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      Handball

      Handball gehört zu den populärsten Sportarten der Welt. Bereits in der Antike konnte man Spielarten bestaunen, die an den heutigen Handball erinnern. Eine jahrhundertelange Entwicklung durchlaufend, wird der Sport heute in nahezu allen Ländern der Welt gespielt.

      SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zum Handball, seiner Geschichte, der Entwicklung, der wichtigsten Ligen und Regeln.

      Geschichte des Handballs

      Die Historie des Handballs beginnt schon in der Antike. In Griechenland wurden Spiele ausgeübt, die sich Urania oder Harpaston nannten, Harpastum im alten Rom. Diese trugen ähnliche Züge wie der heutige Handball, waren indes noch nicht gänzlich ausgereift. Zum Beispiel wurde der Ball noch hinter eine Linie getragen - wie beim Rugby - und nicht in ein Tor geworfen.

      So setzte sich die Entwicklung fort bis zur Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts. Diverse Spiele wie Netz-, Korb-, Raff- oder Turmball waren entstanden - Spiele, die in eines mündeten: den Handball, der erstmals mit Toren aufwartete statt Ringen oder Körben.

      Das erste Regelwerk verfasste Holger Nielsen, ein dänischer Lehrer und Oberstleutnant, im Jahre 1906. Der Berliner Oberturnwart Max Heiser gab dem Sport, der lange Torball hieß, 1917 final den Namen Handball. Zunächst war er nur für Mädchen gedacht, als Alternative zum Jungensport Fußball. Ab 1919 spielten ihn ebenfalls die Jungen und Männer. Schnell bildeten sich diverse Teams und eine Liga. Die erste Deutsche Meisterschaft wurde 1921 ausgetragen. Der TSV 1860 Spandau triumphierte und wurde erster Deutscher Meister.

      Zunächst war nur der Feldhandball von Bedeutung. 1936 holte Deutschland bei den Olympischen Spielen in Berlin den Sieg und damit Gold. Es war zugleich das einzige Mal, dass Feldhandball olympisch stattfand.

      Hallenhandball wurde zu dieser Zeit weniger gespielt, was sich nach dem Zweiten Weltkrieg änderte. 1972 erlangte Hallenhandball den Status der olympischen Disziplin und 1975 fanden die letzten Meisterschaften im Feldhandball statt. In der Folge verlor der Sport fast komplett an Wirkung und Interesse. Hallenhandball hingegen wuchs stetig an und erfreut sich heute ungeheurer Beliebtheit.

      Gegenwart des Handballs

      Handball wird auf fünf Kontinenten gespielt - in Europa, Asien, Afrika, Ozeanien sowie in Nord- und Südamerika, in der Handball-Welt als ein Kontinent zusammengezählt. 209 Verbände gehören zur Internationalen Handball Federation: 53 in Afrika, 52 in Europa, 44 in Asien, 40 in Pan-Amerika und 20 in Ozeanien.

      DHB steht als prägende Abkürzung für den Deutschen Handball-Bund, den größten Handball-Verband der Welt, unter dem sich die deutsche Liga, die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga, vereint. Titelverteidiger ist die SG Flensburg-Handewitt, ebenso wie Vorjahressieger und Rekordsieger der THW Kiel mit 20 Meisterschaften. Die deutsche Nationalmannschaft, die als DHB-Team bezeichnet wird, holte den letzten großen Sieg 2016 im EM-Finale gegen Spanien.

      Weltweit sind derweil über 19 Millionen Handballspieler in 795 000 Teams eingetragen. In der LIQUI MOLY HBL stehen 18 Teams.

      Regeln im Handball

      Die Regeln sind ebenso schlicht wie leicht erklärt. Es gibt zwei Mannschaften mit je sieben Spielern, die sich aus sechs Feldspielern und einem Torwart zusammensetzen. Die Teams treten gegeneinander an. Ziel des Spiels ist es, Tore zu werfen. Wer am Ende einer Partie mehr Tore erzielt hat, erringt den Sieg.

      Die Spielzeit beträgt zweimal 30 Minuten, getrennt durch eine Halbzeit von zehn bis 15 Minuten. Jede Mannschaft hat während einer Partie die Möglichkeit, eine Auszeit zu nehmen (Eine pro Halbzeit - Zwei insgesamt). Diese nennt sich Team-Time-out. In der Handball-Bundesliga - sowie in ganz Europa - besteht die Möglichkeit dreimal pro Spiel (maximal zwei pro Halbzeit).

      Das Geschehen wird von zwei Schiedsrichtern überwacht, einem Feld- und einem Torschiedsrichter. So wird gewährleistet, die Abläufe aus zwei Perspektiven zu betrachten.

      Die Feldspieler dürfen den Ball, wenn sie nicht dribbeln, drei Sekunden lang festhalten und maximal drei Schritte mit ihm tun. Verstoßen sie dagegen, bekommt der Gegner einen Freiwurf. Dribbeln dürfen die Spieler so lange, wie sie wollen. Nach Beendigung eines Dribblings ist es jedoch nur gestattet, drei weitere Schritte zu tun, ehe der Ball weitergegeben werden muss. Das gilt für die Bundesliga, ebenso für die anderen Ligen.