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Die Athleten des Nike Oregon Projects

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Alberto Salazar (2.v.l.) wurde am Dienstag für vier Jahre gesperrt. Dem Chef des Nike Oregon Projects wird vorgeworfen, seine Athleten mit unerlaubten Hilfsmitteln trainiert zu haben. Doch wer ist überhaupt Teil des NOP? SPORT1 stellt die Athleten und ihre Erfolge vor
MÄNNER - GALEN RUPP (33/USA): Nach dem Weggang von Mo Farah ist der US-Amerikaner eines der Aushängeschilder des NOP. Holte 2012 bei den Olympischen Spielen von London Bronze über 10.000 Meter, vier Jahre später wurde er in Rio Zweiter im Marathon
Stammt aus Oregon und wurde von Salazar schon als Jugendlicher gecoacht. Rupp wurde 2015 in einem Bericht des Magazins "Panorama" beschuldigt, im Alter von nur 16 Jahren, Testosteron zu sich genommen zu haben. Nachweisen konnte man dem heute 33-Jährigen nichts. Fehlt bei der aktuellen WM, geht dafür beim Marathon in Chicago (13. Oktober) an den Start
SUGURU OSAKO (28/Japan): Japans bester Marathonläufer hat seine Bestzeit über die 42,195 Kilometer auf beachtliche 2:05.50 Stunden verbessert, mit der er 2018 Dritter beim Chicago-Marathon wurde. Osako soll für die Olympischen Spiele 2020 in seiner Heimat Tokio aufgebaut werden und dort eine Medaille holen. Ist in der Trainingsgruppe von Pete Julian
YOMIF KEJELCHA (20/Äthiopien): Könnte in die Fußstapfen von Mo Farah treten. Schon im Alter von 15 Jahren beeindruckte der Äthiopier mit Weltklassezeiten. Verzichtete bei der WM in Doha auf die 5000 Meter, um sich auf die doppelte Strecke zu konzentrieren. Geht der Plan auf, könnte Kejelcha dann seinen ersten WM-Titel bei den Erwachsenen holen
CLAYTON MURPHY (24/USA): Schloss sich 2017 dem NOP an – da hatte er schon die olympische Bronzemedaille in Rio über 800 Meter gewonnen. Bei den aktuellen Weltmeisterschaften in Doha konnte Murphy die Erwartungen nicht erfüllen und landete im 800-Meter-Finale auf dem achten und letzten Platz.
DONOVAN BRAZIER (22/USA): Spätestens seit seinem beeindruckenden Lauf über die 800 Meter, bei dem er die Weltelite düpierte und sich den WM-Titel schnappte, ist Brazier einer der Vorzeigeathleten des NOP. Betonte nach dem Siegeslauf, dass er unter Pete Julian trainiert und überhaupt nicht wusste, dass gegen Alberto Salazar ermittelt wurde
CRAIG ENGELS (25/USA): Ebenfalls in der Trainingsgruppe von Julian. Wird in Doha über die 1500 Meter an den Start gehen, ist dort aber keiner der ausgewiesenen Medaillenkandidaten. Postete nach dem Doping-Aus von Salazar bei Instagram zahlreiche Bilder aus seiner Trainingsgruppe – wohl um sich von Salazars Gruppe abzugrenzen
ERIC JENKINS (27/USA): Verglichen mit seinen Teamkollegen läuft Jenkins buchstäblich unter dem Radar. International hat der 27-Jährige bislang noch nichts gerissen, auch für Olympische Spiele konnte er sich bisher nicht qualifizieren. Trainiert in der Gruppe von Pete Julian
FRAUEN - JORDAN HASAY (28/USA): Fing in jungen Jahren auf der Mittelstrecke an, ist aber längst beim Marathon gelandet. Wird in Chicago am 13. Oktober an den Start gehen. Größere internationale Erfolge hat sie bislang keine in ihren Statistiken stehen, auch wenn ihre Marathon-Bestzeit von 2:20,57 Stunden (Chicago 2017) zur erweiterten Weltspitze gehört. Trainiert in der Gruppe von Salazar
SHANNON ROWBURY (35/USA): Ihre besten Zeiten liegen schon ein paar Jahre zurück. Gewann bereits 2009 bei der WM in Berlin Bronze über 1500 Meter. Trainiert in der Gruppe von Pete Julian
SIFAN HASSAN (26/NED): Kam im Alter von 15 Jahren als Flüchtling in die Niederlande und ist mittlerweile einer der großen Stars der Leichtathletik-Szene. Beeindruckte mit ihrem WM-Gold in Doha über die 10.000 Meter, als sie die letzten 1500 Meter unter vier Minuten lief – eine Zeit, die nur wenige 1500-Meter-Spezialistinnen laufen können
Hat sich als zweite WM-Strecke die 1500 Meter ausgesucht und wird daher nicht auf ihre NOP-Kollegin Konstanze Klosterhalfen treffen, die über 5000 Meter startet. Zeigte sich "geschockt" nach dem Doping-Aus ihres Trainers Salazer, verwies aber darauf, dass sie absolut sauber sei
JESSICA HULL (22/AUS): Schloss sich erst vor kurzem dem NOP an und trainiert mit "Koko" in der Julian-Gruppe. Geht für Australien über die 1500 Meter an den Start, gehört aber nicht zum Favoritenkreis
KONSTANZE KLOSTERHALFEN (22/GER): Seit ihrem Umzug nach Portland rennt die deutsche Ausnahmeathletin von einem Rekord zum nächsten. Geht in Doha über die 5000 Meter an den Start und ist dort eine der Mitfavoritinnen auf dem WM-Titel. Ahnte schon bei ihrem Umzug in die USA im November 2018, das sie mit unangenehmen Fragen konfrontiert würde. Obwohl sie nicht in der Salazar-Gruppe, sondern unter Pete Julian trainiert, werden diese Fragen jetzt noch aktueller
EHEMALIGE ATHLETEN - MO FARAH (36/GB): Der vierfache Olympiasieger dominierte die Langstrecken auf der Bahn zwischen 2011 und 2017 und holte außerdem noch sechs Weltmeistertitel. Im Oktober 2017 verließ er das NOP, um nach London zurückzukehren, aber ist bis heute der erfolgreichste Athlet des Projekts. Nun hat Farah die Bahn verlassen und läuft die Marathon-Distanz, bei der WM aber nicht am Start
MATTHEW CENTROWITZ (29/USA): Der Mittelstreckenläufer feierte 2016 in Rio über 1.500 Meter seinen größten Erfolg, als er Gold holte. Bereits 2012 schloss er sich dem NOP an, verließ das Team aber im November 2018. Inzwischen trainiert er selbst an der University of Washington und will seine Karriere weiter am Laufen halten
KARA GOUCHER (41/USA): Die Langstreckenläuferin brachte den Fall Salazar 2015 mit ins Rollen, als sie dem Coach vorwarf, dass er sie zur Einnahme des Schilddrüsenhormons Thyroxin gedrängt und bei anderen Athleten mit Testosteron experimentiert habe. 2011 verließ sie bereits das NOP und bestritt 2016 ihr letztes Rennen
Die Athleten des Nike Oregon Projects
Alberto Salazar (2.v.l.) wurde am Dienstag für vier Jahre gesperrt. Dem Chef des Nike Oregon Projects wird vorgeworfen, seine Athleten mit unerlaubten Hilfsmitteln trainiert zu haben. Doch wer ist überhaupt Teil des NOP? SPORT1 stellt die Athleten und ihre Erfolge vor
@SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/Picture Alliance/iStock