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Historie: Dortmund gutes Pflaster für Liverpool

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Fast 50 Jahre ist es her, dass Dortmund zum ersten Mal auf die Liverpool trifft. Es wird eine Partie, die Geschichte schreibt. Im Finale des Europapokals der Pokalsieger 1966 bekommt es der BVB um Wolfgang Paul (v.l.), Hans Tilkowski, Lothar Emmerich, Rudi Assauer, Siggi Held, Aki Schmidt, Theo Redder, Willi Sturm, Reinhard Libuda und Gerd Cyliax im Glasgower Hampden Park mit den Reds zu tun
Wolfgang Paul führt den BVB als Kapitän aufs Feld, wo es die Schwarz-Gelben nicht leicht haben
Vor den Augen zahlreicher mitgereister Fans beginnt das Spiel so, wie es alle erwartet haben: Die Borussia steht unter Dauerdruck des FC Liverpool - bis der BVB ein offensives Lebenszeichen sendet. Und was für eins
Nach einem Doppelpass mit Lothar Emmerich nimmt Siegfried Held die Kugel volley und bringt die Borussia in Führung. Doch der Vorsprung hält nur sieben Minuten, Roger Hunt gleicht für die Reds aus. Es geht in die Verlängerung, vieles spricht für den Liverpool. Doch dann...
... sind es die Dortmunder, die den Europapokalsieg feiern. Der beim Revier-Rivalen Schalke ausgebildete "Stan" Libuda bugsiert den Ball in der 107. Minute ins Tor
Mit dem Triumph spricht plötzlich die ganze Welt über Borussia Dortmund. Über die Mannschaft, die den großen Favoriten bezwungen und erstmals einen Europapokal nach Deutschland geholt hat
Fast 35 Jahre dauert es, bis sich die Schwarz-Gelben und Liverpool wieder auf dem Rasen begegnen. In der Gruppenphase der Champions-League-Saison 2001/02 kämpfen beide Teams um den Einzug in die K.o.-Phase
Im heimischen Westfalenstadion erwischen die Schwarz-Gelben allerdings keinen Schokoladentag
Zwar versucht der BVB alles, doch für ein Tor reicht es nicht trotz einiger guter Chancen durch Marcio Amoroso ...
... oder Tomas Rosicky, der am Aluminium scheitert, nicht
Am Ende bleibt es beim 0:0
Das Rückspiel an der Anfield Road steigt am letzten Spieltag der Gruppenphase. Es ist das Duell zwischen dem Ersten und der Dritten. Der BVB hat noch die Chance, Zweiter zu werden und in die K.o-Phase der Königsklasse einzuziehen
Doch die Dortmunder finden in Liverpool überhaupt nicht in die Spur, im Spiel nach vorne geht wenig zusammen
Ganz anders die Liverpooler, die von Beginn an hellwach sind und sofort das Geschehen an sich reißen
Schon nach 15 Minuten lässt Vladimir Smicer die Reds zum ersten Mal an diesem Abend jubeln, Stephen Wright setzt kurz vor dem Abpfiff den Schlusspunkt dieser Partie. Liverpool zieht als Gruppenerster in die K.o.-Phase ein, während ....
... die Champions-League-Saison für die Borussia vorzeitig zu Ende ist
An Dortmund hat der FC Liverpool aber auch andere Erinnerungen. Im Mai 2001 steigt im Westfalenstadion des Finale des UEFA-Cups zwischen den Reds und Deportivo Alaves. Und es ist ein packendes obendrauf
Die Reds um Markus Babbel (r.) gehen die Sache sehr offensiv an und liegen nach 16 Minuten bereits mit 2:0 vorne
Dabei ist es Babbel, der die Engländer per Kopf in Führung bringt. Aber es entwickelt sich ein rasantes Spiel, Jordi Cruyff  gleicht für Deportivo Alaves in der 89. Minute zum 4:4 aus - es geht in die Verlängerung
Das packende Match wird nach 117 Minuten  entschieden, als Delfi Geli ins eigene Tor trifft und Liverpool damit zum Sieger des UEFA-Pokals krönt
Da ist das Ding! Robbie Fowler und Co. recken die Trophäe in den Dortmunder Nachthimmel
Dieses Bild ist so ähnlich auch regelmäßig in Dortmund zu sehen - natürlich mit schwarz-gelben Schals. Denn die von den Fans mit Inbrunst intonierte Hymne "You'll never walk alone" von Gerry and the Pacemakers sorgt sowohl an der Anfield Road als auch im Signal-Iduna-Park für Gänsehaut-Momente. Die Klubs teilen damit ein Ritual
Als im März dieses Jahres ein BVB-Fan nach einem Herzinfarkt im Stadion stirbt, teilen die Reds die entsprechende Statusmeldung der Dortmunder mit den Worten: "You'll never walk alone"
Historie: Dortmund gutes Pflaster für Liverpool
Fast 50 Jahre ist es her, dass Dortmund zum ersten Mal auf die Liverpool trifft. Es wird eine Partie, die Geschichte schreibt. Im Finale des Europapokals der Pokalsieger 1966 bekommt es der BVB um Wolfgang Paul (v.l.), Hans Tilkowski, Lothar Emmerich, Rudi Assauer, Siggi Held, Aki Schmidt, Theo Redder, Willi Sturm, Reinhard Libuda und Gerd Cyliax im Glasgower Hampden Park mit den Reds zu tun
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