Basketball aktuell

Basketball - Aktuelle News & Videos

Henrik Rödl war bereits seit Januar 2016 Assitent von Chris Fleming beim DBB-Team
Offiziell: Rödl übernimmt DBB-Team
Der Deutsche Basketball Bund ernennt Henrik Rödl offiziell zum neuen Bundestrainer. Der 48-Jährige war bereits Assistent unter seinem Vorgänger Chris Fleming. mehr »
BASKETBALL-EURO-2017-SLO-SBR
Europameister! Slowenien krönt Basketballmärchen
Angeführt vom überragenden Goran Dragic schlägt Slowenien Favorit Serbien im Finale der Basketball-WM. Das kleine Land holt ungeschlagen erstmals den Titel. mehr »
Pau Gasol (r.) war von der russischen Verteidigung nicht zu stoppen
Titelverteidiger tröstet sich mit EM-Bronze
Deutschland-Bezwinger Spanien gewinnt bei der Basketball-EM das Spiel um Platz 3. Die Gasol-Brüder sorgen für einen Großteil der Punkte. mehr »
Gegen Titelverteidiger Spanien gelang dem Team aus Slowenien eine Top-Performance
Basketball-EM: Heißer Kampf um den Titel
Die Basketball-EM steuert auf das Ende zu. Im Finale spielen Serbien und Spanien-Bezwinger Slowenien um den Titel. Alle Infos im Überblick. mehr »

Basketball

Bayern Muenchen v Fraport Skyliners - BBL Play Offs
Basketball / BBL
Transfercoup: Gießen holt Ex-Bayern-Star
Die Giessen 46ers nehmen den Ex-Bayern-Star John Bryant unter Vertrag. Er wurde 2014 Meister und sicherte sich die zweimal die MVP-Trophäe in der BBL. mehr »
Dennis Schröder führt die deutschen Basketballer ins EM-Achtelfinale
Basetball / EM
Schröder und Fleming schießen gegen Weltverband
Dennis Schröder und Co. üben Kritik an der Länderspielansetzung, die es einigen Spielern nicht erlaubt mitzuwirken. Es gehe um Machtspielchen. mehr »
Luka Doncic erzielte 27 Punkte für Slowenien
Basketball / EM
Spanier müssen gegen Slowenien ran
Slowenien ist der nächste Gegner für Titelverteidiger Spanien. Der EM-Gastgeber setzt sich gegen Lettland durch, zwei Halbfinal-Tickets sind noch zu vergeben. mehr »

Basketball

Der Basketball wurde einst erfunden, um eine Alternative zum "American Football" zu finden, der in Amerika in Mode war. Dementsprechend wurde der Basketball als Gegenentwurf zum körperbetonten "American Football" als körperloser Sport konzipiert.

Auch heute hat der Basketball noch den entsprechenden Ruf inne. Wer allerdings einmal ein Spiel beobachtet hat, weiß, dass das nicht mehr so ganz stimmt.

Gerangel unter den Körben ist Alltag, nicht selten kommt es zu schweren Verletzungen. Und dennoch: Genau diese Härte, die Intensität und das Tempo machen Basketball zu einer faszinierenden Sportart.

Gerade in der NBA, der US-amerikanischen Basketball-Liga, dominiert die Athletik der Spieler, die weltweite Superstars sind. Dagegen erscheint der europäische Basketball zwar etwas langsamer, doch gerade für System-Liebhaber ist er eine gute Alternative zum Spektakel aus Übersee.

SPORT1 stellt die Sportart, wie sie in Deutschland und Europa betrieben wird, vor:

Die Geschichte des Basketballs

Basketball ist eine der ganz wenigen Sportarten, der nicht aus einer anderen Sportart hervorgegangen ist, sondern tatsächlich von einer einzelnen Person erfunden wurde.

Der kanadische Arzt und Pädagoge James Naismith hatte im Jahr 1891 erkannt, dass die Fokussierung auf den Kampf in vielen anderen Sportarten, vor allem im damals populären American Football von der ebenerdigen Austragsweise dieser Sportarten rührte.

Um ein "körperloses" Spiel zu schaffen, welches für die Studenten seiner Klasse weniger Verletzungsgefahr birgt, brachte der damalige Hausmeister an der Universität in Springfield, Massachusetts zwei Pfirsichkörbe zufällig auf einer bestimmten Höhe an.

Die Aufhängehöhe entsprach 3,05 Meter und ist noch bis heute die offiziell gültige Höhe für die "Baskets" (Körbe) beim Basketball. Um zu verhindern, dass Zuschauer die Korbwürfe beeinflussen, wurde hinter den Körben ein Brett angebracht.

Naismith erstellte daraufhin 13 Grundregeln des Basketballs, die quasi bis heute noch gültig sind. Das erste Spiel fand am 20. Januar 1892 in Springfield statt – entschieden wurde es durch einen einzigen (!) Treffer im gesamten Spiel.

Seit 1992 dürfen bei den Olympischen Spielen auch wieder richtige Basketball-Profis teilnehmen, zuvor war das nur Amateuren erlaubt.

Was ist Basketball? Spielprinzip, Regeln und Co.

Ziel des Basketballs ist es, grob verkürzt, mehr Punkte zu erzielen als die gegnerische Mannschaft, wobei jedes Team aus fünf Feldspielern besteht. Punkte erzielen die Spieler durch Würfe in den Korb, wobei diese je nach Distanz zum Korb entweder zwei oder drei Punkte zählen.

Gradmesser dafür ist die Drei-Punkte-Linie in jeder Spielhälfte, die anzeigt, ob ein Wurf noch zwei oder schon drei Punkte wert ist. Ein Freiwurf, der meist in Folge eines Foulspiels vergeben wird, gibt einen Punkt.

Grundsätzlich muss ein Basketballfeld immer 28 Meter lang und 15 Meter breit sein, also eine rechteckige Form aufweisen und wird durch verschiedene Linien in einzelne Bereiche unterteilt.

Die wichtigsten sind die Grund- und Seitenlinien, die das Spielfeld begrenzen und die Mittellinie, die das Feld in zwei Hälften unterteilt. In jeder Spielhälfte gibt es dann noch die Drei-Punkte-Linie sowie einen farbigen Bereich, der "Zone" heißt und für die Regeln des Sports unabdingbar ist (Alles zu den Regeln des Basketballs finden Sie hier!).

Die genaue Größen der einzelnen Zonen und die Abstände der Linien vom Korb sind in Europa und den USA unterschiedlich. Im europäischen Basketball liegt die Dreier-Linie beispielweise deutlich näher am Korb als in Amerika.

Positionen beim Basketball

Jede Mannschaft besteht natürlich aus mehr als nur fünf Spielern, wobei aber nur fünf von Anfang an auflaufen können. Was im Fußball "Startelf" genannt wird, ist im Basketball also die "Starting Five".

Früher wurden die Spieler einfach nur in Angreifer ("Forwards") und Verteidiger ("Guards") unterteilt. Mit wachsenden Zuschauerzahlen und Regelveränderungen haben sich für alle fünf Positionen allerdings spezielle Aufgabenbereiche entwickelt.

So besteht eine übliche Startaufstellung aus zwei Guards, zwei Forwards und einem Center. Die Guards werden noch einmal in "Point Guard" (Spielaufbau) und "Shooting Guard" (Distanzwurf-Spezialist) unterteilt, während es bei den Forwards einen "Small Forward" und einen "Power Forward" gibt.

Die Power Forwards – wie beispielsweise der Deutsche Dirk Nowitzki – sind meistens etwas größer als ihre Partner und eher mit Aufgaben wie dem Sichern des Rebounds (dem Fangen des Abprallers nach einem misslungenen Korbwurf) beauftragt.

Der Center steht unter dem Korb und versucht, diesen zu verteidigen und sowohl in der Defensive als auch im Angriff Rebounds einzusammeln.

Die Basketball-Ligen in Europa

Alle großen europäischen Verbände sind Mitglied in der "FIBA Europa", dem europäischen Basketballverband. Ihm gehören die einzelnen Ligen und damit auch die Basketball-Bundesliga (BBL) an. Die FIBA Europe sitzt ihrerseits mit den Verbänden aus Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien in der FIBA, dem Basketball-Weltverband.

Die BBL

Ähnlich wie in der Fußball-Bundesliga spielen auch im Basketball 18 Mannschaften um den Titel. Zunächst wird in Hin- und Rückspiel während der regulären Saison entschieden, welche zwei Mannschaften in die zweitklassige ProA absteigen und welche acht Teams sich für die Playoffs qualifizieren.

Der Erste der "Regular Season" trifft dann im Viertelfinale auf den Achtplatzierten, der Zweite auf den Siebten und so weiter. Gespielt wird im Modus "Best of 5", wobei das besser platzierte Team der Hauptrunde in einem entscheidenden fünften Spiel Heimrecht hätte.

Rekordsieger der BBL sind immer noch die Bayer Giants Leverkusen, die unter den Namen TuS 04 Leverkusen und TSV Bayer 04 Leverkusen ganze 14 Titel abräumten. Mittlerweile spielen sie allerdings in der ProA.

EuroLeague und EuroCup

Auch im Basketball existieren Europapokalwettbewerbe. Anders als im Fußball werden diese aber nicht alle vom europäischen Dachverband veranstaltet: Insgesamt 16 europäische Ligen haben sich in der ULEB, der Union der europäischen Basketball-Ligen zusammengeschlossen, die neben der FIBA Europe koexistiert.

Seit Jahren trägt die ULEB die beiden wichtigsten europäischen Wettbewerbe aus: die EuroLeague und den EuroCup. Der bedeutendste Wettbewerb ist die EuroLeague, bei der europäische Spitzenvereine wie Real Madrid, ZSKA Moskau oder Fenerbahce Istanbul gegeneinander antreten. Erstmals ausgetragen wurde die EuroLeague in der Saison 2000/01.

Die EuroLeague ist eine "geschlossene Liga", bei der die 16 Teilnehmerplätze an einige Länder fest vergeben sind. Bei der Vergabe der Startplätze operiert die ULEB mit Wildcards, die aufgrund des Erfolgs aber auch der medialen Präsenz wegen vergeben werden.

Hinter der EuroLeague gibt es noch den zweitklassigen EuroCup, bei der 36 Teilnehmer aus den Mitgliedsligen der ULEB um den Titel spielen.

Basketball Champions League

Zur Saison 2016/17 richtete die FIBA Europe die "Basketball Champions League" ein. Ihre Teilnehmer rekrutieren sich ebenfalls aus den europäischen Ligen, wodurch die Champions League ein Konkurrenzwettbewerb zu den ULEB-Wettbewerben ist.

Die Qualifikationsmodi für die einzelnen Wettbewerbe sind äußerst unübersichtlich. Die einen nationalen Meister spielen in der EuroLeague, die anderen in der Basketball Champions League. Momentan befinden sich die Europapokalwettbewerbe also in einer Findungsphase.

Die Nationalmannschaften im Basketball

Bei den Nationalmannschaften sind die Zuständigkeiten klar geklärt: Hier hat die FIBA das alleinige Sagen und organisiert alle wichtigen Turniere im Jahreskalender – von der Weltmeisterschaft über die Europameisterschaft bis hin zu allen Nachwuchsturnieren.

Der bis dato größte Erfolg einer deutschen Nationalmannschaft war der Sieg bei der EM 1993 im eigenen Land. Die mit Abstand erfolgreichste Nation sind allerdings die USA, die derzeit auch Titelträger bei den Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen sind.

Aktuelle Stars im europäischen Basketball

Auch wenn die absoluten Superstars des Basketballs wie LeBron James, Stephen Curry oder Kawhi Leonard in der NBA spielen, hat auch der europäische Basketball einige Stars zu bieten.

Der gerade einmal 1,85 Meter große Point Guard Milos Teodosic von ZSKA Moskau kann ein ganzes Spiel alleine entscheiden und verblüfft durch einzigartige Moves.

Juan Carlos Navarro ist beim FC Barcelona eine absolute Legende. Der Wurfstil des Shooting Guards ist über die Grenzen hinaus bekannt und hat schon Legendenstatus erreicht. Aber auch Stars wie Rudy Fernandez und Felipe Reyes (beide Real Madrid) machen die EuroLeague zu einem der attraktivsten Wettbewerbe auf der Welt.

Die BBL spart nicht ebenso nicht an Starpotential. Spieler wie Daniel Theis (Brose Bamberg), Bryce "Air 44" Taylor (FC Bayern Basketball) und Per Günther (Ulm) haben internationales Spitzenformat.