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Handball-WM 2019: Deutschland vs. Frankreich - die Spieler in der Einzelkritik

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Die deutschen Handballer kassieren im Spiel gegen Frankreich in letzter Sekunde den Ausgleich und verspielen einen sicher geglaubten Sieg. Die Leistung verdient dennoch großen Respekt. Wer hat beim DHB-Team geglänzt, bei wem ist noch Luft nach oben? SPORT1 bewertet die Spieler in der Einzelkritik
ANDREAS WOLFF: Gleich den ersten Wurf von Dika Mem hält Wolff exzellent und sammelt bis zur 21. Minute fünf weitere Paraden. Danach geht allerdings wenig mehr. Kurz nach der Pause muss er auf die Bank, nach seiner Wieder-Einwechslung ist er aber erneut zur Stelle. Ingesamt hatte Wolff aber schon bessere Tage
SILVIO HEINEVETTER: Zum ersten Mal bei dieser WM durfte der Keeper frühzeitig ran. Bei den ersten Würfen ist er chancenlos, dann glänzt er mit einer Doppel-Parade. In der 50. Minute wird er wieder ausgewechselt. 25 Prozent gehaltene Bälle - ausbaufähig
STEFFEN WEINHOLD: Stand erneut in der Startformation und holte mit der ersten Angriffsaktion eine Zeitstrafe heraus. Bis auf ein Offensivfoul und eine Zeitstrafe im weiteren Verlauf unauffällig. Musste früh für Fabian Wiede weichen und blieb ohne Tor
FABIAN WIEDE: Fügte sich mit einer schönen Vorarbeit auf Kohlbacher stark ein. In der zweiten Überzahl leistete sich der Berliner einen vermeidbaren Fehler. Bewies im Anschluss aber wieder seine Qualität mit zwei Kracher-Toren (insgesamt vier). Auch in der zweiten Halbzeit auffälligster deutscher Spieler, da vor allem als Vorbereiter. Wurde zum Spieler des Spiels gekürt
MARTIN STROBEL: Bekam als Spielmacher wieder von Beginn an das Vertrauen von Bundestrainer Prokop. Spielte viele kluge Bälle und fasst sich ganze vier Mal selbst erfolgreich ein Herz - für den Mann von Zweitligist Balingen ein toller Wert. Deutliche Steigerung
PAUL DRUX: Der 23-Jährige begann in der Abwehr, wo er Strobel ersetzte. Mitte der ersten Hälfte setzte es für ihn eine Strafzeit. In der 46. Minute erzielte er in Unterzahl ein wichtiges Tor. Nur fünf Minuten später tankte er sich erneut erfolgreich durch. Bereitete mit seiner Wucht der französischen Abwehr viel Arbeit
STEFFEN FÄTH: Es war nicht sein bester Tag! Fäths erster Wurf wurde direkt vom französischen Keeper abgefangen. Nachdem der zweite Versuch saß, folgten ein ungenaues Anspiel auf Pekeler und zwei weitere Fehlversuche
FABIAN BÖHM: Vermieste sich in den letzten beiden Minuten seine zuvor starke Performance. Ein Fehlwurf, ein Fehlpass beim Stand von 25:24 und eine Zeitstrafe vor dem französischen Ausgleich musste er einstecken. Zuvor aber mit Mut und wichtigen Aktionen
FINN LEMKE: Wenige Augenblicke vor der Halbzeit betrat der Abwehrspezialist das Spielfeld. Kurz nach der Pause dann der doppelte Tiefschlag. Erst verursachte er einen Fehlpass, dann eine Zeitstrafe. Lemke erwischte nicht einen Sahnetag wie zwei Abwehrkollegen
UWE GENSHEIMER: Im Spiel gegen Frankreich deutlich weniger präsent als sonst - als Linksaußen kann er da aber nicht viel für. Sein erstes Tor gelang ihm in der 10. Minute, zudem verwarf er seinen ersten Siebenmeter im Turnier. Trotzdem steuerte er vier wichtige Treffer bei und traf dabei auch vom Kreis aus
PATRICK GROETZKI: Das kleine Sorgenkind leitete mit einem ungenauen Pass auf Fäth das erste Gegentor ein. Danach aber mit starker Performance: Ein Behind-the-back-Anspiel auf Gensheimer nach einem Rettungshecht ließ die Fans jubeln, außerdem verwandelte er von außen drei von drei Würfen. Groetzkis beste Leistung
PATRICK WIENCEK: Im Verbund mit Kollege Hendrik Pekeler ein bärenstarker Rückhalt in der Abwehr. In der Offensive war der 29-Jährige selten zu sehen, bei einem Wurfversuch in der 19. Minute scheiterte er
HENDRIK PEKELER: Genau wie Wiencek verrichtete auch er in der Defensive Schwerstarbeit. Nach zuvor zwei Toren  traf in der 44. Minute in das leere Tor zur umjubelten 18:17-Führung. Ein ebenfalls eindrucksvoller Auftritt
JANNIK KOHLBACHER: Der Profi der Rhein-Neckar Löwen kam direkt in der ersten Minute in Überzahl in die Partie und sorgte für das erste Tor. Kurz vor der Pause kassierte er eine unnötige Zeitstrafe. Sein Treffer zum 24:22 war wiederum für das DHB-Team enorm wichtig
Franz Semper (Foto, Rückraum rechts) und Matthias Musche (Linksaußen) kamen nicht zum Einsatz
Handball-WM 2019: Deutschland vs. Frankreich - die Spieler in der Einzelkritik
Die deutschen Handballer kassieren im Spiel gegen Frankreich in letzter Sekunde den Ausgleich und verspielen einen sicher geglaubten Sieg. Die Leistung verdient dennoch großen Respekt. Wer hat beim DHB-Team geglänzt, bei wem ist noch Luft nach oben? SPORT1 bewertet die Spieler in der Einzelkritik
@Getty Images