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Deutsche Tourenwagen Meisterschaft

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Motorsport / DTM
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DTM 2019

Die DTM (Deutsches Tourenwagen Masters) tritt 2019 anders auf als zuvor. Weiterhin gehen Audi und BMW mit ihren Fahrzeugen an den Start. Neu in der Serie ist aber Aston Martin. Die britische Traditionsmarke ist in die DTM eingestiegen, nachdem Mercedes-Benz sein Engagement nicht fortgesetzt hatte. Mit Mercedes verabschiedete sich auch der amtierende Champion Gary Paffett. Für den Briten war es der zweite Titelgewinn. Bereits 2005 sicherte er sich den Sieg in der Gesamtwertung.

Mit Paul di Resta (Aston Martin),  Bruno Spengler, Marco Wittmann (beide BMW), Mike Rockenfeller und René Rast (beide Audi) treten in der DTM 2019 fünf ehemalige Champions an. 

Die DTM wird von dem Verein "Internationale Tourenwagen Rennen" (ITR) ausgerichtet, dessen Vorsitzender der ehemalige Formel-1-Pilot Gerhard Berger ist.

SPORT1 stellt die DTM in all ihren Facetten vor:

DTM - Rennformat

Seit der Saison 2015 werden an einem Rennwochenende zwei Rennen ausgetragen - eins am Samstag und eins am Sonntag. Die Renndistanz ist zeitlich definiert. Sie beträgt 55 Minuten. Nach dem Ablauf der Zeit schließen die Piloten die begonnene Runde ab und legen eine weitere Runde zurück. Ein Rennen der DTM darf maximal 70 Minuten lang sein.

Die Startreihenfolge werden für beide Rennen in einem eigenen 20-minütigen Qualifikationstraining entschieden, das am Morgen vor dem Rennen stattfindet. Zusätzlich gibt es am Freitag zwei freie Trainings mit einer Dauer von jeweils 45 Minuten.

Der Rennkalender besteht aus neun Rennwochenenden zu je zwei Rennen zwischen Mai und Oktober. Sowohl das erste, als auch das letzte Rennwochenende finden am deutschen Hockenheimring statt. Neu sind in diesem Jahr der TT Circuit Assen (Niederlande) und der Circuit Zolder (Belgien) im Rennkalender. Der Rennstart ist am Freitag und am Samstag jeweils um 13.30 Uhr.

Im Jahr 2019 finden erstmals zwei gemeinsame Veranstaltungen mit der japanischen Super GT. Beide Serien verwenden ein sehr ähnliches technisches Reglement. In Zukunft wollen sie die Partnerschaft soweit ausbauen, dass Hersteller in beiden Serien an den Start gehen können. Die ersten gemeinsamen Rennen finden im Rahmen des DTM-Finales auf dem Hockenheimring statt. Im November reisen die DTM-Teilnehmer zum Gegenbesuch an die Rennstrecke im japanischen Fuji.

Traditionell findet ein Rennwochenende der DTM auf dem Norisring in Nürnberg statt. Es ist der einzige deutsche Straßenkurs. Die Strecke ist dafür bekannt, dass sie keine Fehler verzeiht, weil die Leitplanken direkt an der Strecke stehen. Deswegen wird sie auch als das fränkische Monaco bezeichnet.

Das Punktesystem der DTM

Der Sieger eines Rennens erhält 25 Punkte, der Zweitplatzierte 18 Punkte und der Dritte auf dem Treppchen 15 Punkte. Der Fahrer auf Platz 10 erhält einen Punkt. Zusätzlich zu den Punkten im Rennen gibt es für die drei schnellsten Fahrer der Qualifikation wertvolle Punkte für die Fahrerwertung. Der Schnellste erhält drei Punkte, der Zweitplatzierte zwei Punkte und der Pilot auf Rang drei gewinnt einen Punkt hinzu.

„DTM-Champion“ und somit Sieger der Fahrerwertung wird der Pilot, der am Ende aller Rennen die meisten Punkte auf seinem Konto vermerken kann.

Der Titel „DTM-Team-Meister“ wird an das Team vergeben, dessen zwei Fahrer die meisten Punkte in der Teamwertung holen.

Die Ergebnisse der besten vier Fahrer aus der Qualifikation und dem Rennen gehen in die Markenwertung ein. Der Hersteller, der in dieser Wertung am Ende des Jahres führt, ist der "DTM-Marken-Meister".

Die Autos der DTM

2019 kommen in der DTM neue Fahrzeuggenerationen zum Einsatz. Audi setzt acht Audi RS5 Turbo DTM ein. Sechs Fahrzeuge werden durch Werksteams betreut, zwei durch das belgische Privatteam WRT. BMW bringt sechs M4 Turbo DTM an den Start. BMW arbeitet ausschließlich mit Werksteams. Die Schweizer Mannschaft R-Motorsport hat den Aston Martin Vantage DTM entwickelt und bringt vier Modelle an den start.

Die DTM Regeln

Die DTM ist in erster Linie Motorsport von Werksteams. Das hat zur Folge, dass die eingesetzten Fahrzeuge auf einem hohen technischen Stand sind, was die Entwicklungs- und Einsatzkosten in die Höhe treibt.

Motor: Für die Saison 2019 wurde das Motorenkonzept der DTM verändert. Nun sind die Fahrzeuge mit einem 2-Liter-Turbomotor ausgestattet. Er hat eine Leistung von 610 PS.

Sicherheitskonzept: Ebenfalls neu ist die Kombination aus dem Sicherheitskäfig und dem Einheitsmonocoque. Die Neuerung hat zur Folge, dass die Fahrer keine freie Sicht mehr nach hinten haben. Statt einem herkömmlichen Rückspiegel müssen sie nun auf eine Rückfahrkamera vertrauen, um die Konkurrenz hinter sich im Blick zu behalten.

Safety-Car: Bei schlechtem Wetter, blockierter Fahrbahn oder sonstigen Ereignissen, die die Sicherheit gefährden, kann die Rennleitung das Feld durch den Einsatz eines Safety-Cars einbremsen. Es setzt sich vor den Führenden und führt ihn und seine Konkurrenten mit reduzierter Geschwindigkeit um den Kurs. Während einer Safety-Car-Phase herrscht Überholverbot. Das Rennen wird im Anschluss mit einem Indianapolis-Restart wieder freigegeben. Dazu reihen sich die Fahrer in zwei Reihen auf und es erfolgt ein fliegender Restart. Das verspricht mehr Action als ein herkömmlicher Safety-Car-Restart. Bis zu drei Runden, die hinter dem Safety-Car zurückgelegt werden, werden auf die Renndistanz addiert.

Slow-Zone: Verzichtet die Rennleitung auf den Einsatz eines Safety-Cars, kann sie in gefährlichen Situationen eine Slow Zone ausrufen. Wenn das der Fall ist, dürfen die Fahrer in dem betroffenen Streckenabschnitt nicht schneller als 80 km/h fahren.

Boxenstopp: Bei beiden Rennen müssen die Fahrer mindestens einmal zu einem Boxenstopp antreten und dabei alle vier Reifen wechseln. Werden die Reifen während einer Safety-Car-Phase gewechselt, zählt dies nicht als vorgeschriebener Boxenstopp.

DRS: Mit dem DRS (Drag Reduction System) wird eine kurzzeitige Erhöhung des Top-Speeds bewirkt. Jeder Fahrer hat die Möglichkeit das DRS zu verwenden, wenn der Rückstand auf den Vordermann weniger als drei Sekunden beträgt. In den letzten fünf Rennrunden dürfen alle Fahrer außer dem Führenden das DRS unabhängig vom Rückstand nutzen.

Push-to-Pass: Eine weitere Überholhilfe bietet das Push-to-Pass-System. Die Fahrer können es während des Rennens bis zu zwölf Mal aktivieren und damit eine zusätzliche Leistung von 30 PS freischalten.

Funk: Anders als in der Formel 1 ist der Funkverkehr zwischen Fahrer und Box in der DTM reglementiert, um taktische Absprachen zu verhindern. Die Kommunikation zwischen findet über Boxentafeln statt, welche nur zur Ankündigung von Stopps oder Notsituationen eingesetzt werden dürfen. Befindet sich in Fahrer in der Boxengasse, um einen Reifenwechsel anzutreten, ist die Kommunikation über den Boxenfunk erlaubt.

Die Geschichte der DTM

Die DTM hat ihre Anfänge im Jahr 1984. Damals wurde sie als Deutsche Tourenwagen Meisterschaft ausgetragen. Diese Rennserie existierte bis 1995 und wurde vom International Touring Car Championship (ITC) abgelöst. Die ITC gab es allerdings nur eine Saison lang.

Im Jahr 2000 erlebte die DTM als Deutsches Tourenwagen Masters ihre Wiedergeburt - allerdings mit einem veränderten Konzept. Seitdem ist sie die Plattform für einige Premiumhersteller, die zumeist werkseitig antreten. Zunächst waren es Mercedes-Benz, Audi und Opel. Nach dem Ausstieg Opels gingen einige Jahre nur Fahrzeuge von Audi und Mercedes-Benz an den Start. 2012 stieg schließlich BMW in die DTM ein. BMW war in den 1990er Jahren bereits in der alten DTM vertreten.

Die DTM hat seit ihrer Neugründung im Jahr 2000 keinen offiziellen Status als Deutsche Meisterschaft mehr.

Die Rekorde der DTM

In den Statistiken werden häufig die Ergebnisse von neuer und alter DTM zusammengefasst. 

Der deutsche Bernd Schneider konnte die DTM-Rennserie fünfmal für sich entscheiden und ist somit alleiniger Rekordhalter, was die Gesamtsiege angeht. Die neue DTM gewann er viermal, die alte DTM einmal. Mit 43 Rennsiegen stellt er auch in dieser Statistik den Höchstwert aller Fahrer auf.

Mit 236 absolvierten Rennen hält Schneider überdies den Rekord für die meisten Rennteilnahmen.

Mercedes-Benz konnte den Titel in der Marken-Wertung neunmal für sich entscheiden. Das ist ein Rekord. Insgesamt feierte Mercedes-Benz 195 Siege eines seiner Piloten.

Die meisten Rennen der DTM fanden auf dem Hockenheimring statt. Die Serie war dort inzwischen bereits 92 Mal zu Gast.