Darts-WM>

Die Rekordzahlen der Darts-WM

Die Rekordzahlen der Darts-WM

Bei der Darts-WM 2026 werden einige Rekorde gebrochen. Luke Littler trägt seinen Teil dazu bei, aber das ist noch längst nicht alles.
Luke Littler checkt auch im WM-Finale den Big Fish und erhöht den Rekord auf 17 170er-Finishes bei einer einzelnen Weltmeisterschaft.
Bei der Darts-WM 2026 werden einige Rekorde gebrochen. Luke Littler trägt seinen Teil dazu bei, aber das ist noch längst nicht alles.

Die Darts-WM 2026 hat ein Ende gefunden und zahlreiche Rekorde hervorgebracht! Mittendrin: der frischgebackene Champion und WM-Millionär Luke Littler.

Im jüngsten WM-Finale der Geschichte gegen den 23 Jahre alten Gian van Veen aus den Niederlanden triumphierte Littler mit 7:1 in Sätzen.

Darts-WM: Bricht Luke Littler sämtliche Rekorde?

Schon vor dem Endspiel hatte Littler einen Rekord eingestellt: Er war nach Phil Taylor (14-maliger PDC-Weltmeister), Dennis Priestley und Gary Anderson (zweimaliger PDC-Weltmeister) erst der vierte Spieler, der dreimal in Folge ins WM-Finale einzogen war.

Und nach seiner Final-Show wurde „The Nuke“ auch zum vierten Spieler jemals (nach Taylor, Adrian Lewis und Anderson), der den WM-Titel erfolgreich verteidigte und zugleich der jüngste, dem dies gelang.

Außerdem sicherte sich Littler das Rekordpreisgeld in Höhe von einer Million Pfund - der nächste Rekord. Die 2.770.500 Pfund, die der Teenager nach dem Turnier in der Order of Merit auf dem Konto hat, hat ebenfalls noch niemand erreicht. Nicht einmal die Zwei-Millionen-Marke waren zuvor geknackt worden.

Littler beeindruckt mit seiner Doppelquote

Bei der WM spielte Littler in sechs von sieben Matches über 100 Punkte im Schnitt. Lediglich in der zweiten Runde gegen den Waliser David Davies (3:0) verpasste Littler die 100-Punkte-Marke (97,15).

Diese extrem beständigen Werte sind neben dem Powerscoring auch auf seine überzeugende Checkoutquote zurückzuführen: Es war die höchste Doppelquote, die ein Weltmeister jemals über den gesamten Turnierverlauf hinweg spielte (103/196 - 52,55 Prozent).

Mit 128 Spielern war auch eine Rekordanzahl an Teilnehmern im Londoner Alexandra Palace vertreten (zuvor 96), was logischerweise auch zu den meisten gespielten Matches bei einer WM führte (126). Anmerkung: Das vermeintliche 127. Match zwischen Jonny Clayton und Dom Taylor fand nicht statt, weil Taylor wegen eines positiven Dopingtests vom Veranstalter vor der zweiten Runde disqualifiziert wurde.

Historischer Meilenstein für deutschen Dartsport

Außerdem waren bei dieser WM fünf Frauen am Start: Beau Greaves, Lisa Ashton, Fallon Sherrock, Noa-Lynn van Leuven und Gemma Hayter. Das gab es zuvor noch nie. Der vorherige Rekord lag bei drei Teilnehmerinnen. Das Quintett scheiterte jedoch in der ersten Runde.

Erstmals waren auch acht deutsche Teilnehmer mit von der Partie - ein historischer Meilenstein für den deutschen Dartsport. Allerdings sind alle deutschen Starter spätestens in der dritten Runde ausgeschieden: In dieser Phase erwischte es die vier verbliebenen Deutschen, Ricardo Pietreczko, Arno Merk, Martin Schindler und Gabriel Clemens. SPORT1-Experte Max Hopp scheiterte in der zweiten Runde. Dominik Grüllich, Niko Springer und Lukas Wenig hatten ihre Auftaktmatches verloren.

Auch einen neuen Altersrekord gab es zu verzeichnen. Der 71 Jahre alte Fan-Liebling Paul Lim aus Singapur hat mit seinem 3:1-Erfolg in der ersten Runde gegen den Schweden Jeffrey de Graaf Geschichte geschrieben: Der „Singapore Slinger“ ist nun der älteste Sieger eines WM-Matches, bisheriger Rekordhalter war der Nordire John MaGowan mit 67 Jahren im Dezember 2008.

180er- und Big-Fish-Rekord geknackt!

Die angestiegene Spieleranzahl und höhere Anzahl an Matches trug auch dazu bei, dass noch zwei weitere Rekorde geknackt wurden: Bei der Darts-WM 2026 gab es die meisten 180er-Aufnahmen jemals (1127) und auch die meisten Big Fishes, die je bei einer WM gespielt wurden (17).

Doch nicht für alle Teilnehmer lief die WM wie gewünscht. Nach der 2. Runde waren bereits 17 gesetzte Spieler ausgeschieden - so viele wie nie zuvor. Der bisherige Höchstwert kommt aus dem vergangenen Jahr, damals waren es 14 Stück. Dort stiegen die 32 gesetzten Spieler allerdings auch erst in der zweiten Runde in das Turnier ein.

Eines der prominentesten Opfer war wohl der Belgier Mike De Decker (an Position 18 gesetzt), der in Runde eins gegen den kenianischen Underdog David Munyua verlor (2:3). Es war nicht nur eine der größten Sensationen der WM, sondern auch der erste Sieg eines afrikanischen Spielers im Ally Pally, der nicht aus Südafrika stammt.