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Diese Kicker machten Wolfsburg-Gegner St. Etienne legendär

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Der VfL Wolfsburg spielt in der Gruppenphase der Europa League gegen den AS Saint-Étienne. Für Wolfsburgs Mittelfeldmann Josuha Guilavogui ein emotionales Wiedersehen. Beim französischen Rekordmeister spielte Guilavogui ab seinem 14. Lebensjahr in der Nachwuchsakademie und debütierte dort als Profi
Acht Jahre lang schnürte Guilavogui seine Schuhe für den zehnmaligen französischen Meister, bevor er über Atlético Madrid zum VfL wechselte. "Ich kann es kaum erwarten", sagte Guilavogui vor dem Europacup-Auswärtsspiel seiner Wölfe dem "kicker": "Das wird einer der besten Momente meiner Karriere"
Für den französischen Rekordmeister spielten in der Vergangenheit einige Größen des Weltfußballs und andere bekannte Namen. SPORT1 präsentiert Saint-Étiennes Idole
MICHEL PLATINI: Saint-Étienne ist die Heimat einiger ganz Großer des Weltfußballs. Der berühmteste Spieler überhaupt von "Les Verts" ("den Grünen") war Michel Platini, der seine glanzvolle Karriere in Saint-Étienne nochmals so richtig auf Touren brachte, ehe er dann 1982 zu Juventus wechselte und dort zum Weltstar wurde
Der letzte Triumph von Saint-Étienne und seinem damaligen Star Platini liegt schon 38 Jahre zurück. Danach folgten: Ein Steuerskandal, drei Abstiege und die Rückkehr ins obere Drittel der Ligue 1
PATRICK BATTISTON: Ist auch jedem älteren deutschen Fußballfan noch ein Begriff als der Franzose, den DFB-Keeper Toni Schumacher im WM-Halbfinale äußerst rustikal aus dem Weg räumte, als er alleine auf das deutsche Tor zusteuerte. War kurz bewusstlos, verlor zwei Zähne, erlitt Wirbelverletzungen und eine Gehirnerschütterung
Der Europameister von 1984 verteidigte von 1980 bis 1983 für Saint-Etienne, wurde 1981 Meister, später mit Bordeaux und Monaco noch vier weitere Male. Mit Schumacher hat er sich noch im Herbst 1982 versöhnt
NEVEN SUBOTIC: Knapp elf Jahre spielte Subotic in der Bundesliga für Borussia Dortmund, den FSV Mainz 05 und den 1. FC Köln. Danach wechselte er im Januar 2018 zu Saint-Étienne. 44 Mal streifte er dabei das Trikot der Grünen über und erzielte drei Tore
Seine erfolgreichste Zeit erlebte der Serbe bei Borussia Dortmund. Unter Trainer Jürgen Klopp gewann Subotic zwei deutsche Meisterschaften, 2012 holte er mit den Schwarz-Gelben das Double. Seit der Saison 2019/20 läuft Subotic für Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin auf. Die Eisernen sicherten sich seine Dienste für zwei Jahre
PIERRE-EMERICK AUBAMEYANG: Er begann seine Profikarriere 2008 beim AC Mailand. Nach Leih-Stationen beim FCO Dijon, OSC Lille und AS Monaco, wechselte der Mittelstürmer 2011 erneut auf Leihbasis zu AS Saint-Étienne
Im Dezember 2011 zog Saint-Étienne dann seine Kaufoption. Aubameyang erzielte während seiner Zeit dort 41 Treffer in 97 Spielen
Mit dem französischen Ligapokal holte er den ersten Titel seiner Profilaufbahn. Der 30-jährige Gabuner wechselte vor knapp zwei Jahren aus Dortmund zum FC Arsenal und ist dort bis 2021 gebunden
WILLY SAGNOL: Der Außenverteidiger stammt aus der Talentschmiede von Saint-Étienne, für die er von der Saison 1995/96 bis 1997 spielte. In diesem Jahr wechselte er zur AS Monaco. 2000 heuerte er beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München an, wo er neun Jahre blieb. Nach seiner zweijährigen Ausbildung zum Sport-Generalmanager arbeitete er als Experte für den französischen TV-Sender "Canal+"
Im Januar 2010 wurde Sagnol in den Aufsichtsrat seines ehemaligen Ausbildungsvereins AS Saint-Étienne aufgenommen. Ab März 2011 war er sogar als Scout für den FC Bayern im Einsatz, bis ihm der französische Fußballverband FFF mit der neu geschaffenen Funktion eines für alle französischen Nationalmannschaften zuständigen Managers bei der Direction Technique Nationale  betraute
HERVÉ REVELLI: Der Mittelstürmer kam mit 18 Jahren zu seinen ersten Einsätzen für Saint-Étienne. Sieben Meistertitel gewann er mit "den Grünen" in seiner Karriere. Bis heute ist der torgefährliche, technisch starke und mit einem wuchtigen Kopfball ausgestattete Angreifer Rekordtorschütze des Vereins.
175 Tore erzielte er in seiner Zeit bei Saint-Étienne
Eines der Highlights in Revellis Karriere war das Finale des Europapokals der Landesmeister. 1976 traf AS Saint-Étienne auf den FC Bayern München. Revelli (2.v.re.) musste sich jedoch geschlagen geben. Gegen Franz Beckenbauer (l.) und Sepp Maier (r.) traf er nicht. Am Ende gewann Bayern mit 1:0. 1977 beendete er seine Karriere
LAURENT BLANC: Der Verteidiger war von 1993 bis 1995 bei der AS Saint-Étienne. Seine 18 Tore in 70 Spielen sind bis heute eine Hausnummer. 1998 wurde Blanc mit Frankreich Weltmeister. Er sammelte zwar keine Titel mit Étienne - wurde aber im Jahr 2000 auch noch Europameister mit Frankreich
Blancs (l.) Spitznamen "Le Président" bekam er übrigens schon bei HSC Montpellier, wo seine Karriere begann. Blanc war unter anderem auch für den FC Barcelona, Inter Mailand und Manchester United aktiv. In Frankreich spielte er neben Saint-Étienne auch für Olympique Nîmes, AJ Auxerre und Olympique Marseille
BLAISE MATUIDI: 2007 wechselte der Mittelfeldspieler zu Saint-Étienne. 154 Spiele bestritt der Franzose für den Verein, ehe er 2011 zu Paris Saint-Germain weiterzog. Mittlerweile ist der Weltmeister von 2018 bei Juventus Turin in Italien aktiv
Während seiner Zeit bei Saint-Étienne wurde Matuidi (l.) erstmals für die französische Nationalmannschaft nominiert. 2008/09 wäre er mit Saint-Étienne beinahe abgestiegen. Die großen Zeiten des Vereins waren da bereits vorbei
AIMÉ JACQUET: Der Weltmeister-Coach (o.li.) von 1998 feierte als Spieler 1960 sein Debüt für Saint-Étienne, unterschrieb aber erst 1961 einen Profivertrag, weil er zuvor noch hauptberuflich in einem kleinen Unternehmen arbeitete. Jacquet gewann mit den Verts insgesamt fünf Meisterschaften und wurde drei Mal Pokalsieger
Als Spieler war er für die Verts sehr erfolgreich. Als Trainer kehrte er nicht mehr nach Saint-Étienne zurück, nachdem er als Aktiver 1973 zu Olympique Lyon gewechselt war. Als Vereinscoach feierte er mit Girondins Bordeaux einige Erfolge, ehe er 1992 zum französischen Fußballverband wechselte, wo er ab 1994 Nationaltrainer war
JOHNNY REP: Der Niederländer wechselte 1979 vom SEC Bastia nach Saint-Étienne, wo er 1981 französische Meister wurde. In 131 Spielen traf der Angreifer für die Verts 44 Mal. Rep erlangte vor allem auch in der Musikszene Beliebtheit. Die Band Mickey 3D aus Saint-Étienne widmete ihm sogar einen ganzen Song ("Johnny Rep"), der mit einem Live-Kommentar endet als Rep drei Tore in einem Spiel erzielte
Bei der WM 1974 lief Rep für die Niederlande auf, erzielte insgesamt vier Treffer, aber scheiterte im Finale gegen Deutschland. Auch beim Turnier 1978 in Argentinien war er mit dabei und erzielte drei Treffer. Ein Jahr nach der WM wechselte er dann nach Saint-Étienne
ROGER MILLA: Bevor sein Stern bei der WM 1990 in Italien aufging, spielte der Kameruner zwei Jahre für Saint-Étienne. Zwischen 1984 und 1986 erzielte Milla in 59 Spielen 31 Treffer. Anschließend wechselte er nach Montpellier
Als er 1984 nach Saint-Étienne wechselte, lag der Klub am Boden. Doch Milla schoss die Verts 1986 wieder zurück in die Ligue 1, ehe es ihn dann zum damaligen Zweitligisten Montpellier La Paillade SC zog
Diese Kicker machten Wolfsburg-Gegner St. Etienne legendär
Der VfL Wolfsburg spielt in der Gruppenphase der Europa League gegen den AS Saint-Étienne. Für Wolfsburgs Mittelfeldmann Josuha Guilavogui ein emotionales Wiedersehen. Beim französischen Rekordmeister spielte Guilavogui ab seinem 14. Lebensjahr in der Nachwuchsakademie und debütierte dort als Profi
@Getty Images