-Niederlage in Samoa träumt das deutsche Team im Rückspiel vom Weiterkommen in der WM-Quali. mehr »
HSBC Hong Kong Sevens 2018 Day Five
Rugby
Rugby: Letzte WM-Chance in Marseille
Verliert die deutschen Rugby-Nationalmannschaft im Rückspiel gegen Samoa, gibt es noch eine weitere Chance: Das Repechage-Turnier im November in Marseille. mehr »
Zimbabwes Rugbyspieler mussten mit einigen Hindernissen klar kommen
Rugby
Rugby-Skandal: Nationalteam schläft auf Straße
Die Rugby-Nationalmannschaft von Simbabwe muss vor dem WM-Qualifikationsspiel mehrere Hindernisse überwinden. Besonders die Hotel-Situation ist "ekelhaft". mehr »

Rugby

Wer an Rugby denkt, denkt zuerst vor allem an eines: Breite Männer, die mit voller Wucht ineinander laufen und versuchen, eine Lücke in die gegnerische Wand aus Spielern zu reißen.

Dieses Klischee hat natürlich seine wahren Züge. Rugby ist ein sehr körperlicher Sport, die Athleten sind topfit und breiter als ein Wandschrank. Denn im Gegensatz zum etwas technischeren American Football dominiert beim Rubgy vor allem die Physis.

Dennoch ist Rugby kein herrenloses "Gekloppe", sondern unterliegt wie jede andere Sportart auch strengen Regeln und hat viel mit Technik und vor allem Taktik zu tun.

SPORT1 stellt die in Deutschland immer populärere Sportart vor, erklärt seine Geschichte und präsentiert die verschiedenen Varianten, wie Rugby gespielt werden kann:

Die Geschichte des Rugbys

Die Geschichte des Rugbys ist sehr eng mit der Entstehung des Fußballs verknüpft. Einer weit verbreiteten Legende besagt, dass der Sport während eines Fußballspiels in der englischen Stadt "Rugby" nahe dem Fluss Avon entstand.

Die Mannschaft von William Webb Ellis lag demnach in dem Spiel im Jahr 1823 zurück und stand kurz vor einer Niederlage, als Webb Ellis den Ball packte und mit den Händen in das Tor des Gegners legte.

Zwar bestehen bis heute Zweifel an dieser Legende, jedoch ist die Weltmeisterschaft der Rugby Union – der Webb Ellis Cup – noch in diesen Tagen nach dem "Gründervater des Rugby" benannt.

Im Mutterland des Fußballs entstand nach Streitigkeiten mit dem englischen Fußballverband FA im Jahre 1871 mit der Rugby Football Union (RFU) ein eigener Rugby-Verband, der infolge der Trennung die Regeln des Rugbys standardisierte.

Nach einer weiteren Trennung spaltete sich ein Teil der RFU ab und gründete mit eigenen Regeln die Rugby League, eine zweite Spielvariante. Bis heute existieren beide Varianten des Rugbys nebeneinander.

Bemerkenswert: Aus dem Rugby entwickelten sich etwa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Nordamerika die sehr ähnlichen Sportarten American Football und Canadian Football, die Übersee den Rugby in der sportlichen Wichtigkeit deutlich überflügelte.

Die Grundlagen des Rugbysports

Zwar gibt es, wie weiter unten detailliert aufgeführt, verschiedene Varianten des faszinierenden Sports, eines haben jedoch alle Variationnen gemeinsam – der Spielball, der ein wenig an ein Ei erinnert.

Hauptziel des Spiels ist es, das Spielgerät am Gegner vorbei zu tragen, oder durch zwei Stangen zu kicken und somit Punkte für die eigene Mannschaft zu erzielen.

Dafür hat man beim Rugby verschiedene Möglichkeiten:

Um einen Versuch (try) zu erzielen, muss eine Mannschaft den Ball im generischen Malfeld – im Football auch Endzone genannt – auf den Boden legen. Es reicht nicht, den Ball nur in der Luftlinie in das Feld zu tragen (wie etwa beim American Football). Er muss tatsächlich am Boden abgelegt werden. Ein Versuch wird mit fünf Punkten gewertet.

Nach einem erfolgreichen Versuch hat das Team die Möglichkeit, den Ball durch die zwei Stangen zu kicken und so eine Erhöhung (conversion) zu erzielen. Eine Erhöhung wird mit zwei weiteren Punkten belohnt.

Bei einem Sprungtritt (dropkick) tritt der Spieler den Ball, der zuvor den Boden berühren muss, im laufenden Spiel zwischen die Stangen. Dafür erhält man drei Punkte.

Ein Straftritt (penalty kick) wird dagegen von dem Punkt ausgeführt, wo die gegnerische Mannschaft einen Regelverstoß begangen hat und fügt dem eigenen Punktekonto ebenfalls drei Zähler hinzu.

Der Ball darf beim Rugby nur nach hinten geworfen werden. Wird er regelwidrig nach vorne geworfen, entscheidet der Schiedsrichter auf Gedränge (scum), bei dem acht Spieler jeder Mannschaft in einer Art Kräftemessen "um den Ball schieben". Das Treten des Balles ist im Gegensatz zum Werfen in alle Richtungen erlaubt.

Beim Rugby darf immer nur der ballbesitzende Spieler von den Gegnern getackled werden. Der Spieler muss nach dem Tackle, wenn er mit einem anderen Körperteil als den Füßen den Boden berührt, den Ball sofort loslassen, darf auch nicht mehr danach greifen.

Die Rugby-Varianten

Wer die Geschichte des Rugby aufmerksam gelesen hat, weiß, dass es auch heute im Rugby noch zwei grundlegende Varianten des Sport gibt, die sich aufgrund der Trennung beider Verbände ergeben haben.

Dabei ist der Rugbysport nach Version der Rugby Union – das "Fünfzehnerrugby" – auch heute noch deutlich weiter verbreitet als die Version der Rugby League ("Dreizehnerrugby").

Aus dem ursprünglichen Sport der Rugby Union mit 15 Spielern hat sich mittlerweile eine Variante entwickelt, die sogar olympisch ist und den Fidschi-Inseln im Sommer 2016 ihre erste olympische Goldmedaille überhaupt einbrachte – das 7er-Rugby.

Aber auch weitere Varianten des Sports sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden:

  • Im Beachrugby spielen die Akteure Rugby im Sand
  • Das Touch Rugby ist eine Variante, die aus der Rugby League entstand und mit sehr wenig Körperkontakt gespielt wird
  • Im Tag Rugby geht man sogar noch eine Stufe weiter und spielt komplett ohne Körperkontakt
  • Beim Rollstuhlrugby spielen körperlich beeinträchtigte Sportler mit einem gepanzerten Rollstuhl Rugby – die Sportart ist sogar paralympisch

Es existieren weitere Varianten des Rugbys mit zwölf oder zehn Spielern, die allerdings kein eigenes Regelwerk haben und nach den Regeln der Rugby Union gespielt werden.

Positionen der Spieler im Rugby Union

Beim Rugby wird die Position eines Spielers durch die Nummer angezeigt, die er auf dem Trikot trägt – sie hat also deutlich mehr Bedeutung als beim Fußball. Grundsätzlich kann man die Spieler beim Rugby in die Hintermannschaft (backs) und die Stürmer (forwards) unterteilen.

Die Stürmer sind meist größer gewachsen als die Spieler der Hintermannschaft und haben die Aufgabe, den Ball zu sichern, insbesondere aus einer Gasse oder dem Gedränge heraus. Die Hintermannschaft hat die Aufgabe, den von den Stürmern eroberten Ball aufzunehmen und Punkte zu erzielen.

Eine besondere Rolle kommt dabei der "Nummer Acht" (Number Eight) zu. Ein Spieler auf dieser Position sollte die Stärke eines Stürmers und die Technik eines Backs vereinen und kontrolliert die Bewegung des Gedränges.

Eine weitere wichtige Position ist der "Fly-Half", der der Dreh-und Angelunkt einer Mannschaft ist und die meisten taktischen Anweisungen gibt. Der Fly-Half gehört zur Hintermannschaft.

Rugby in Deutschland und der Welt

Im deutschsprachigen Raum versteht man unter dem Begriff Rugby vor allem die Ausübung nach Regelwerk der Rugby Union. Bemühungen, eine Rugby-League-Kultur im deutschen Raum zu etablieren, existieren zwar auch, noch dominiert aber das 15er-Rugby.

Die deutsche Nationalmannschaft etabliert sich sukzessive unter den besseren Teams in Europa und hat die allererste WM-Teilnahme der Geschichte im Visier.

Zudem feiern gerade körperlose Varianten wie das Touch Rugby an vielen Schulen in der Bundesrepublik – ähnlich wie "Flag Football" anstelle von American Football – erste Erfolge.

Sonst ist Rugby vor allem in Ländern des britischen Commonwealth und auf vielen Ländern der Südhalbkugel beliebt. Nationen wie Neuseeland mit ihrem weltberühmten Haka-Tanz, Australien, aber auch Südafrika und Argentinien gehören seit Jahren zu den besten Rugby-Mannschaften der Welt.

Zu den stärksten Ländern in Europa zählen neben Frankreich und England auch die walisischen, irischen und italienischen Rugby-Teams.

Aktuelle Stars im Rugby

Seit 2014 verleiht "World Rugby", der Weltverband der Rugby Union, jährlich den Titel für den besten Rugby-Spieler des Jahres.

In den letzten fünf Jahren ging der Titel immer nach Neuseeland, 2016 an den Fly-Half Beauden Barrett.

Auch insgesamt dominieren die "All Blacks", wie das Nationalteam der Neuseeländer genannt wird, die seit 2001 ausgetragene Wahl. Neun von 16 Malen konnte ein Mann aus dem ozeanischen Land die Trophäe mit nach Hause nehmen.

Zu den besten Spielern der Welt gehört zweifelsohne der zweifache Titelträger Dan Carter, der als Fly-Half oder Inside Centre spielen kann, mittlerweile aber nicht mehr für die Nationalmannschaft aufläuft.

Weitere Stars sind der Australier David Pocock (Openside Flanker), der Italiener Sergio Parisse (Number Eight) und der Südafrikaner Bryan Habana (Wing).