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Sportstars in finanzieller Not: Ronaldinho, Becker und Co.

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Der zweimalige Weltfußballer Ronaldinho steht spanischen Medienberichten zufolge vor dem finanziellen Ruin. Laut dem brasilianischen Portal "UOL" beträgt der Kontostand des einstigen Ballzauberers 5,80 Euro. Ihm soll der Reisepass entzogen worden sein, da eine Strafzahlung in Höhe von zwei Millionen Euro aussteht
Ronaldinhos Situation ist eigentlich unvorstellbar, verdiente er während seiner Karriere, die ihn unter anderem zum FC Barcelona, PSG und dem AC Mailand führte, doch Unmengen an Geld - zumal der mittlerweile 38-Jährige nicht für einen ausschweifenden Lebensstil bekannt ist
Ronaldinho (2.v.l.) ist nicht der einzige prominente Sportler, der mit großen finanziellen Problemen zu kämfpen hat. Neben vielen Fußballern traf es unter anderem auch Tennis-, Handball und Box-Stars. SPORT1 zeigt die berühmtesten Bankrott-Sportler und jene, die kurz vor der Pleite standen
EIKE IMMEL: Eines der bekanntesten Fußball-Beispiele ist Eike Immel. Der Ex-Keeper von Borussia Dortmund, VfB Stuttgart und Manchester City lebte in Saus und Braus, gab bis zu 20.000 Euro am Tag aus - und investierte auf Anraten seines Beraters in Immobilien. 2008 folgte die Privatinsolvenz. Immel ging ins RTL-Dschungelcamp und nahm mit Bata Illic ein Album auf. Heute lebt er in einem bescheidenen Pensionszimmer in Dortmund
STAN LIBUDA: Reinhard "Stan" Libuda war zu aktiven Zeiten einer der wenigen Spieler, die sowohl in Dortmund als auch auf Schalke gleichermaßen verehrt werden wurden. Der Bundesliga-Bestechungsskandal im Jahr 1971 war der Anfang vom Ende. Die Karriere war dadurch gelaufen, Libuda arbeitete bei einer Papierveredelungsfirma. Seine Ehe ging in die Brüche, später musste er seinen Tabakladen verkaufen. 1996 starb Libuda mit 52 Jahren an einem Schlaganfall
WOLFRAM WUTTKE: Günter Netzer bezeichnete Wolfram "Wutti" Wuttke einst als "eines der größten deutschen Fußballtalente aller Zeiten". Der Ex-Spielmacher von Schalke und dem FCK wurde vor allem wegen seiner Außenristpässe bekannt. Nach der Karriere bekam Wuttke aber keinen Fuß auf den Boden. Er erkrankte an Brustkrebs, seine Frau ließ sich scheiden und sein Sportgeschäft ging Konkurs. Anfang März 2015 starb Wuttke nach einem Multiorganversagen als Folge einer Leberzirrhose
WERNER LORANT: Auch Trainer-Legende Werner Lorant erwischte es mit den Ost-Immobilien. Im Mai 2011 wurde sein Anwesen in Oberdorfen bei München zwangsgeräumt. Grund: Lorant konnte seine Hypotheken in Höhe von 550.000 Euro nicht bedienen. Es folgten diverse Auftritte im TV, darunter auch die Teilnahme bei der ProSieben Reality-Show "Die Alm"
AILTON: "Ein Schuss, ein Tor, das Ailton". Einst Meister mit Bremen und als Kugelblitz gefeiert, später "Insasse" des Dschungelcamps. Auch Ailton verprasste die erworbenen Millionen während seiner aktiven Laufbahn. Später saß er auf einem Berg von Schulden. Sein Berater wollte 2007 sogar Ailtons Torjägerkanone der Saison 2003/04 über ein Internet-Auktionshaus verkaufen. "Toni" schuldete ihm wohl noch etwa 200.000 Euro
JIMMY HARTWIG: Ein weiterer Dschungelcamper war HSV-Legende Jimmy Hartwig. Auch er fiel wie Immel und Lorant auf das Bauherrenmodell herein. Am Ende seiner Fußballer-Laufbahn war der Ex-Sechziger pleite. Es folgten der Kampf gegen den Prostatakrebs, die Scheidung von seiner Frau und mehrere Selbstmordversuche. Inzwischen lebt Hartwig wieder in München und ist Theaterschauspieler
PAUL GASCOIGNE: Ganz oben auf der Liste der gefallenen Helden in England steht Paul Gascoigne. Bei Newcastle United wurde der Brite zum Idol, 1996 war er einer der Stars bei der Heim-EM. Er verdiente rund 30 Millionen Euro während seiner Karriere. Immer wieder fiel "Gazza" außerhalb des Fußballplatzes wegen seiner Alkoholkrankheit und Pöbeleien auf. Hohe Steuerschulden trieben ihn in den Bankrott. Gascoigne flüchtete sich in Drogen. Mehrmals war er aufgrund von Krankheiten dem Tode sehr nahe
GEORGE BEST: Vorgänger von Gascoigne ist der Nordire George Best, der sein Leben später mit folgendem Zitat beschrieb: "Ich habe viel Geld für Frauen, Autos und Partys ausgegeben. Den Rest habe ich einfach nur verprasst." Seine Alkoholsucht kostete ihn 2005 das Leben. Best starb im Alter von 59 Jahren an einem Multiorganversagen. Er gilt bis heute als einer der besten Fußballer aller Zeiten
DIEGO MARADONA: In selbiger Liste findet sich auch Diego Maradona. Schon während der Karriere fiel der einstige Weltstar durch Drogen- und Alkoholeskapaden auf. Der finanzielle Ruin folgte dann im Jahr 2005: Der Argentinier sollte Steuern in Höhe von rund 40 Millionen Euro an den italienischen Fiskus nachzahlen. Er einigte sich mit den Behörden auf Ratenzahlungen
ADRIANO: Neben massiven Alkoholproblemen und Depressionen geriet Adriano Leite Ribeiro auch finanziell auf die schiefe Bahn. Der brasilianische Welttorjäger von 2005 soll mittlerweile in den Armenvierteln von Rio de Janeiro leben und im Drogenkrieg sowie illegalen Waffengeschäften verwickelt sein
BJÖRN BORG: Nicht nur im Fußball wird viel Geld verdient und sofort wieder verschleudert. Auch Tennis-Ikone Björn Borg ging pleite, obwohl sein Vermögen gegen Ende seiner Karriere auf etwa 80 Millionen US-Dollar geschätzt wurde. Bei geschäftlichen Aktivitäten nach dem Ende seiner Tenniskarriere machte er immer wieder negative Schlagzeilen durch Misserfolge und Gerichtsklagen von Partnern, die sich übers Ohr gehauen fühlten
BORIS BECKER: Der deutsche Tennis-Star wurde im Sommer 2017 von einem britischen Gericht für bankrott erklärt. Er hätte seit 2015 "substanzielle" Schulden bei einem privaten Bankier. Seine Anwälte bestritten dies jedoch. Diese und Becker kämpften gegen eine Pfändung oder Privatinsolvenz
FILIP JICHA: Auch den tschechischen Handball-Star plagen große Geldsorgen. In jungen Jahren investierte er viel Geld in Immobilien - eine Bauchlandung. Noch heute gibt er 40 Prozent seines Gehalts für die Tilgung dieser Altlasten aus. Im Sommer 2015 bat er den THW Kiel um die Freigabe zum FC Barcelona, wo er mehr Geld verdient
JOHN DALY: Das "Enfant terrible" des Golfsports, John Daly, hat ein anderes Problem. Seine Spielsucht trieb ihn in den Ruin. Der US-Amerikaner schrieb in seiner Biografie, er hätte "in den letzten 20 Jahren etwa 60 Millionen Dollar verspielt". Zudem war Daly alkoholsüchtig und machte mehrere Entziehungskuren. Bereits 1995 war er pleite. Doch dann gewann er die British Open und zockte weiter. Mit der Enthüllung seiner Autobiografie 2006 wurde seine Pleite öffentlich
SCOTTIE PIPPEN: NBA-Champion Scottie Pippen gewann an der Seite von Michael Jordan sechs Meistertitel mit den Chicago Bulls. Pippen verdiente insgesamt rund 120 Millionen Dollar, die er mit Investitionen in gescheiterte Geschäftsideen wieder verpulverte. 2007 möchte er deswegen zurück in die NBA - doch das Comeback scheitert. Ein Jahr später spielte er für kurze Zeit in Finnland und in Schweden
DENNIS RODMAN: Nicht besser ging es seinem einstigen Meisterkollegen: Er musste 2012 ca. 860.000 Dollar Unterhaltskosten zahlen. Geld, das der Ex-NBA-Star nicht hatte. "Dennis the Menace" verdiente in seiner aktiven Zeit rund 30 Millionen Dollar, doch Alkohol, Drogen und Affären prägten das Leben Rodmans. Er selbst sagte 2012, er lebe von Antrittsgeldern bei Eröffnungen von Supermärkten. Vielleicht greift ihm ja jetzt Nordkoreas Diktator Kim Jong Un unter die Arme
ALLEN IVERSON: Ähnlich erging es Superstar Iverson, der es elf Mal in das All-Star-Team der NBA schaffte und während seiner 15 NBA-Spielzeiten über 154 Millionen Dollar verdiente. In einem Gerichtsschreiben aus dem Jahre 2012 hieß es aber, dass Iverson jeden Monat 360.000 Dollar verprasst hatte, wovon 126.000 Dollar an Gläubiger und Hypotheken gingen
VINCE YOUNG: Einst galt Vince Young bei den Tennessee Titans als riesiges Talent. An Position drei im Draft gezogen, stand dem Quarterback eine große NFL-Karriere mit dicken Verträgen bevor. Die Erwartungen konnte er - auch verletzungsbedingt - nie erfüllen. Dennoch verdiente er während seiner Karriere 34 Millionen an Gehältern und rund 30 Millionen durch Sponsorenverträge. 2014 musste er wegen zehn Millionen Dollar Schulden Privatinsolvenz anmelden
EVANDER HOLYFIELD: Im Juli 2012 musste der viermalige Schwergewichtsweltmeister sein 109-Zimmer-Anwesen räumen, nachdem es für 7,5 Millionen Dollar zwangsversteigert wurde - und das trotz eines Karriereeinkommens von rund 230 Millionen. Holyfield erreichte vor allem durch einen Kampf besondere Aufmerksamkeit, in dem ihm der nachfolgende Pleitegeier ein Stück aus dem rechten Ohr biss
MIKE TYSON: Die Rede ist natürlich von Tyson. Trotz Einnahmen von einer halben Milliarde Dollar schaffte es der Boxer mit dem brutalen Punch und den scharfen Zähnen mit Partys, Autos, Frauen und seinen bengalischen Tigern in die Insolvenz. 2003 reichte "Iron Mike" beim US-Konkursverwaltungsgericht in Manhattan seine Bankrotterklärung ein
MICHAEL EDWARDS: Dass der "schlechteste Skispringer aller Zeiten" pleite ging, klingt im ersten Moment nicht verwunderlich. Doch Edwards, genannt "Eddie the Eagle", verdiente in seiner aktiven Zeit gut über eine Million Mark. Edwards vertraute das Geld jedoch Bekannten an, die sich verspekulieren. 1992 meldete der Brite Privatinsolvenz an. Danach kehrte Edwards zurück in seinen Beruf als Maurer und trat in TV-Shows als Motivationscoach auf
Sportstars in finanzieller Not: Ronaldinho, Becker und Co.
Der zweimalige Weltfußballer Ronaldinho steht spanischen Medienberichten zufolge vor dem finanziellen Ruin. Laut dem brasilianischen Portal "UOL" beträgt der Kontostand des einstigen Ballzauberers 5,80 Euro. Ihm soll der Reisepass entzogen worden sein, da eine Strafzahlung in Höhe von zwei Millionen Euro aussteht
@Getty Images