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Nordische Kombination 2019/20

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Nordische Kombination

Wintersport / Nordische Kombination
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Nordische Kombination

Die Wintersportart Nordische Kombination setzt sich aus den beiden Einzeldisziplinen Skispringen und Skilanglauf zusammen und gilt daher als "Königsdisziplin" des Nordischen Skisports.

Die Renndisziplinen der Nordischen Kombination werden nach dem gleichen Grundprinzip ausgetragen, unterscheiden sich aber durch unterschiedliche Regeln und Berechnungsmethoden. Derzeit führt die Nordische Kombination folgende Disziplinen:

  • Einzel (Großschanze, Normalschanze)
  • Sprint
  • Massenstart
  • Teamsprint
  • Teamwettbewerb

Im Weltcup werden in der Regel die Einzelrennen von der Normal- oder Großschanze ausgetragen sowie der Teamsprint und der Teamwettbewerb. 

Geschichte

Die Nordische Kombination entstand in Norwegen. Erste Wettkämpfe fanden dort bereits 1887 statt, mit Sprungweiten über 20 Meter. Anschließend wurde ein Skilanglauf absolviert. 

Bis 2004 war die Nordische Kombination ein reiner Männersport. Bei den Damen wird allerdings kein Weltcup veranstaltet. Ab 2020/21 soll es eine eigene Weltcup-Serie geben.

Olympische Spiele

Bereits zur Einführung der Olympischen Winterspiele 1924 in Charmonix gehörte die Nordische Kombination zum Programm. Das erste Rennen gewann Thorleif Haug vor zwei norwegischen Landsmännern. Erst bei er Olympiade 1956 wurde der Kombinationslanglauf vom Speziallanglauf getrennt. 1960 gewann mit dem Deutschen Georg Thoma der erste Nicht-Skandinavier Olympisches Gold.

Der Österreicher Felix Gottwald ist mit sieben Olympischen Medaillen der erfolgreichste Kombinierer (dreimal Gold, einmal Silber, dreimal Bronze), gefolgt von Deutschlands Eric Frenzel (dreimal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze). Die Erfolgreichste Nation ist mit insgesamt 31 Medaillen Norwegen (13 mal Gold, zehnmal Silber, achtmal Bronze). Deutschland liegt mit insgesamt 26 Olympischen Medaillen auf Platz zwei (elfmal Gold, sechsmal Silber, neunmal Bronze).

Die aktuellen Olympiasieger kommen allesamt aus Deutschland. Frenzel gewann 2018 auf der Normalschanze, Johannes Rydzek auf der Großschanze und auch die Teamstaffel gewann Deutschland.

Weltmeisterschaften

Seit 1937 gibt es von der FIS offizielle Nordische Skiweltmeisterschaften. Der erfolgreichste WM-Teilnehmer ist mit Abstand Eric Frenzel mit 14 Medaillen (siebenmal Gold, fünfmal Silber, zweimal Bronze).

Die aktuellen Weltmeister von 2019 in Seefeld sind Jarl Magnus Riiber (Norwegen) von der Normalschanze, Frenzel von der Großschanze, im Teamwettbewerb Norwegen von der Normalschanze und Deutschland von der Großschanze.

Regelungen

Das ursprüngliche Bewertungsformat der Nordische Kombination war durchaus kompliziert. Weit nach der Beendigung des Wettkampfes wurde der Sieger durch einen Bewertungsschlüssel für Springen und Laufen errechnet. 

Um das Rennen für die Zuschauer und auch für die Athleten attraktiver zu gestalten, entwickelte der ehemalige Kombinierer Gunder Gundersen eine neue Berechnungsmethode, die sogenannte Gundersen-Methode, die 1985 ihre Anwendung fand. Fortan wurde der erste, der die Ziellinie nach dem Langlauf passierte, auch der Sieger.

Nach der Gundersen-Methode wird die Startreihenfolge mit gewissen Zeitabständen für den Langlauf durch die Sprungergebnisse ermittelt. Pro Meter Sprungweite werden auf der Großschanze (ab 100 Meter) bis zu 1,2 , auf der Normalschanze zwei Punkte gerechnet. Je zwei Punkte Unterschied entsprechen demzufolge acht Sekunden Abstand zwischen den Startern im Langlauf. Der beste Springer darf als erster in der Loipe an den Start gehen.

Disziplinen

Einzel (traditionell): Die Athleten machen zwei Sprünge von der Normal- bzw. Großschanze, wofür der Athlet Punkte erhält (Gundersen-Methode). Anschließend erfolgt der Langlauf über 15 Kilometer.

Einzel (neu): Da das traditionelle Einzel der FIS zu lange war, wurde es 2008 durch ein kürzeres Format ersetzt. Bei diesem absolvieren die Kombinierer einen Sprung von der entsprechenden Schanze und anschließend einen 10-Km-Langlauf. Dieser Modus wird bei Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen und in großen Teilen auch im Weltcup durchgeführt.

Sprint: Der Sprint ist ein verkürztes Einzelrennen mit einem Sprung und einer Laufdistanz über 7,5 Kilometer. Er findet allerdings auch aufgrund des neuen Einzelwettkampfes nicht mehr statt.

Massenstart: Der Massenstart lief in der Saison 2007/08 aus, wurde aber in der Saison 2018/19 wieder in den Kalender aufgenommen. Es ist der einzige Wettbewerb, bei dem zuerst gelaufen und dann gesprungen wird. 2019/20 fand er im Terminkalender keine Berücksichtigung.

Teamsprint: Hier treten zwei Athleten im Team an. Jeder absolviert einen oder zwei Sprünge von der Schanze. Die erreichten Punkte des Teams werden addiert und auf das führende Team in Zeitabstände umgerechnet. Danach erfolgt ein 15-km-Lauf, bei dem die Teammitglieder nach jeder absolvierten Runde wechseln (eine Runde entspricht zwischen 1000 und 1250 Meter). Besonders ist, dass nach jeder gelaufenen Runde das jeweilig letzte Team aus dem Rennen genommen wird.

Teamwettbewerb: Ein Team besteht bei dieser Disziplin aus drei (Weltcup) bzw. vier (WM, Olympische Spiele) Kombinierern. Nach dem Team-Springen folgt ein Staffellauf. Jeder Athlet absolviert demnach einen Sprung und einen 5-km-Langlauf. Wie beim Teamsprint werden auch im Teamwettbewerb die erzielten Punkte addiert und in Zeitrückstände umgerechnet. Im folgenden Staffel-Langlauf gehen die Teilnehmer eines Teams jeweils nacheinander auf die Langlaufstrecke, wobei der erste Starter mit dem entsprechenden Zeitrückstand auf das führende Team startet.